Ferran Soriano

Manchester-City-CEO sagt, alles sei eine große „Verschwörungstheorie“

Manchester-City-Geschäftsführer Ferran Soriano hat den Klub nach dem Urteil einer unabhängigen Kommission entschieden verteidigt. Soriano zufolge basiert der gesamte Fall auf einer zentralen Behauptung, die City durch seine Beweise widerlegt…

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Soriano reagiert auf das Urteil

Manchester City bereitet einen Einspruch gegen eine der folgenreichsten Disziplinarentscheidungen in der Geschichte der Premier League vor. Geschäftsführer Ferran Soriano hat nun ungewöhnlich deutlich erklärt, worauf die Verteidigung des Klubs beruhen soll.

In einer Videobotschaft an die Mitarbeiter bezeichnete Soriano das Verfahren als auf einer „einzigen falschen Anschuldigung“ aufgebaut.

Laut dem Bericht von ESPN über Soriano besteht diese Anschuldigung darin, dass Geld von Eigentümer Sheikh Mansour heimlich über Sponsoren aus Abu Dhabi in den Klub geflossen sei.

Soriano weist diese Darstellung zurück.

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Nach seinen Angaben legte City unter anderem Kontoauszüge, Geldtransfer-Unterlagen und Zeugenaussagen vor, die aus Sicht des Klubs belegen, dass das Geld nicht vom Eigentümer stammte. Gleichzeitig bezeichnete er die Interpretation der Vorwürfe als eine „Verschwörungstheorie der Premier League“.

Die unabhängige Kommission kam allerdings zu einem völlig anderen Ergebnis.

Kommission spricht von „Scheinverträgen“

In ihrer offiziellen Erklärung zu Manchester City teilte die Premier League mit, dass der Klub in allen Anklagepunkten zu schweren Verstößen gegen die Finanzregeln in den neun Spielzeiten von 2009/10 bis 2017/18 schuldig gesprochen wurde. Auch die Mehrheit der Vorwürfe wegen mangelnder Kooperation wurde bestätigt.

Nach Ansicht der Kommission schloss City mit mehreren Geschäftspartnern sogenannte „Scheinverträge“ ab oder stützte sich auf Vereinbarungen, die nicht den tatsächlichen Absprachen entsprachen.

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Damit seien Einnahmen künstlich erhöht und Kosten reduziert worden. Insgesamt soll sich der Effekt im untersuchten Zeitraum auf mehr als 900 Millionen Pfund belaufen haben. Zudem stellte die Kommission fest, dass City fehlerhafte Abschlüsse vorgelegt und den tatsächlichen Zustand seiner Finanzen gegenüber Prüfern und Fußballbehörden verschleiert habe.

Soriano bestreitet diese Schlussfolgerungen.

Wie Reuters berichtete, hält Manchester City das Urteil wegen materieller Fehler in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht für nicht belastbar und will die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen.

City sagt, entscheidende Beweise seien ignoriert worden

Soriano greift damit nicht nur einzelne Verstöße an. Er stellt die grundlegende Interpretation der Finanzströme infrage.

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City vertritt die Position, dass die Sponsoren tatsächlich selbst für die vereinbarten Zahlungen aufgekommen seien und das Geld nicht verdeckt von Sheikh Mansour beziehungsweise dem Eigentümer des Klubs stammte.

Die Kommission bewertet die Vorgänge genau umgekehrt.

Nach ihren Feststellungen wurden Gelder aus dem Umfeld des Eigentümers als kommerzielle Einnahmen dargestellt. Außerdem kritisierte sie das Verhalten des Klubs während der Untersuchung.

Dieser grundlegende Widerspruch dürfte nun im Zentrum des Einspruchs stehen.

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Die endgültigen Folgen stehen noch nicht fest

Trotz des veröffentlichten Urteils wurde die sportliche Sanktion gegen Manchester City bislang nicht festgelegt.

Über eine mögliche Strafe wird in einem getrennten Verfahren entschieden. Gleichzeitig will City gegen das eigentliche Urteil vorgehen.

Soriano hatte bereits erklärt, dass sich der Rechtsstreit noch erheblich länger hinziehen könnte.

Für die Kommission zeigen die Beweise ein über Jahre laufendes System, durch das City seine Finanzlage falsch dargestellt habe.

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Für Manchester City beruht derselbe Fall auf einer Anschuldigung, die laut Soriano grundsätzlich falsch ist.

Ob diese Verteidigung das bisherige Urteil noch verändern kann, wird nun zum entscheidenden nächsten Kapitel des Verfahrens.

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