Pedri küsste den WM-Pokal für ein Foto und griff dann zu seinem Handy.
Die Nachricht, die er nach Spaniens 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien auf X teilte, war kurz, doch sie brauchte nur sechs Ziffern, um ihre Wirkung zu entfalten:
„Es stand geschrieben! 1 9 0 7 2 6. Der Tag, an dem der Traum eines ganzen Landes wahr wird. Der Tag, an dem wir WELTMEISTER sind.“
Dreizehn Monate zuvor, am 10. Juni 2025, hatte der Barcelona-Mittelfeldspieler dieselben Zahlen auf Instagram gepostet, ohne Bildunterschrift und ohne Kontext. Wenige Tage zuvor hatte Spanien das Finale der UEFA Nations League gegen Portugal verloren.
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Die Zahlenfolge sah aus wie ein Code, eine Schlosskombination, eine zufällige Zeichenfolge. Einige Fans lasen sie richtig: 19-07-26, das angesetzte Datum des WM-Finales 2026. Lamine Yamal antwortete mit nach oben zeigenden Emojis. Die meisten scrollten einfach weiter.
Die Zahl tauchte während des Turniers noch einmal auf. Nachdem Spanien Frankreich im Halbfinale mit 2:0 besiegt hatte, postete Pedri dieselben sechs Ziffern erneut, diesmal mit einem geöffneten Vorhängeschloss-Emoji.
Ferran Torres in der 106. Minute
Das Endspiel selbst brauchte die Verlängerung. Spanien kontrollierte über 90 Minuten den Ballbesitz, scheiterte aber an Emiliano Martinez, der zwischen den Titelverteidigern und der Niederlage stand. In der 106. Minute köpfte Nico Williams den Ball in den Lauf von Ferran Torres, der ihn zum einzigen Treffer der Partie im MetLife Stadium unter die Latte drosch.
Argentinien war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit auf zehn Mann reduziert worden, als Enzo Fernandez wegen einer zweiten Gelben Karte des Feldes verwiesen wurde.
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Für Pedri krönte der Sieg einen Weg, der bereits den EM-Titel 2024 umfasst hatte und Spanien nun den ersten WM-Titel seit 2010 bescherte – erst den zweiten der Landesgeschichte.
De la Fuente baut Serie ohne Niederlage aus
Luis de la Fuente wurde mit 64 Jahren zum ältesten Cheftrainer, der eine Männer-WM gewonnen hat.
Seine Mannschaft verlässt Nordamerika mit einer Serie ohne Niederlage unter seiner Leitung, die nun auf einen europäischen Rekord von 38 Länderspielen angewachsen ist.
Ob Pedri einen Ferran-Torres-Siegtreffer in der Verlängerung vor Augen hatte, als er diese Zahlen im Juni 2025 in ein Bildunterschriftenfeld tippte, ist eigentlich nicht der Punkt. Er postete ein Datum. Spanien hielt es ein.
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