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Liverpool holt Kostas Tsimikas nach Robertson Abschied wieder in den Fokus

Laut dem Bericht von Joanna Durkan bei This Is Anfield hat Liverpool Kostas Tsimikas mitgeteilt, dass er weiter Teil der Planungen für die nächste Saison ist. Durkan schreibt, dass sich die Lage durch den zu erwartenden Abschied von Andy Robertson zum Ende seines Vertrags verändert habe, weil hinter Milos Kerkez nun wieder ein verlässlicher Spieler gebraucht wird.

Dem Bericht zufolge stützt sich diese Einschätzung auf Informationen, die zuerst von Ilias Kallonas bei Sport24 veröffentlicht wurden. Dort heißt es, Tsimikas sei darüber informiert worden, dass Liverpool ihn für die Saison 2026/27 als zweite Option auf der linken Abwehrseite einplant. Für ihn wäre das keine neue Aufgabe, sondern vielmehr eine Rückkehr in eine Rolle, die er in Anfield schon lange kennt.

Warum Tsimikas wieder eine Rolle spielt

Im vergangenen Sommer holte Liverpool Milos Kerkez mit Blick auf die Zukunft der Position. Dadurch wurde der Weg für Tsimikas enger, und sein Wechsel auf Leihbasis zur Roma wirkte wie ein deutliches Zeichen dafür, dass seine Zeit an der Anfield Road womöglich auslief.

Inzwischen sieht die Lage aber anders aus. In Durkans Artikel bei This Is Anfield, unter Berufung auf Sport24, wird beschrieben, dass Liverpool Tsimikas inzwischen als praktische und kostengünstige Lösung hinter Kerkez betrachtet.

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Aus Sicht des Klubs ist das gut nachvollziehbar. Tsimikas kennt das Umfeld, kennt die Anforderungen und kennt die Kabine. In einem Sommer, in dem sich im Kader einiges verändern könnte, ist genau diese Vertrautheit womöglich mehr wert als sonst.

Wie sich seine Saison auf die Entscheidung ausgewirkt hat

Tsimikas kam in der Vorbereitung regelmäßig zum Einsatz, gehörte dann aber nicht zu Liverpools ersten drei Spieltagskadern der Saison und wechselte anschließend auf Leihbasis. Laut Joanna Durkans Bericht bei This Is Anfield, der sich auf die Meldung von Sport24 und Ilias Kallonas bezieht, fiel die späte Entscheidung letztlich zwischen Tsimikas und Robertson.

Bei der Roma hat sich Tsimikas nicht als feste Größe durchgesetzt, was den Eindruck verstärkt, dass seine längerfristige Zukunft womöglich doch weiter mit Liverpool verbunden ist. Gleichzeitig ist ihm die Rolle als Ergänzungsspieler bestens vertraut. Über weite Strecken seiner Zeit bei Liverpool war genau das seine Aufgabe, bereit sein, einspringen, liefern.

Das ist in diesem Fall ein wichtiger Punkt, weil Liverpool von ihm nichts grundsätzlich Neues verlangen würde. Es ginge vielmehr darum, eine bekannte Rolle erneut auszufüllen, nur eben diesmal hinter Kerkez statt hinter Robertson.

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Warum ein Verbleib derzeit am naheliegendsten wirkt

Ganz ausgeschlossen ist ein anderer Verlauf trotzdem nicht. Sollte im Sommer ein interessantes Angebot kommen und Tsimikas den Wunsch haben, anderswo regelmäßiger zu spielen, könnte sich das Bild schnell wieder ändern. Mit 29 Jahren ist er in einer Phase, in der viele Profis noch einmal genau abwägen, ob sie sich mit einer Reservistenrolle zufriedengeben wollen.

Hinzu kommt seine Vertragssituation, denn sein Vertrag läuft noch bis 2027. Liverpool muss also entscheiden, ob man einen erfahrenen Kaderspieler behält, der den Verein und die Mannschaft längst kennt, oder ob man bei einem passenden Angebot doch einen Verkauf in Betracht zieht.

Sportlich spricht allerdings einiges dafür, ihn zu halten. Durkan verweist bei This Is Anfield darauf, dass Tsimikas in Arne Slots erster Saison auf 1.675 Einsatzminuten kam, Robertson lag nur knapp davor bei 1.680. Genau das zeigt, dass auch ein nomineller Ersatzspieler über eine lange Saison hinweg auf erhebliche Spielzeit kommen kann.

Für Liverpool dürfte genau das entscheidend sein. Wenn der Klub auf Erfahrung, Tiefe und Kontinuität setzen will, ohne auf dieser Position erneut Geld auszugeben, dann ist eine Rückkehr von Tsimikas in diese Rolle derzeit wohl die logischste Lösung.

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Quellen: This Is Anfield, Joanna Durkan, Sport24, Ilias Kallonas

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