Die Publisher beider Fußball-Titel haben Mbappé am Dienstag aus ihren chinesischen Versionen entfernt. Zuvor war in China ein Video viral gegangen, in dem der französische Nationalmannschaftskapitän scherzte, sein Lieblings-Meme von sich selbst zeige sein Gesicht auf dem Körper „eines chinesischen Diktators“.
FC Online, das Tencent in Festlandchina herausbringt, entfernte Mbappé umgehend aus seinen externen Werbekanälen. Eine Entfernung seiner Inhalte im Spiel selbst soll zu einem noch nicht genannten Zeitpunkt folgen. Die chinesischen Ausgaben von eFootball stoppten jegliche Werbung mit dem Spieler, innerhalb und außerhalb der Spiele, und kündigten an, dass mit ihm verknüpfte Charaktere und Karten zurückgezogen würden. Keine der beiden Entscheidungen betrifft die internationalen Versionen der jeweiligen Titel.
Drei chinesische Marken zogen sich am selben Tag zurück
Der Schlag aus der Gaming-Branche kam am selben Tag, an dem Mbappé drei chinesische Sponsoren verlor. Der Getränkekonzern Dongpeng und der Molkerei-Riese Mengniu beendeten am Dienstag beide ihre Partnerschaften mit dem 27-Jährigen, wie Al Jazeera berichtete. Der Käsehersteller Milkground kündigte am selben Tag denselben Schritt an, wie ABC News berichtete.
Dongpeng erklärte gegenüber Al Jazeera, man verfolge eine „Null-Toleranz-Politik gegenüber jedem Verhalten, das nationale Gefühle verletzt“.
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Alle drei Marken trennten sich am 27. Oktober von dem Angreifer, wie Sport News Africa berichtete. Das Portal nannte Milkground neben Dongpeng und Mengniu.
Das Video, die Entschuldigung und eine Rüge des Außenministeriums
Der Clip, der im Zentrum der Kontroverse steht, wurde im April für die französischsprachige Sendung The Bridge aufgenommen und verbreitete sich am Montag, dem Tag der Ballon-d’Or-Verleihung, massiv in den sozialen Medien, wie Al Jazeera berichtete. Darin lacht Mbappé über ein Bild, das sein Gesicht auf den Körper von Mao Zedong montiert. Mao gründete 1949 die Volksrepublik und regierte sie bis zu seinem Tod 1976. Offener Spott über Mao gilt in China weiterhin als gesellschaftliches Tabu.
Mbappé veröffentlichte auf seinen Social-Media-Kanälen eine Stellungnahme auf Französisch, Mandarin und Englisch.
„Mein Kommentar war unbedacht, und mir ist nun klar, dass er viele Menschen in China und in chinesischen Gemeinschaften auf der ganzen Welt verletzt hat“, schrieb er in der Entschuldigung, die von Al Jazeera verbreitet wurde.
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Die Entschuldigung beendete die Sache nicht. Außenamtssprecher Guo Jiakun erklärte, Worte und Taten, die die Gefühle des chinesischen Volkes verletzten, „werden selbstverständlich auf den gemeinsamen Widerstand aller Teile der chinesischen Gesellschaft stoßen“, wie ABC News berichtete.
Das chinesische Staatsfernsehen hat die Übertragungen von La-Liga-Spielen mit Mbappé gestoppt und seine Werbespots aus dem Programm genommen, wie Al Jazeera unter Berufung auf das staatsnahe Medium The Paper berichtete.
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