Die Abstimmung fand am Dienstag bei der 242. Sitzung des World Athletics Council in Budapest statt. Dort bestätigte der Dachverband, dass sich Kenias Hauptstadt gegen eine engere Auswahl durchgesetzt hatte, zu der auch London, Rom und München gehörten. Die deutsche Stadt erhielt in derselben Sitzung den Zuschlag für die Ausgabe 2031.
Kenia ist in der Geschichte der Weltmeisterschaften die zweiterfolgreichste Nation des Sports und liegt nur hinter den Vereinigten Staaten. Dass das wichtigste Event des Sports in mehr als vier Jahrzehnten Weltmeisterschaften noch nie auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen wurde, gilt in der Verbandsspitze seit Langem als Anomalie.
Sebastian Coe, Präsident von World Athletics, warb mit emotionalen Worten für Nairobi.
„Unsere Weltmeisterschaften erstmals nach Afrika zu bringen, wird historisch sein. Nairobi hat eine überzeugende und emotionale Bewerbung vorgelegt“, sagte Coe.
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„Die Leichtathletik ist tief in Kenia verwurzelt.“
Das Kasarani-Stadion steht im Zentrum der Pläne
Die Weltmeisterschaften werden im Kasarani-Stadion in Nairobi ausgetragen, derselben Arena, die vor Kenias Co-Ausrichtung des Afrika-Cups 2027 komplett renoviert wird. Nairobi hat zuvor bereits globale Nachwuchsveranstaltungen ausgerichtet, darunter die U18-Weltmeisterschaften 2017 und die U20-Weltmeisterschaften 2021, doch die Titelkämpfe der Erwachsenen sind eine andere Größenordnung.
Coe verwies auf die kenianische Begeisterung für den Sport als eine der Säulen der Bewerbung. Laut einer in der Pressemitteilung zitierten Umfrage von World Athletics stufen 68 Prozent der befragten Kenianer ihr Interesse an Leichtathletik als hoch ein, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 39 Prozent.
Kenia hatte sich schon früher erfolglos beworben; die Weltmeisterschaften 2025 gingen letztlich an Tokio. Das Land hat Generationen von Champions über die Lang- und Mittelstrecke hervorgebracht, von Kip Keino über Eliud Kipchoge bis zu Faith Kipyegon.
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Kenias Regierung feiert eine „nationale Geschichte“
Salim Mvurya, Kenias Sportminister, wertete den Zuschlag als Anerkennung eines Landes, dessen Verhältnis zur Laufbahn weit über den Sport hinausgeht.
„Die Welt kommt in ein Land, in dem Laufen mehr ist als Wettkampf. Es ist unsere nationale Geschichte“, sagte Mvurya.
Mit der Ausrichtung 2031 wird Deutschland die Weltmeisterschaften zum dritten Mal ausrichten; ausgetragen werden sie im Olympiastadion im Olympiapark der Stadt München. Peking hält bereits die Rechte an der Ausgabe 2027, sodass die drei kommenden Weltmeisterschaften nacheinander auf drei verschiedenen Kontinenten stattfinden werden.
Die Termine für 2029 hat World Athletics noch nicht veröffentlicht. Der Renovierungsplan für Kasarani ist an den Afrika-Cup 2027 gekoppelt, und der Zeitplan der Weltmeisterschaften wird mit dem Fortschritt dieses Projekts festgelegt.
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