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Howard Webb enthüllt VAR-„Tunnelblick“ hinter Derby-Fehler

Howard Webb hat erklärt, wie sich der VAR auf Erling Haalands Position fixierte und dabei Enzo Fernandez’ entscheidenden Einfluss auf die Abwehr von Manchester United übersah.

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Manchester Citys dramatischer 1:0-Sieg im Old Trafford wird von einem folgenschweren VAR-Fehler überschattet. Erling Haalands Treffer in der 60. Minute wurde zunächst wegen Abseits aberkannt, nach einer langen Überprüfung jedoch gegeben. Laut Josh Lawless’ Bericht für SPORTbible hat Pro Ref inzwischen eingeräumt, dass das Tor nicht hätte zählen dürfen.

City spielte bereits seit der 23. Minute in Unterzahl, nachdem Phil Foden wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte. Dennoch verwertete Haaland eine abgefälschte Flanke von Joško Gvardiol und sicherte seiner Mannschaft alle drei Punkte. Wie Manchester Citys offizieller Spielbericht beschreibt, dauerte die anschließende Abseitsprüfung fast drei Minuten.

VAR-Audio zeigt entscheidendes Versäumnis

Das Gespräch der Unparteiischen zeigt, dass sich die Überprüfung schnell auf Haalands Position konzentrierte. Nach dem von Sky Sports veröffentlichten Wortlaut sagte der VAR: „Keine Berührung von Enzo Fernandez, bestätigt, keine Berührung.“ Nachdem feststand, dass Fernandez den Ball nicht berührt hatte, wurde das Tor freigegeben, ohne seine Wirkung auf die Verteidiger ausreichend zu bewerten.

Die halbautomatische Abseitstechnologie zeigte, dass Haaland drei Zentimeter nicht im Abseits stand, weil Patrick Dorgu die Abseitslinie aufgehoben hatte. Anschließend kontrollierte der VAR zwar die gesamte Angriffsphase, achtete bei Fernandez aber vor allem auf eine mögliche Ballberührung. Ob dessen Bewegung aus der Abseitsposition die United-Spieler am Eingreifen hinderte, wurde nicht gründlich geprüft.

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Webb: „Dieses Tor hätte aberkannt werden müssen“

Laut der offiziellen Darstellung der Premier League beeinflusste Fernandez’ Versuch, den Ball zu erreichen, sowohl Lisandro Martinez als auch Torhüter Senne Lammens. Martinez konnte nicht zum Ball gehen, während Lammens mit einer möglichen Berührung durch Fernandez rechnen musste. Webb erklärte: „In diesem Moment bekommt er einen Tunnelblick.“

Der Schiedsrichterchef betonte, dass das restliche VAR-Team hätte eingreifen müssen, als sich der Videoassistent zu stark auf Haaland konzentrierte. Fernandez’ Aktion musste auch ohne Ballkontakt beurteilt werden. Webbs Urteil war eindeutig: „Dieses Tor hätte aberkannt werden müssen.“

Warum Fernandez trotzdem im Abseits stand

Nach Regel 11 der IFAB-Spielregeln kann ein Spieler auch ohne Ballberührung ein Abseitsvergehen begehen. Ein klarer Versuch, einen nahen Ball zu spielen, ist strafbar, wenn dadurch ein Gegenspieler beeinflusst wird. Das Gleiche gilt für eine offensichtliche Aktion, die einen Gegner daran hindert, den Ball zu spielen.

Fernandez’ Hechtbewegung erfüllte diese Kriterien, weil sie sowohl Martinez als auch Lammens beeinflusste. Der fehlende Kontakt bedeutete lediglich, dass kein objektives Abseitsvergehen durch das Spielen des Balles vorlag. Die Unparteiischen mussten trotzdem beurteilen, ob Fernandez einen Gegner störte.

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VAR-Duo bis nach der Länderspielpause suspendiert

VAR Matt Donohue und Assistent Blake Antrobus bleiben länger ohne Einsatz als zunächst berichtet. Webb bestätigte: „Sie werden erst nach der Länderspielpause wieder Spiele leiten.“ Pro Ref hat Manchester United außerdem kontaktiert und dem Verein sowohl die Aufnahmen als auch den Funkverkehr vorgespielt.

Am Ergebnis ändert das Eingeständnis nichts, City behält den 1:0-Sieg und die drei Punkte. Die Veröffentlichung der Gespräche zeigt jedoch ungewöhnlich deutlich, wie der entscheidende Fehler entstehen konnte. Eine interne Untersuchung soll nun klären, warum niemand im VAR-Team die Prüfung rechtzeitig auf Fernandez’ Einfluss ausweitete.

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