Liverpool gegen PSG bei Amazon Prime, und warum der Abend für Arne Slot so brisant ist
Warum das Spiel bei Amazon Prime läuft
Laut Stephen Hurrells Bericht bei Football365 wird Liverpools Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint Germain am Dienstagabend bei Amazon Prime Video gezeigt und nicht bei TNT Sports. Das dürfte einige Fans überraschen, weil TNT den Großteil des Wettbewerbs überträgt. Hurrell erklärt jedoch, dass Amazon pro Spielwoche die Rechte an genau einer Dienstagabend-Partie besitzt, und diesmal ist Liverpool die ausgewählte Begegnung.
Für Zuschauer, die das Angebot noch nicht genutzt haben, heißt es in dem Bericht, dass sich das Spiel über einen kostenlosen Amazon-Testzeitraum ansehen lässt. Wer diese Möglichkeit in dieser Saison schon verwendet hat, benötigt demnach ein Prime-Abonnement für 8,99 Pfund im Monat, das sich aber jederzeit kündigen lässt.
Hurrell schreibt außerdem, dass eine Prime-Mitgliedschaft nicht nur den Zugang zur breiteren Prime-Video-Bibliothek umfasst, sondern auch zu Sportdokumentationen wie Doubters to Believers, einem Rückblick auf Jürgen Klopps erste Saison als Liverpool-Trainer.
Im selben Bericht heißt es, dass Amazons Vorberichterstattung um 18.30 Uhr britischer Zeit beginnt und der Anstoß für 20 Uhr angesetzt ist. Fans, die früh einschalten, bekommen den kompletten Aufbau zur Partie also über Amazons Plattform und nicht über das übliche TNT-Programm. Auch bei den Experten ändert sich dadurch etwas. Steve McManaman ist vertraglich an TNT gebunden, während Amazon aus seinem eigenen Kreis an Experten wählen kann, zu dem auch der frühere Liverpool-Stürmer Daniel Sturridge gehört.
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Warum der Druck auf Arne Slot gewachsen ist
Laut Hurrells Artikel für Football365 ist die Champions League Liverpools klarste verbliebene Chance auf einen Titel in dieser Saison. Der Text ordnet das auch deshalb als besonders wichtig ein, weil Liverpool im Meisterrennen zurückgefallen ist und im FA Cup gegen Manchester City ausgeschieden ist. In diesem Zusammenhang ist Europa nicht mehr nur ein weiterer Wettbewerb im Kalender, sondern der Wettbewerb, an dem sich ein großer Teil der Saisonbewertung festmachen dürfte.
Der Football365-Bericht verbindet das Spiel zudem mit den Diskussionen über Arne Slots Zukunft, gerade weil Xabi Alonso in Debatten über Liverpools langfristige Ausrichtung immer wieder als Wunschname auftaucht. Solche Spekulationen entwickeln bei einem Klub dieser Größe schnell Eigendynamik, besonders dann, wenn die Ergebnisse nicht konstant genug sind.
Ob der Verein die Lage intern tatsächlich so zugespitzt sieht, geht aus dem Bericht nicht eindeutig hervor. Trotzdem ist leicht nachzuvollziehen, warum die Partie als Abend mit besonderem Gewicht beschrieben wird. In Liverpool kann ein großes Europapokalspiel die Stimmung sehr schnell drehen, in die eine wie in die andere Richtung.
Wie Liverpool das Duell gegen PSG wieder offen machen kann
Laut Football365 und Stephen Hurrell geht Liverpool in das Rückspiel nach einer ersten Partie, in der Paris Saint Germain über weite Strecken die bessere Mannschaft war und den Vorsprung sogar noch höher hätte schrauben können. PSG reist mit einem Zwei-Tore-Vorsprung nach Anfield, wodurch Liverpool eine deutlich mutigere und zugleich kontrolliertere Leistung braucht, wenn die Mannschaft in Europa bleiben will.
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Die Aufgabe besteht nicht nur darin, von Beginn an Druck zu machen. Liverpool muss Wege finden, selbst gefährlich zu werden, ohne dabei noch mehr Räume für ein PSG-Team zu öffnen, das im Hinspiel immer wieder gefährliche Situationen herstellen konnte. Genau darin liegt die eigentliche Balance dieser Partie.
Sollte Liverpool den Rückstand noch drehen, würde im Halbfinale entweder Real Madrid oder Bayern München warten. Das verleiht dem Abend zusätzliches Gewicht, weil es nicht nur um das nackte Überleben im Wettbewerb geht, sondern auch um die Frage, ob Liverpool aus einer enttäuschenden Phase doch noch etwas Bleibendes machen kann. Für Slot und seine Spieler ist die Lage deshalb ziemlich klar: Sie brauchen eine echte Anfield-Reaktion, sonst könnte die letzte große Chance dieser Saison schon vorbei sein.
Quellen: Football365, Stephen Hurrell
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