Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026, die am Donnerstag, den 11. Juni, in ganz Nordamerika beginnt, hat bereits ihre erste große Kehrtwende in der Politik erlebt. Die FIFA hatte ursprünglich ein Verbot von wiederbefüllbaren Plastikflaschen in den Turnierstätten angekündigt und Sicherheitsbedenken als Grund genannt. Nach schnellem und lautstarkem Gegenwind von Fangruppen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Flüssigkeitsversorgung bei erwarteten hohen Temperaturen, hat der Fußball-Weltverband die umstrittene Regelung weitgehend zurückgenommen, wobei eine Ausnahme für Mexiko bestehen bleibt.
Das ursprüngliche Verbot und Sicherheitsbedenken
Die ursprüngliche Haltung der FIFA untersagte Fans, eigene wiederbefüllbare Plastikflaschen in die Stadien der elf US-amerikanischen, drei mexikanischen und zwei kanadischen Gastgeberstädte mitzubringen. Die Organisation erklärte ihr Engagement, „die Gesundheit und Sicherheit aller Spieler, Schiedsrichter, Fans, Freiwilligen und Mitarbeiter zu schützen.“ Eine diese Woche veröffentlichte Erklärung führte aus, dass die Entscheidung getroffen wurde, „um Risiken und Verletzungen für Spieler und Zuschauer zu verhindern“, und merkte an, dass „Flaschen von außerhalb aus Sicherheitsgründen bereits in mehreren dieser Veranstaltungsorte verboten sind und die FIFA diese Überlegung auf alle ihre Turnierstadien anwendet.“
Diese Politik wurde vor dem Hintergrund erwarteter extremer Hitze festgelegt, wobei das Turnier bis Sonntag, den 19. Juli, angesetzt ist. Die World Weather Attribution schätzt, dass neun der 104 Turnierspiele bei Temperaturen über 26 Grad Celsius ausgetragen werden. Angesichts früherer Wasserflaschenpreise bei der in den USA ausgetragenen Klub-Weltmeisterschaft, die laut The Athletic zwischen 3 und 4,50 Pfund lagen, wuchsen schnell Bedenken sowohl hinsichtlich des Fanwohls als auch potenzieller Ausbeutung.
Fangruppen kritisieren FIFA-Regelung scharf
Die englische Fangruppe Free Lions gehörte zu den lautstärksten Kritikern und verurteilte die FIFA-Regelung auf der Social-Media-Plattform X. Ein Vertreter postete: „Angesichts all der Bemühungen, die sie für ‚Trinkpausen‘ für die Spieler unternehmen, ist dies eine so seltsame, späte Änderung. In all unseren Diskussionen war die kostenlose Wasserverfügbarkeit in den Stadien ein zentraler Punkt, und uns wurde von der FIFA versichert, dass dies der Fall sein würde und dass Fans die Möglichkeit haben werden, ihre eigene Wasserflasche mitzubringen.“ Die Gruppe äußerte auch Misstrauen bezüglich des Motivs hinter dem Verbot und fügte hinzu: „Natürlich ist der erste Gedanke der Fans, dass dies nur die neueste Geldmacherei ist.“
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Kehrtwende in der Politik und laufende Bemühungen zur Flüssigkeitsversorgung
Als Reaktion auf die weit verbreitete Kritik hat die FIFA nun bestätigt, dass Wasserflaschen in den WM-Stadien erlaubt sein werden, eine bedeutende Kehrtwende, wie The Athletic berichtet. Diese Kehrtwende erstreckt sich jedoch noch nicht auf die Veranstaltungsorte in Mexiko, was auf laufende Verhandlungen oder unterschiedliche lokale Vorschriften hindeutet.
Die FIFA hat auch ihr Engagement für das Wohl der Fans bekräftigt und erklärt, dass die Preise für Wasserflaschen innerhalb des Stadiongeländes mit denen anderer Veranstaltungen in jedem Stadion übereinstimmen werden. Darüber hinaus arbeitet die Organisation mit den Gastgeberstädten an verschiedenen Maßnahmen zur Hitzeminderung für Fans, darunter:
- Sprühnebelstationen
- Ventilatoren
- Trinkwasserstationen
- Kühlzelte rund um die Stadien
Trotz dieser Zusicherungen und der teilweisen Politikänderung unterstreicht die anfängliche Kontroverse das empfindliche Gleichgewicht zwischen Sicherheitsprotokollen, Fanerlebnis und kommerziellen Interessen, das die FIFA im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 meistern muss.
Quellen: www.nytimes.com
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