Roger Federer

Roger Federer verliert Milliardärsstatus binnen weniger Stunden nach Absturz einer Investition

Roger Federers Vermögen erlitt einen plötzlichen Rückschlag, nachdem die Aktien eines Unternehmens, das hinter einer seiner erfolgreichsten Investitionen steht, eingebrochen waren. Forbes schätzte, dass mindestens 52 Millionen Dollar seines Vermögens…

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Roger Federer hatte über Jahre hinweg ein Vermögen aufgebaut, das ihn schließlich in den Kreis der Milliardäre brachte, doch ein besonders brutaler Börsentag warf ihn vorübergehend wieder hinaus. Der ehemalige Tennisstar sah den geschätzten Wert seines Vermögens unter die Marke von einer Milliarde Dollar fallen, nachdem die Aktien des Schweizer Sportartikelherstellers On Holding deutlich eingebrochen waren. Laut dem ursprünglichen Bericht von Digi24 war ausgerechnet jene Investition, die Federer zum Milliardär gemacht hatte, plötzlich dafür verantwortlich, dass sein geschätztes Vermögen um mehrere zehn Millionen Dollar sank.

Der Einbruch erfolgte am 11. August, nachdem On seine Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht hatte und Anleger enttäuscht auf Umsätze reagierten, die unter den Markterwartungen lagen. Forbes schätzte, dass Federers Vermögen an diesem Handelstag auf 952,4 Millionen Dollar fiel, ein Rückgang von mindestens 52 Millionen Dollar. Die On-Aktie schloss schließlich bei 30,91 Dollar und damit 20,3 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages von 38,78 Dollar.

Die Investition, die Federers Vermögen veränderte

Federers Verbindung zu On geht weit über einen gewöhnlichen Sponsoringvertrag hinaus. Er stieg 2019 als Investor und Mitunternehmer bei dem Schweizer Unternehmen ein, mehrere Jahre vor seinem Rücktritt vom Profitennis, und war eng an der Produkt- und Markenentwicklung beteiligt. Laut Ons eigener Darstellung der Partnerschaft wurde Federer zu einem „engen Partner unserer Gründer und des On-Teams“.

Die Investition gewann enorm an Wert, als On 2021 an die New Yorker Börse ging. Forbes schätzte im August, dass Federer rund 2,5 Prozent des Unternehmens hielt, während das Milliardärsprofil des Magazins zu Beginn des Jahres 2026 noch von rund drei Prozent ausgegangen war. Der Wert dieser Beteiligung, kombiniert mit jahrzehntelangen lukrativen Sponsorenverträgen und Karriereeinnahmen, hatte Federers geschätztes Vermögen vor dem Kurseinbruch auf 1,1 Milliarden Dollar steigen lassen.

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Ein Detail aus dem Digi24-Bericht sollte jedoch korrigiert werden. Der rumänische Artikel nennt Hunderte Millionen Aktien der Klassen A und B im Zusammenhang mit Federers persönlicher Beteiligung, doch diese Zahlen sollten nicht als die Anzahl der Aktien verstanden werden, die Federer direkt besitzt. Forbes stützt seine Schätzung stattdessen auf einen geschätzten prozentualen Anteil an On, während die genaue Zusammensetzung von Federers persönlichem Aktienbesitz nicht in gleichem Maße öffentlich dokumentiert ist.

Gute Zahlen reichten den Anlegern nicht

Die Reaktion des Marktes mag überraschend wirken, denn On meldete keineswegs ein katastrophales Quartal. Laut den offiziellen Zahlen des Unternehmens für das zweite Quartal stieg der Nettoumsatz im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf 850,3 Millionen Schweizer Franken, bei konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum sogar 21,6 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf 105 Millionen Franken, nachdem im gleichen Quartal des Vorjahres noch ein Verlust von 40,9 Millionen Franken verbucht worden war.

Das Problem war, dass Investoren von einem Unternehmen, dessen Bewertung stark auf schnellem Wachstum beruhte, noch mehr erwartet hatten. Die Umsätze lagen unter den von Forbes zitierten Analystenerwartungen, und der Markt reagierte entsprechend heftig, obwohl On zugleich eine Bruttomarge von 65,4 Prozent meldete. Das Unternehmen erhöhte anschließend seine Prognose für die Bruttomarge im Gesamtjahr auf mindestens 65 Prozent und hielt an seinen Erwartungen für starkes Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen fest.

Der Ausverkauf zeigte damit, wie schnell an Aktien gebundenes Papiervermögen verschwinden kann. Federer verlor nicht 52 Millionen Dollar in bar von einem Bankkonto und verkaufte seine Beteiligung auch nicht zum niedrigeren Kurs. Stattdessen fiel die Forbes-Schätzung seines Vermögens, weil der Marktwert seiner On-Beteiligung sank.

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Der Druck hat seit dem ursprünglichen Bericht angehalten

Auf den Einbruch im August folgte keine vollständige Erholung. Die On-Aktie schloss am 16. September bei 27,15 Dollar und lag damit sogar unter den 30,91 Dollar, bei denen Federer ursprünglich unter die Milliardärsschwelle von Forbes gefallen war. Unmittelbar vor den Quartalszahlen hatte die Aktie noch 38,78 Dollar gekostet.

Daraus lässt sich Federers aktuelles Vermögen allerdings nicht allein anhand des On-Aktienkurses berechnen. Sein Vermögen umfasst auch andere Beteiligungen, Vermögenswerte, Einnahmen und große Werbeverträge, zudem handelt es sich bei den Forbes-Zahlen um Schätzungen und nicht um geprüfte Angaben zu seinem Privatvermögen. Die anhaltende Schwäche der On-Aktie zeigt dennoch, warum Federers Milliardärsstatus inzwischen so eng mit der Entwicklung des Unternehmens verknüpft ist.

Die größten Einnahmen erzielte er abseits des Courts

Federer beendete seine Profikarriere im September 2022 nach 20 Grand-Slam-Titeln im Einzel und mehr als 130 Millionen Dollar offiziellem Preisgeld. Diese Summe macht jedoch nur einen relativ kleinen Teil des Wirtschaftsimperiums aus, das er in mehr als zwei Jahrzehnten an der Weltspitze aufgebaut hatte. Forbes schätzt, dass Federer während seiner aktiven Karriere rund 1,1 Milliarden Dollar vor Steuern verdiente, wobei Sponsoringverträge den überwiegenden Teil ausmachten.

Einer seiner wertvollsten Verträge war die Zusammenarbeit mit Uniqlo, die Federer 2018 nach dem Ende seiner langjährigen Partnerschaft mit Nike einen angeblich zehn Jahre laufenden Vertrag über 300 Millionen Dollar bot. Auch Rolex, Mercedes-Benz und mehrere andere große Marken blieben ihm weit über sein letztes Profimatch hinaus verbunden. Doch es war die Beteiligung an On und nicht ein weiterer klassischer Werbevertrag, die letztlich eine entscheidende Rolle dabei spielte, ihn auf dem Papier zum Milliardär zu machen.

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Die Ereignisse im August zeigten die andere Seite dieser Strategie. Der Besitz eines Anteils an einem schnell wachsenden Unternehmen bot Federer ein Potenzial, das ein gewöhnlicher Sponsoringvertrag niemals bieten könnte, band aber zugleich einen bedeutenden Teil seines geschätzten Vermögens an die Bewegungen des Aktienmarkts. Innerhalb nur eines Handelstages zeigte die Investition, die ihn in den Milliardärsclub gebracht hatte, wie schnell dieser Status wieder verschwinden konnte.

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