Drei Ausschläge während des Finales verzeichnet
Spaniens WM-Sieg über Argentinien erzeugte mehr als nur Lärm und Emotionen. Seismische Instrumente im ganzen Land registrierten Bodenerschütterungen, als die Fans die entscheidenden Momente des Finales feierten.
Spanien gewann nach Verlängerung mit 1:0, wobei Ferran Torres in der 106. Minute das einzige Tor erzielte. Laut dem offiziellen Spielbericht der FIFA sicherte der Sieg dem Land den zweiten Herren-Weltmeistertitel, 16 Jahre nach dem ersten.
Forscher identifizierten drei deutliche Ausschläge in der seismischen Aktivität während des Spiels:
- Die Feierlichkeiten nach Torres‘ Siegtreffer.
- Die Reaktion auf ein späteres Tor, das anschließend vom VAR annulliert wurde.
- Der Schlusspfiff, der das stärkste Signal des Abends erzeugte.
Laut dem Bericht von Digi24 zu den Erkenntnissen wurden ungewöhnliche Signale in Städten wie Algeciras, Barcelona, Cádiz und Granada festgestellt.
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Signale in ganz Spanien erfasst
Die Daten stammten von Instrumenten, die vom Nationalen Geographischen Institut Spaniens und dem Kartographischen und Geologischen Institut Kataloniens betrieben werden, zusammen mit dem seismischen Bildungsnetzwerk, das von Geosciences Barcelona geleitet wird.
Wie in dem detaillierten Bericht von Cadena SER beschrieben, verarbeitete der Forscher Jordi Díaz Messwerte von Stationen in Algeciras, Alcoy, Cádiz, Granada, Elda, Huelva, Granollers, Barcelona und Lleida.
Weitere Signale wurden von Bildungssensoren an mehreren katalanischen Standorten erfasst, darunter Sabadell, Mollet del Vallès, Santa Coloma de Gramenet, Banyoles, Olot und Torroella de Montgrí.
Die Aufzeichnungen stellten kein einzelnes Erdbeben dar, das sich durch Spanien bewegte. Stattdessen erfassten Instrumente in verschiedenen Gebieten lokale Bodenbewegungen, die von gleichzeitig feiernden Fans verursacht wurden.
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Menschliche Aktivität verursachte die Vibrationen
Wissenschaftler klassifizieren das Phänomen als induzierte Seismizität, was Bodenbewegungen bedeutet, die durch menschliche Aktivität und nicht durch natürliche tektonische Prozesse erzeugt werden.
Tausende von Menschen, die gleichzeitig auf öffentlichen Plätzen, in Häusern und Stadtvierteln sprangen, stampften und sich bewegten, erzeugten Vibrationen, die empfindliche Instrumente erfassen konnten. Die Signale waren im Allgemeinen zu schwach, um im Alltag wahrgenommen zu werden, und sollten nicht mit einem herkömmlichen Erdbeben verwechselt werden.
Laut der offiziellen Zusammenfassung von Geosciences Barcelona erfassten die Instrumente den genauen Moment, als Torres‘ Tor in der Verlängerung landesweite Feierlichkeiten auslöste.
Bemerkenswerterweise stammten die Signale von den Orten, an denen die Fans zuschauten, und nicht aus dem Stadion in New Jersey, wo das Finale ausgetragen wurde.
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Fußball hat Spanien schon früher erschüttert
Ähnliche Muster wurden bereits bei früheren Spielen Spaniens registriert. Sensoren erfassten Bodenbewegungen während des Halbfinals 2026 gegen Frankreich und des Achtelfinalsiegs über Portugal.
Dasselbe Phänomen wurde während des EM-Finales 2024 gegen England beobachtet. Die Feierlichkeiten nach Toren von Nico Williams und Mikel Oyarzabal erzeugten messbare Vibrationen in der Nähe großer Versammlungen in Madrid und Barcelona.
Die neuesten Messwerte bieten eine wissenschaftliche Aufzeichnung der spanischen WM-Feierlichkeiten: Tausende von einzelnen Reaktionen, die fast gleichzeitig stattfanden und stark genug waren, um eine messbare Spur unter mehreren Städten zu hinterlassen.
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