Kanadas beispielloser Weg in die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft 2026 wurde sowohl mit Jubel als auch mit einer Portion Kontroverse aufgenommen, da Cheftrainer Jesse Marschs Beschreibung ihres Achtelfinalspiels als „Freischuss“ scharfe Kritik von ehemaligen Spielern hervorruft.
Die „Canucks“ schrieben Geschichte, indem sie nicht nur aus Gruppe B aufstiegen, sondern auch ins Achtelfinale einzogen, was ihre beste Leistung bei einer Weltmeisterschaft überhaupt darstellt. Ihr jüngster Triumph war ein 1:0-Sieg gegen Südafrika, wobei Stephen Eustaquio in der 92. Minute einen dramatischen Siegtreffer erzielte, um ihren Platz in der nächsten Phase zu sichern.
Während Marsch seine Mannschaft für ihre bemerkenswerten Erfolge als „kanadische Helden“ lobte, hat seine anschließende Formulierung der bevorstehenden K.-o.-Partie für Stirnrunzeln gesorgt. Die „Freischuss“-Bemerkung des amerikanischen Trainers, die vielleicht dazu gedacht war, den Druck zu mindern, wurde stattdessen von einigen als Untergrabung des Ehrgeizes der Mannschaft wahrgenommen.
Deeney und Balboa hinterfragen Marschs Botschaft
Zu den lautstärksten Kritikern gehörte der ehemalige Premier-League-Stürmer Troy Deeney. Im Gespräch mit CBS Sports stellte Deeney die Aussage direkt in Frage und fragte: „Sind wir hier, um zu versuchen zu gewinnen? Bedeutet das also, dass wir 10:0 verlieren können?“ Er fügte hinzu: „Wenn das der Fall ist, geht jetzt ein Bier trinken“, was darauf hindeutet, dass eine solche Einstellung Selbstgefälligkeit fördern könnte. Der ehemalige USMNT-Verteidiger Marcelo Balboa schloss sich diesen Bedenken an und bezeichnete Marschs Formulierung als „schlechte Botschaft“ für ein Team auf einem historischen Lauf.
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