Rund eine halbe Tonne Kokain, 370 rechteckige Ziegel, und auf jedem einzelnen dasselbe Gesicht: Erling Haaland, im Trikot Norwegens.
Das war es, was Beamte in dieser Woche vorfanden, nachdem sie einen Lastwagen auf der Panamericana bei Guagua Negro angehalten hatten, unweit der Grenzstadt Tulcán und rund 246 Kilometer nördlich von Quito. Das Fahrzeug war nach einem anonymen Hinweis am frühen Dienstagmorgen ins Visier geraten, und die Drogen waren in einem präparierten Hohlraum im Laderaum versteckt.
Eine Frau, die mit kolumbianischen Ausweispapieren unterwegs war und nur als María R. genannt wird, wurde am Tatort festgenommen.
Eine halbe Tonne, drei Preisschilder
Die sichergestellte Ladung wog 469 Kilogramm, also etwa 1.034 Pfund. Die ecuadorianischen Behörden beziffern ihren Straßenwert vor Ort auf rund 842.000 Dollar, auf dem US-Markt auf mehr als 11 Millionen Dollar und in Europa auf mehr als 19,6 Millionen Dollar.
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Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft haben angedeutet, dass Haaland irgendeine Verbindung zu der Lieferung, der Aufmachung oder dem Netzwerk dahinter habe.
Warum Schmuggler einen Fußballer auf die Verpackung setzen
Die Praxis ist nicht neu. Kokainziegel werden routinemäßig mit Logos, Comicfiguren, Markenzeichen und Prominentenporträts versehen, ein für den Großhandel bestimmtes Etikett, das für jeden entlang der Lieferkette lesbar ist und dem Netzwerk verrät, welche Charge die Lieferung produziert hat und welcher Abnehmer am anderen Ende sie bestellt hat.
Auch das Gesicht von Lionel Messi ist bereits auf sichergestellten Paketen aufgetaucht. Haaland ist schlicht der jüngste Neuzugang.
Seine Auswahl ist nicht schwer zu erklären. In vier Partien bei der WM 2026 in diesem Sommer erzielte der 26-Jährige sieben Tore, zog damit mit Messi und Kylian Mbappé als bis dahin beste Torschützen des Turniers gleich und schoss Norwegen im Achtelfinale am fünfmaligen Weltmeister Brasilien vorbei und erstmals in der Länderhistorie ins Viertelfinale.
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Die sichergestellten Ziegel und ihr neues Maskottchen befinden sich nun in der Obhut der ecuadorianischen Drogenstaatsanwaltschaft.
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