Brasiliens Legende Romario hat die Entlassung von Carlo Ancelotti gefordert, nachdem Brasilien überraschend aus der FIFA Weltmeisterschaft 2026 ausgeschieden ist. Der italienische Trainer steht nach der Achtelfinalniederlage der Seleção unter scharfer Kritik. Laut talkSPORT schlug der ehemalige brasilianische Stürmer sogar vor, Ancelotti solle sich wegen der enttäuschenden Kampagne des Teams rechtlichen Schritten stellen müssen.
Frühes Aus entfacht Wut
Brasiliens Kampagne fand im Achtelfinale ein jähes Ende, eine erhebliche Enttäuschung für eine Nation mit himmelhohen Erwartungen. Die südamerikanischen Giganten unterlagen Norwegen, wobei Erling Haaland einen Doppelpack erzielte, der sich als entscheidend erwies. Neymar gelang ein Trost-Elfmeter für Brasilien, doch es reichte nicht, um ihr frühestes WM-Ausscheiden seit dem Turnier von 1990 zu verhindern.
Romario, eine Schlüsselfigur bei Brasiliens WM-Triumph 1994 und Nationalspieler von 1987 bis 2005, nahm kein Blatt vor den Mund, als er Ancelottis Zukunft diskutierte. Wie von talkSPORT berichtet, bestand er darauf: „Er kann nicht Brasiliens Cheftrainer bleiben.“ Seine Frustration eskalierte weiter, als er überlegte, wie er die Situation als Verbandsfunktionär gehandhabt hätte. „Wäre ich für den Verband verantwortlich gewesen, wäre ich in die Umkleidekabine gegangen, hätte ihm gesagt, er solle zur Hölle fahren, und seinen Vertrag sofort zerrissen.“
Die Kritik des ehemaligen Stürmers erstreckte sich auf Ancelottis Leistung und das, was er als bevorzugte Behandlung durch die Medien ansah. „Das Spiel gegen Norwegen war eine Schande. Ich würde ihn sogar vor Gericht bringen. Dann werden wir sehen, was passiert, aber er kann nicht bleiben“, erklärte Romario. Er fügte hinzu: „Jetzt haben wir diesen verdammten Ancelotti, der verloren hat und weiter verlieren wird. Er hat bei dieser Weltmeisterschaft viele Fehler gemacht, und keiner von euch in den Medien sagt ein Wort.“
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Romario deutete auch an, dass es eine Doppelmoral in der Berichterstattung über den italienischen Trainer gebe. „Wäre er ein brasilianischer Trainer, hättet ihr ihn längst zerrissen. Aber weil er ein Ausländer ist, sagt niemand etwas.“
Zu den Entscheidungen, die Kritik hervorriefen, gehörte Ancelottis Wahl, den 34-jährigen Neymar trotz seiner jüngsten Verletzungsprobleme dem Chelsea-Stürmer Joao Pedro vorzuziehen.
Ancelotti bleibt trotzig
Im Gegensatz zu Romarios explosiven Äußerungen schlug Carlo Ancelotti nach Brasiliens Ausscheiden einen gemäßigteren Ton an. Der ehemalige Real-Madrid-Trainer bestand darauf, dass das enttäuschende Turnier als Beginn eines Neuaufbauprozesses und nicht als Ende eines Projekts betrachtet werden sollte.
„Wir müssen weiterarbeiten, uns verbessern und neue Ideen finden. Ich glaube, diese Niederlage ist nicht das Ende, sondern der Beginn eines neuen Zyklus“, sagte Ancelotti nach der Niederlage. Er reflektierte auch über die positiven Aspekte trotz des schmerzhaften Ausscheidens: „Für mich ist es ein enttäuschendes Ergebnis und ein großes Gefühl der Traurigkeit, aber es hinterlässt auch eine wirklich wertvolle Erfahrung, eine exzellente Arbeitsgruppe.“
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Da brasilianische Medien und ehemalige Spieler seine Entscheidungen weiterhin in Frage stellen, steht Ancelotti nun unter wachsendem Druck, ob er der richtige Mann ist, um die Seleção in das nächste Kapitel zu führen.
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