Harry Kane war erleichtert, erschöpft und frustriert nach Englands wildem WM-Sieg über Mexiko.
Der englische Kapitän erzielte per Elfmeter das entscheidende Tor zum 3:2-Sieg im Achtelfinale, geriet aber später selbst in den Mittelpunkt einer weiteren wichtigen Entscheidung, als Mexiko nach seinem Foul im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen bekam.
England überstand den späten Druck und erreichte das Viertelfinale, doch Kane machte danach deutlich, dass er das Gefühl hatte, das Spiel sei wiederholt gegen seine Mannschaft gelaufen.
Laut dem Live-Bericht des Guardian sagte Kane nach dem Spiel: „Es war ein verrücktes Spiel. Wir mussten etwas finden. Die Umstände, die Mannschaft, alles gegen uns, wir haben einen Weg gefunden.“
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Kane wird vom Torschützen zum Übeltäter
Das Spiel änderte sich in der zweiten Halbzeit dramatisch.
England spielte bereits nach Jarell Quansahs Roter Karte in der 54. Minute mit zehn Mann, doch Kane stellte sechs Minuten später die Zwei-Tore-Führung wieder her, indem er einen Elfmeter zum 3:1 verwandelte.
Das hätte England Luft verschaffen sollen.
Stattdessen bekam Mexiko eine Möglichkeit zur Rückkehr ins Spiel, als Kane im eigenen Strafraum ein Foul beging. Raúl Jiménez traf in der 69. Minute vom Punkt, verkürzte auf 3:2 und sorgte für eine spannende Schlussphase.
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Kane war mit der Entscheidung nicht einverstanden.
„Ich dachte, ich wäre zuerst am Ball gewesen“, sagte er laut The Guardian.
Er fügte hinzu: „Es war einer dieser Tage, an denen der Schiedsrichter viel gegen uns pfiff. Am Ende spielte es keine Rolle, also bin ich glücklich.“
England übersteht den Azteca-Sturm
England musste nach Mexikos zweitem Tor lange Zeit tief verteidigen.
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Die Co-Gastgeber drängten vor einem riesigen Heimpublikum vehement, während Thomas Tuchels Team sich kompakt zurückzog und sich auf Blocks, Klärungen und Jordan Pickfords Beherrschung des Strafraums verließ.
Laut dem Spielbericht des Guardian besiegte England Mexiko im Azteca-Stadion mit 3:2, nachdem Jude Bellingham in der ersten Halbzeit zweimal getroffen und Kane nach der Pause den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte.
Es war keine kontrollierte Leistung Englands, aber eine widerstandsfähige.
Das Spiel war durch Gewitter verzögert worden, wurde in großer Höhe ausgetragen und fand in einer der feindseligsten Umgebungen statt, denen England bei diesem Turnier hätte begegnen können.
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Dieser Kontext ließ das Ergebnis noch größer erscheinen.
Schiedsrichter-Frust nach Englands Sieg
Die Schiedsrichterleistung wurde nach dem Schlusspfiff zu einem der Hauptgesprächsthemen.
Kane war der Meinung, dass mehrere Entscheidungen gegen England getroffen wurden, während Tuchel ebenfalls unzufrieden mit der gesamten Spielleitung des Schiedsrichters war.
Von The Guardian zitiert, beschrieb Tuchel die Schiedsrichterleistung als: „Einfach nicht gut genug.“
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Dennoch hatte England genug, um weiterzukommen.
Sie beendeten das Spiel unter enormem Druck, wobei Mexiko 20 Schüsse abgab, England nur sechs. Doch das Endergebnis zählte mehr als das Chaos, das davor herrschte.
Viertelfinalplatz gesichert
Der Sieg bringt England ins WM-Viertelfinale, wo sie in Miami auf Norwegen treffen werden.
Laut dem offiziellen Spielzentrum von England Football versuchte England, zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft zu erreichen, was ihnen zuvor nur bei den Turnieren von 1962, 1966 und 1970 gelungen war.
Genau das haben sie nun geschafft.
Für Kane wird die Nacht sowohl wegen seines Elfmeters als auch wegen seiner Frustration in Erinnerung bleiben. Für England könnte sie als jene Art von chaotischem K.o.-Sieg in Erinnerung bleiben, der einer Mannschaft Glauben schenkt.
Sie hatten keine Kontrolle.
Sie fanden einen Weg.



