Vor genau zehn Jahren, am 11. Juni 2016, erreichte Englands Männer-Nationalmannschaft, was viele als ihren absoluten Tiefpunkt ansahen. Die Three Lions, mit einem Kader voller Talente wie Wayne Rooney, Harry Kane, Jamie Vardy, Dele Alli, Daniel Sturridge und Raheem Sterling, schieden bei der EM 2016 im Achtelfinale aus und erlitten in Nizza eine demütigende Niederlage gegen Island.
Diese Niederlage gegen eine Nation mit nur 330.000 Einwohnern war eine deutliche Erinnerung an Englands lange Geschichte des Scheiterns auf internationaler Bühne. Wie in der Analyse von Opta Analyst zur jüngeren Geschichte Englands hervorgehoben, hatte das Team vor 2016 eine Reihe von Enttäuschungen erlebt, darunter das Verpassen der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1994 und die EM 2008. Sie verpassten auch vier aufeinanderfolgende große Turniere zwischen 1972 und 1978 und belegten bei der Weltmeisterschaft 2014 den letzten Platz in ihrer Gruppe. Der Schmerz der Elfmeterschießen von 1990, 1996, 1998, 2004 und 2006, zusammen mit denkwürdigen Niederlagen wie Ronaldinhos Heber im Jahr 2002 und der EM-Niederlage 2012 gegen Italien, waren alle Teil einer jahrzehntelangen Frustrationsgeschichte.
Das EM-Aus 2016 fühlte sich jedoch anders an. Es war ein Moment tiefer Peinlichkeit, der eine radikale Veränderung erforderte. Was folgte, war ein umfassender Neuaufbau der Nationalmannschaft, angeführt von Gareth Southgate.
Southgates bleibendes Erbe
Obwohl Gareth Southgate letztendlich ohne einen großen Titel abtrat, war sein Einfluss auf das englische Team in den letzten zehn Jahren transformativ. Wie Opta Analyst feststellt, übernahm er ein Team ohne Selbstvertrauen und Richtung und etablierte stetig eine neue Kultur, die ein Gefühl des Glaubens und Fortschritts förderte, das lange gefehlt hatte. Unter seiner Führung erreichte England konsequent die späteren Phasen großer Turniere, erreichte das Halbfinale der Weltmeisterschaft 2018 und das Finale der EM 2020, während es sich auch als eine der beständigsten internationalen Mannschaften im Weltfußball etablierte.
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Die unter Southgate implementierten systematischen Änderungen, von der Jugendförderung bis zu taktischen Ansätzen, legten den Grundstein für die aktuelle Generation. Laut Optas Analyse war Englands Entwicklung seit diesem dunklen Tag in Nizza überwältigend positiv und verwandelte sich von einer zur Kapitulation neigenden Mannschaft in einen echten Titelanwärter.
Eine neue Ära der Erwartungen
Während die Weltmeisterschaft 2026 näher rückt, befindet sich England in einer ungewohnten, aber willkommenen Position. Die neuesten Turnierprognosen von Opta Analyst zählen die Three Lions zu den Top-Anwärtern auf den Titel, was unterstreicht, wie dramatisch sich die Wahrnehmung der Nationalmannschaft in den letzten zehn Jahren verändert hat.
Die Geister vergangener Misserfolge, von der Schmach der EM 2016 bis zum wiederkehrenden Elfmeter-Leid, wurden weitgehend ausgetrieben. Eine neue Spielergeneration, von denen viele das unter Southgate verfeinerte System durchlaufen haben, trägt nun die Hoffnungen einer Nation mit echtem Optimismus. Laut Optas Einschätzung hat England eine der bedeutendsten Kehrtwenden im internationalen Fußball vollzogen und sich von einem Team, das mit Enttäuschungen verbunden war, zu einem entwickelt, das um die größten Trophäen des Sports kämpfen soll.
Quellen: theanalyst.com
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