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Italiens WM Kollaps treibt die FIGC in eine richtungsweisende Neuaufstellung

Nachdem Italien am Dienstag, dem 31. März, im Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina verloren hatte und damit zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft verpasste, weitete sich die Krise schnell über das Ergebnis selbst hinaus aus und erreichte das Zentrum des Verbands. Laut dem Spielbericht von AP markierte die Niederlage einen weiteren historischen Rückschlag für eine der erfolgreichsten Nationalmannschaften des Fußballs, während Sky Sport berichtete, dass Gravinas Position vor dringenden Gesprächen in Rom zunehmend unter Druck geraten sei.

Laut dem AP Bericht von Andrew Dampf hat Andrea Abodi erklärt, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden müsse und dieser Prozess mit einem Führungswechsel an der Spitze der FIGC beginnen solle. Damit ist aus der Reaktion auf eine einzelne Niederlage eine breitere Debatte über Führung, Struktur und die Frage geworden, ob das derzeitige Modell den italienischen Fußball noch tragen kann.

Warum der Druck jetzt die FIGC erreicht

Laut der weiterführenden Analyse von AP von Andrew Dampf wird die Lage in Italien nicht mehr als isoliertes sportliches Scheitern betrachtet. Italien hat die Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 verpasst, und diese Serie hat die Kritik an den Entscheidungen des Verbands, an seiner Planung und am allgemeinen Zustand des heimischen Fußballs deutlich verschärft.

Das Ergebnis gegen Bosnien und Herzegowina ist damit zum Auslöser für eine viel größere Debatte darüber geworden, wie der italienische Fußball geführt wird und warum die Nationalmannschaft in entscheidenden Momenten immer wieder scheitert. Laut der Berichterstattung von Sky Sport wurde für Donnerstag, den 2. April, ein Dringlichkeitstreffen einberufen, an dem mehrere Teile der Fußballstruktur beteiligt sein sollten, nicht nur das Umfeld der A Nationalmannschaft.

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Das ist deshalb bedeutsam, weil es darauf hindeutet, dass die Reaktion als institutionelle und nicht nur als symbolische Maßnahme verstanden wird, während sich die Aufmerksamkeit auf Führung, Abstimmung und die weitere Richtung des Calcio richtet, während der Verband versucht, die Folgen der Krise zu begrenzen.

Wie das Treffen am Donnerstag die nächste Phase von Italiens Neuaufstellung prägen könnte

Laut Sky Sport liegt die Bedeutung des Treffens in Rom darin, wie umfassend die Krise innerhalb des italienischen Fußballs inzwischen verstanden wird. Es geht in der Diskussion nicht mehr nur darum, ein schmerzhaftes Ausscheiden zu erklären, sondern darum zu entscheiden, ob der Verband den Druck noch intern bewältigen kann oder ob eine sichtbarere Neuaufstellung inzwischen unvermeidbar ist.

Da Gravina unter Druck steht und die öffentliche Kritik zunimmt, könnte das Treffen zu dem Moment werden, in dem Frust in formale Veränderungen umschlägt. Laut dem AP Bericht von Andrew Dampf hat Abodi bereits deutlich gemacht, dass er der Meinung ist, der Wiederaufbau müsse an der Spitze der FIGC beginnen.

Damit steht der Verband nun vor einer Entscheidung, die über kurzfristige Schadensbegrenzung hinausgeht. Er muss entweder einen glaubwürdigen Übergangsplan vorlegen oder riskieren, den Eindruck zu verstärken, dass der italienische Fußball nur auf das Scheitern reagiert, statt sich nach einem weiteren WM Kollaps ernsthaft zu reformieren.

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Quellen: Sky Sport, AP, Andrew Dampf, AP Spielbericht

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