Lionel Messi

Argentinien kann Messis Rückennummer 10 nicht dauerhaft aus dem Verkehr ziehen, und Maradona erklärt, warum

Die Fans wollen, dass Argentinien Lionel Messis berühmtes Trikot aus dem Verkehr zieht, doch eine alte FIFA-Entscheidung im Fall von Diego Maradona zeigt, warum diese Rückennummer irgendwann wieder vergeben werden…

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Lionel Messi hat Argentinien mit 125 Toren, 207 Länderspielen und einer Reihe von Titeln verlassen, die sein Vermächtnis als Nationalspieler geprägt haben. Für viele Fans wäre die endgültige Rücknahme der Rückennummer 10 wohl die angemessenste letzte Ehrung.

Das Problem ist, dass die AFA dies bereits einmal versucht hat. Vor mehr als zwei Jahrzehnten versuchte der Verband, dieselbe Rückennummer zu Ehren von Diego Maradona zurückzuziehen, doch die FIFA griff kurz vor der Weltmeisterschaft 2002 ein.

Die AFA versuchte, Maradonas Rückennummer zu schützen

Laut dem ausführlichen Bericht des „Diario Huarpe“ über diesen Streit genehmigte der Vorstand der AFA im September 2001 die Rücknahme von Maradonas Rückennummer 10. Diese Entscheidung wurde sogar vorübergehend während der verbleibenden WM-Qualifikationsspiele Argentiniens umgesetzt.

Die Schwierigkeit trat auf, als der argentinische Fußballverband (AFA) seinen Kader für das Turnier 2002 einreichte. Da die FIFA vorschrieb, dass die 23 Spieler fortlaufend nummeriert sein mussten, schlug Argentinien vor, die Nummer 10 wegzulassen und dem dritten Torhüter Roberto Bonano das Trikot mit der Nummer 24 zu geben.

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Der Vorschlag fand zunächst die Unterstützung von FIFA-Präsident Sepp Blatter und dem Organisationskomitee des Turniers. Diese Genehmigung wurde jedoch nach einer langwierigen Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in Seoul nur wenige Tage vor Beginn des Turniers widerrufen.

„Wir haben Vorschriften, und es wäre nicht fair, diese Nummer zu streichen“, erklärte Blatter. Ariel Ortega musste daher bei dem Turnier die Rückennummer 10 tragen, womit der Versuch der AFA, diese Nummer dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen, gescheitert war.

Das gleiche Hindernis gilt nun auch für Messi

Argentinien kann sich dafür entscheiden, die Rückennummer 10 in einzelnen Freundschaftsspielen nicht zu vergeben. Was der Verband jedoch nicht garantieren kann, ist, dass diese Nummer dauerhaft aus den FIFA-Wettbewerben verschwindet, da dort die Regeln zur Rückennummernvergabe eingehalten werden müssen.

Der Präzedenzfall Maradona ist daher für Messi von unmittelbarer Bedeutung. Nach einer Analyse der aktuellen Lage durch die „Times of India“ muss das historische Trikot letztendlich zurückgegeben werden.

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Diese frühere Entscheidung der FIFA hatte eine unerwartete Folge. Juan Román Riquelme trug bei der Weltmeisterschaft 2006 die Rückennummer 10, bevor Messi sie 2009 unter Maradona endgültig übernahm.

Hätte die FIFA den ursprünglichen Plan der AFA akzeptiert, hätte Messi Argentiniens berühmteste Rückennummer vielleicht nie getragen. Die Entscheidung, die Maradona daran hinderte, sie für immer zu behalten, ermöglichte es letztendlich einer anderen argentinischen Ikone, sie zu ihrer eigenen zu machen.

Scaloni soll den nächsten Eigentümer ausgewählt haben

Die Suche nach Messis Nachfolger könnte bereits kurz vor dem Abschluss stehen. Laut beIN Sports, das sich auf den ESPN-Argentinien-Journalisten Federico Bueno beruft, soll Lionel Scaloni angeblich Nico Paz als Nachfolger ausgewählt haben, falls der Trainer seinen Vertrag verlängert.

Paz ist erst 21 Jahre alt und trug bei seinen ersten elf Länderspielen für Argentinien die Rückennummer 18. Der Mittelfeldspieler von Como wurde in Spanien geboren, durchlief die Jugendabteilung von Real Madrid und hat sich zu einem der technisch begabtesten Nachwuchsspieler Argentiniens entwickelt.

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Die AFA und Scaloni haben diese Entscheidung noch nicht offiziell bestätigt. Etablierte Spieler wie Enzo Fernández und Alexis Mac Allister könnten daher noch ins Gespräch kommen.

Wer auch immer das Trikot erhält, wird eine Rückennummer erben, die sowohl mit Maradona als auch mit Messi verbunden ist. Da die FIFA Argentinien die Stilllegung dieser Rückennummer verweigert hat, muss die Nummer 10 weiterleben – doch die Wahl des ersten Spielers, der sie nach Messi tragen wird, dürfte eine der heikelsten Entscheidungen für Scaloni sein.

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