Im Jahr 2017, nachdem er seinen fünften Ballon d’Or gewonnen hatte, machte Cristiano Ronaldo eine eindeutige Erklärung, die in der Fußballwelt für Aufsehen sorgte: Er halte sich für den größten Spieler der Geschichte. Diese kühne Aussage, die zu einem Zeitpunkt gemacht wurde, als er mit Lionel Messis Ballon d’Or-Anzahl gleichgezogen war, löste sofort eine Debatte aus und provozierte eine charakteristisch farbenfrohe Antwort der argentinischen Legende Diego Maradona.
Gegenüber France Football, wie von Goal.com berichtet, ließ Ronaldo keinen Raum für Zweifel an seiner Selbsteinschätzung. „Ich bin der beste Spieler der Geschichte, in guten wie in schlechten Zeiten“, bekräftigte er. Er führte seine wahrgenommene Vollständigkeit als Spieler aus und erklärte: „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der besser ist als ich. Das habe ich schon immer gedacht. Kein Fußballer kann die Dinge tun, die ich kann. Es gibt keinen kompletteren Spieler als mich. Ich spiele gut mit beiden Füßen, ich bin schnell, kraftvoll, kopfballstark, ich schieße Tore, ich gebe Vorlagen.“
Maradonas scharfe Erwiderung
Kurz nach Ronaldos Kommentaren suchte die spanische Publikation AS Maradona für eine Reaktion auf. Die anfängliche Antwort der argentinischen Ikone war direkt und abweisend. Als er nach Ronaldos Behauptung gefragt wurde, sagte Maradona einfach: „Sag ihm, er soll aufhören, sich lächerlich zu machen.“ Er bekräftigte diese Haltung, als er weiter dazu befragt wurde, wo eine solche Behauptung ihn im Pantheon der Fußballgrößen einordnete: „Deshalb habe ich gesagt: Hör auf, dich lächerlich zu machen.“
Maradonas vollständige Einschätzung war jedoch nuancierter, als seine anfängliche scharfe Erwiderung vermuten ließ. Obwohl er den Anspruch auf absolute Überlegenheit infrage stellte, drückte er auch Bewunderung für Ronaldos Qualitäten aus. Maradona beschrieb den portugiesischen Stürmer als „wunderbar“ und lobte seine entscheidende Zuverlässigkeit. „Eine weitere Sache, die ich an Cristiano Ronaldo anerkenne, ist, dass er da ist, wenn die Mannschaft ihn braucht. Das hat er“, sagte Maradona gegenüber AS. Er zog sogar einen Vergleich zum niederländischen Maestro Johan Cruyff und bemerkte: „Nach ‚El Flaco‘ Cruyff gab es nicht viele Spieler, die diese Qualität besaßen.“
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Als er seine eigene Liste der größten Fußballer aller Zeiten besprach, nannte Maradona Alfredo Di Stéfano, Cruyff und Messi als die unbestritten Besten, räumte aber ein, dass Cristiano Ronaldo „auch dazugehören könnte“. Maradona teilte auch seine Müdigkeit mit dem Ballon d’Or selbst und bemerkte: „Es ist sehr schwierig, einem Spieler nur einen Ballon d’Or zu geben. Denn einen an Cristiano und einen an Messi zu vergeben… das ist jetzt langweilig.“
Die sich entwickelnde GOAT-Debatte
Seit Ronaldos Erklärung von 2017 hat sich die Landschaft der „Größter aller Zeiten“-Debatte weiterentwickelt. Lionel Messi hat seinen legendären Status maßgeblich erweitert, indem er 2022 einen Weltmeistertitel mit Argentinien und 2023 einen beispiellosen achten Ballon d’Or gewann. Diese nachfolgenden Erfolge haben die Diskussion nur noch verstärkt und stellen sicher, dass die Suche nach dem definitiv größten Spieler des Fußballs so fesselnd und umstritten bleibt wie eh und je.
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