Die Technische Schiedsrichterkommission (CTA) stellte sich bei einer der beiden umstrittensten Szenen des Clásicos gegen den Unparteiischen und urteilte in ihrer wöchentlichen Analyse, Juan Martínez Munuera hätte Joao Cancelo für das Einsteigen des portugiesischen Verteidigers gegen Yan Diomande Gelb zeigen müssen.
Die Szene ereignete sich am Sonntag in der 57. Minute im Camp Nou, als Barcelona bereits im Rückstand lag. Cancelo traf Diomande mit den Stollen, und Real Madrids Spieler forderten eine Rote Karte, die nie kam. Martínez Munuera ließ weiterlaufen, ohne auch nur eine Verwarnung auszusprechen.
Die Sicht der CTA: rücksichtslos, aber nicht brutal
In ihrer Sendung „Tiempo de Revisión“ stufte die Kommission das Foul als rücksichtslos ein, zog aber bei der Frage eines Platzverweises eine klare Linie.
„Cancelo traf Diomandes Bein nur teilweise, und es liegt weder übermäßige Härte noch Brutalität vor“, sagte das Gremium und kam zu dem Schluss, dass eine Gelbe Karte angebracht gewesen wäre, aber nicht mehr.
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Für Real Madrid ist das nur ein schwacher Trost, denn ihre Beschwerden auf dem Feld drehten sich um die Farbe der Karte, nicht um die Frage, ob überhaupt eine fällig gewesen wäre. Die Kommission wertete Martínez Munueras Versäumnis als klaren Fehler bei der Verwarnung, stützte ihn aber bei der Einschätzung der Schwere.
Baldes Handspiel zu Recht nicht geahndet
Die CTA überprüfte zudem die Handspiel-Reklamation gegen Alejandro Balde im Strafraum von Barcelona.
Hier stellte sich die Kommission hinter den Schiedsrichter. „Der Ball trifft den Arm des Verteidigers zufällig“, sagte das Gremium und bestätigte, dass Baldes Arm in einer natürlichen Position war und daher kein Elfmeter hätte gegeben werden dürfen.
Beide Urteile ändern nichts am Endstand. Real Madrid gewann am Sonntag mit 2:1 im Camp Nou, und die beiden Clásico-Entscheidungen stehen in der wöchentlichen Bilanz der Kommission nun als ein Fehler gegen den Schiedsrichter und eine bestätigte Entscheidung zu Buche.
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