Rosenior nährt Zweifel an Garnachos Zukunft bei Chelsea
Rosenior beendet die Debatte nicht
Laut dem Bericht von Grey Whitebloom bei Sports Illustrated wurde Rosenior nach der 0:1 Niederlage gegen Manchester United direkt auf Berichte angesprochen, wonach Chelsea Garnacho schon im Sommer wieder verkaufen könnte. Der Trainer stellte zwar die Herkunft der Meldung infrage, vermied es aber, die Geschichte unmissverständlich zurückzuweisen. Stattdessen sagte er, es sei seine Aufgabe, den 21 Jährigen wieder auf sein bestes Niveau zu bringen. Genau diese Antwort hat die Diskussion weiter angeheizt, weil sie eben nicht wie ein klares Bekenntnis klang.
Seine Bilanz macht die Lage noch heikler
Nach Angaben auf der offiziellen Statistikseite der Premier League steht Garnacho in dieser Ligaspielzeit bei einem Tor, vier Vorlagen und zwei Gelben Karten in 1.267 Einsatzminuten für Chelsea. Das ist für einen Offensivspieler mit seinem Preisschild deutlich zu wenig. Hinzu kommt, dass er gegen Manchester United erneut keinen echten Einfluss auf das Spiel nehmen konnte, obwohl Chelsea in einer Phase dringend einen Unterschiedsspieler gebraucht hätte. Die Kritik dreht sich deshalb längst nicht mehr nur um Formschwankungen, sondern um die Frage, ob er sich in dieser Mannschaft überhaupt stabil durchsetzen kann.
Die Zweifel aus Manchester sind nie ganz verschwunden
Wie ESPN über Aussagen von Nicky Butt berichtete, war Garnachos Auftreten schon bei Manchester United intern ein Reizthema. Butt sprach von einer schlechten Haltung und sagte, der Flügelspieler habe viel zu früh einen Superstar Status bekommen. Solche Aussagen wirken besonders stark nach, wenn ein Spieler sportlich ohnehin keine überzeugende Saison spielt. Sie geben der Debatte über Garnacho eine zweite Ebene, denn plötzlich geht es nicht nur um Tore und Assists, sondern auch um Reife, Umgang mit Rückschlägen und darum, wie belastbar er in einem anspruchsvollen Umfeld wirklich ist.
Chelsea steht vor einer unangenehmen Sommerentscheidung
Wie talkSPORT berichtete, soll Chelsea bereit sein, Angebote für Garnacho zu prüfen, obwohl der Wechsel von Manchester United erst vor weniger als einem Jahr rund 40 Millionen Pfund gekostet haben soll. Ob es tatsächlich so weit kommt, wird auch davon abhängen, wie der Klub intern seine Entwicklung bewertet.
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Klar ist aber schon jetzt, dass Garnacho nicht mehr als langfristig unangreifbares Projekt wahrgenommen wird. Wenn ein Trainer in so einem Moment keine eindeutige Rückendeckung gibt, entsteht automatisch der Eindruck, dass ein Verkauf im Sommer zumindest kein unrealistisches Szenario mehr ist.
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