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Argentinien trifft große Kapitänsentscheidung nach Lionel Messis Rücktritt

Cristian Romero soll eine der bedeutendsten Kapitänsbinden im internationalen Fußball übernehmen, während Argentinien die Zeit nach Lionel Messi vorbereitet.

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Argentinien hat Cristian Romero als den Mann ausgewählt, der die Nationalmannschaft in der Ära nach Lionel Messi anführen soll. Der Innenverteidiger von Atlético Madrid soll neuer fester Kapitän des Landes werden, nachdem Messi am 31. August seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben hatte. Laut dem ursprünglichen Bericht von Digi24 hatte sich der 28-Jährige als jener Spieler herauskristallisiert, der die Binde übernehmen soll, nachdem Messi die Albiceleste mehr als ein Jahrzehnt lang angeführt hatte. Weitere Berichte aus Argentinien haben inzwischen zusätzliche Details darüber geliefert, wie Lionel Scaloni zu dieser Entscheidung kam.

Romero stand bereits als Nächster bereit

Die Ernennung war nicht einfach nur eine Reaktion auf Messis Rücktritt. Laut TyC Sports war Romero bereits vor der Weltmeisterschaft 2026 als dritter Kapitän Argentiniens hinter Messi und Nicolás Otamendi etabliert. Nachdem Messi zurückgetreten ist und auch Otamendi seine Nationalmannschaftskarriere nach dem Turnier beendet hat, rückte Romero faktisch an die Spitze der bestehenden Hierarchie.

Romero ist es zudem keineswegs fremd, die Kapitänsbinde für sein Land zu tragen. Er führte Argentinien bereits dreimal als Kapitän aufs Feld, gegen Chile in der WM-Qualifikation, gegen Venezuela in einem Freundschaftsspiel und Anfang 2026 gegen Mauretanien. Diese Einsätze ermöglichten es Scaloni, den Verteidiger bereits in dieser Rolle zu testen, bevor er ihn zum ersten Kapitän für den nächsten Zyklus machte.

Der Verteidiger hat 58 Länderspiele für Argentinien absolviert und dabei vier Tore erzielt, während aktuelle Opta-Daten ihm einen Assist zuschreiben. Das weicht von den zwei Vorlagen ab, die im ursprünglichen Bericht von Digi24 genannt wurden. Romero war eine zentrale Figur in einer der erfolgreichsten Phasen der argentinischen Fußballgeschichte und gewann die Copa América 2021 und 2024, die Finalissima 2022 sowie die Weltmeisterschaft 2022.

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Vom Tottenham-Kapitän zum Kapitän Argentiniens

Romeros größere Verantwortung in der Nationalmannschaft folgt zugleich auf eine bedeutende Veränderung in seiner Vereinskarriere. Laut der offiziellen Mitteilung von Atlético Madrid wechselte er im August von Tottenham Hotspur zum spanischen Klub und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2031. Nach Madrid kam er bereits mit erheblicher Erfahrung als Führungsspieler aus seiner Zeit in England.

Tottenham ernannte Romero für die Saison 2025/26 zum Kapitän, nachdem er beim Gewinn der Europa League 2025 eine wichtige Rolle gespielt hatte. Seine fünfjährige Zeit im Norden Londons endete nach 156 Pflichtspielen, bevor Atlético den Transfer am 15. August abschloss. Nun arbeitet er auf Vereinsebene unter Diego Simeone und übernimmt gleichzeitig noch mehr Verantwortung in der argentinischen Nationalmannschaft.

Messis Abschied ist noch nicht ganz vorbei

Messi erklärte nach Argentiniens Niederlage gegen Spanien im Finale der Weltmeisterschaft 2026 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. In seinem Abschiedsbrief, der vom argentinischen Fußballverband veröffentlicht wurde, schrieb Messi: „Es war eine Entscheidung, die wehgetan hat und meiner Seele noch immer wehtut, aber ich verstehe, dass jetzt der Moment gekommen ist.“ Er erklärte, dass seiner Ansicht nach nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Nationalmannschaft die Zeit gekommen sei, einer jüngeren Generation mehr Verantwortung zu übertragen.

Ein letztes Kapitel steht allerdings noch bevor. Der AFA bestätigte am 15. September, dass Messi eigens für Argentiniens letztes Freundschaftsspiel des kommenden Länderspielfensters gegen Benin am 6. Oktober nominiert wurde, während Rodrigo De Paul und Giovani Lo Celso für diese Partie ebenfalls zum Kader stoßen werden. Zuvor trifft Argentinien am 30. September auf Bolivien und am 3. Oktober auf Burkina Faso, ehe im Monumental das Spiel gegen Benin folgt.

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Damit entsteht eine ungewöhnliche Übergangsphase, in der Romero bereits zum langfristigen Kapitän Argentiniens bestimmt wurde, während Messi noch einen letzten Auftritt für sein Land vorbereitet. Nach diesem Abschied wird die Binde einem Verteidiger gehören, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Spieler von Scaloni entwickelt hat. Die Verantwortung ist beträchtlich, doch Argentinien hatte Romero bereits auf diese Rolle vorbereitet, bevor Messi endgültig beschloss, seine internationale Karriere zu beenden.

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