Formel 1

Die Formel 1 führt nach Druck seitens der Fahrer vor dem GP von Miami wesentliche Regeländerungen ein

Der Dachverband der Formel 1 hat zu Beginn der Saison 2026 eine Reihe von Regeländerungen genehmigt, nachdem Fahrer Kritik an den neuen technischen Vorschriften des Sports geäußert hatten.

Die FIA bestätigte die Anpassungen nach der Auswertung von Daten aus den ersten Rennen sowie nach Beratungen mit den Teams und den Herstellern der Antriebseinheiten. Ziel der Änderungen ist es, die Fahrbarkeit und den Wettbewerb unter den neuen Hybridmotor-Regeln zu verbessern, die der elektrischen Leistung ein größeres Gewicht beimessen.

Mehrere Fahrer, darunter Max Verstappen und Lando Norris, hatten Bedenken hinsichtlich des Fahrverhaltens der Fahrzeuge unter den aktualisierten Vorschriften geäußert. Laut GiveMeSport gehörte Verstappen zu den lautstärksten Kritikern; der viermalige Weltmeister hatte zu Beginn der Saison Schwierigkeiten in der Gesamtwertung.

Auch Norris stellte das derzeitige Gleichgewicht zwischen elektrischer und Verbrennungsleistung infrage. GiveMeSport berichtete, er habe gewarnt, dass Fahrer „über Zäune fliegen und erheblichen Schaden anrichten“ könnten, falls die Probleme nicht behoben würden.

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Überarbeitete technische Vorschriften

Die FIA hat mehrere Anpassungen vorgenommen, insbesondere beim Energieeinsatz und bei der Leistung im Qualifying.

Im Qualifying wurde die pro Runde verfügbare Energiemenge von 8 MJ auf 7 MJ reduziert – eine Maßnahme, die darauf abzielt, die Zeit für die Energierückgewinnung zu begrenzen. Gleichzeitig wurde die maximale Leistung bei Vollgas von 250 kW auf 350 kW erhöht, was eine konstantere Performance über die gesamte Runde hinweg ermöglicht.

Zudem haben die Verantwortlichen die Anzahl der Rennen erhöht, in denen ein reduziertes Energielimit angewendet werden kann – von acht auf zwölf Veranstaltungen im Kalender.

Änderungen für Rennen und Sicherheit

Für den Rennbetrieb konzentrieren sich die Änderungen darauf, die Leistungsabgabe vorhersehbarer zu machen. Der „Boost“-Modus wird nun auf 150 kW begrenzt, sofern nicht bereits ein höheres Niveau genutzt wird. Außerdem dürfen die Fahrzeuge beim Herausbeschleunigen aus Kurven die vollen 350 kW elektrische Leistung nutzen, während sie auf den Geraden weiterhin auf 250 kW begrenzt bleiben.

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Ein neues Startverfahren wird beim Großen Preis von Miami getestet. Das System soll ungewöhnlich langsame Starts erkennen und die Leistungsabgabe über das MGU-K automatisch anpassen, um ein Mindestmaß an Beschleunigung sicherzustellen, ohne einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Auch die Leistung bei nassen Bedingungen wurde berücksichtigt. Höhere Temperaturen der Reifenheizdecken sollen den Grip verbessern, während ein reduzierter elektrischer Energieeinsatz die Fahrzeuge leichter kontrollierbar machen dürfte. Zudem wurde ein vereinfachtes Rücklichtsystem eingeführt, um die Sichtbarkeit bei schlechten Bedingungen zu erhöhen.

Reaktionen aus dem Fahrerlager

Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Leistung unter den neuen Regeln, wobei einige im Sport die maßvolle Reaktion der FIA begrüßt haben.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte, der Verband handle „mit dem Skalpell und nicht mit dem Baseballschläger“ und unterstütze damit einen gezielten Ansatz statt umfassender Änderungen.

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Die aktualisierten Vorschriften sollen beim Großen Preis von Miami später in diesem Monat in Kraft treten.

Quelle: GiveMeSport

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.