Russland erwägt Einsatz verwundeter Soldaten bei den Paralympics
Offizielle Stellen bringen ins Spiel, dass im Ukraine-Krieg verletzte Soldaten auf einer der größten Sportbühnen der Welt auftreten könnten.
Laut dem lettischen Portal LA.LV unter Berufung auf LETA schließt Russland nicht aus, dass verwundete Soldaten aus dem Krieg in der Ukraine an den Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles teilnehmen.
Die Idee wurde vom Präsidenten des Russischen Paralympischen Komitees, Pavel Rozhkov, angesprochen, der erklärte, eine solche Teilnahme sei künftig möglich.
Ein umstrittener Vorschlag
Anfang März äußerte sich der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, zur Frage, ob ehemalige Kämpfer an den Spielen teilnehmen könnten.
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„Es ist uns egal, was sie auf dem Schlachtfeld getan haben. Natürlich sind Kriegsverbrechen etwas anderes, aber wir als Bewegung können ihnen eine zweite Chance geben“, zitierte die BBC Parsons.
Rozhkov erklärte, Russland wolle diese Athleten bestmöglich auf eine Teilnahme an Veranstaltungen im Rahmen der eigenen paralympischen Struktur vorbereiten.
Reaktionen und Kontext
„Parsons hatte zuvor erklärt, dass es in vielen Ländern üblich ist, Kriegsveteranen einzubeziehen, und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Russen, die an der speziellen Militäroperation teilgenommen haben, an zukünftigen Paralympischen Spielen teilnehmen werden“, zitierte die russische Nachrichtenagentur TASS Rozhkov.
Der Vorschlag fällt in eine anhaltende Debatte über die Rolle von Sportlern aus Ländern, die in Konflikte verwickelt sind.
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Bei den letzten Paralympischen Spielen durften Athleten aus Russland und Belarus unter bestimmten Bedingungen antreten, nachdem entsprechende Entscheidungen des IPC getroffen worden waren.
Quellen: LA.LV, LETA, BBC, TASS
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