Cape Verde

WM-Kapitän unter polizeilicher Ermittlung wegen angeblicher Vergewaltigung der Team-Dolmetscherin

Kap Verdes WM-Kapitän Ryan Mendes steht in Neuseeland unter polizeilicher Ermittlung wegen angeblicher Vergewaltigung der Team-Dolmetscherin.

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Ryan Mendes, der Kapitän der kapverdischen Fußballnationalmannschaft, steht derzeit in Neuseeland unter polizeilicher Ermittlung wegen einer angeblichen Vergewaltigung, die sich Berichten zufolge im März dieses Jahres ereignet haben soll, wie Givemesport meldete. Die schwerwiegenden Vorwürfe kommen ans Licht, während Mendes seine Nation bei einem überraschenden Vorstoß ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 anführt.

Der mutmaßliche Vorfall ereignete sich am 27. März in Auckland, Neuseeland, wo das kapverdische Team für zwei Freundschaftsspiele gegen Neuseeland und Chile im Rahmen der FIFA Series untergebracht war. Das mutmaßliche Opfer ist eine in Neuseeland lebende brasilianische Frau, die vom neuseeländischen Fußballverband beauftragt worden war, während des Besuchs als Dolmetscherin für das kapverdische Team und dessen Personal zu fungieren.

Vorwürfe und medizinische Befunde

Laut der Anzeige soll Mendes das Hotelzimmer der Frau betreten haben, wo er sie gewürgt, geschlagen, gebissen und vergewaltigt haben soll, während sie versuchte, sich zu verteidigen. Ein anschließender medizinischer Bericht stellte Prellungen an verschiedenen Körperstellen fest, darunter am Hals und an den Lippen, sowie schmerzempfindliche Bereiche. Eine Genitaluntersuchung soll „zwei kreisförmige, berührungsempfindliche Läsionen an der Basis der kleinen Schamlippen“ identifiziert haben.

Das mutmaßliche Opfer und ihr Ehemann sandten am 10. Mai außergerichtliche Mitteilungen, einschließlich Beweismitteln und ihrer detaillierten Darstellung der Ereignisse, sowohl an den kapverdischen Fußballverband als auch an die FIFA. Während sie Berichten zufolge keine Antwort vom kapverdischen Fußballverband erhielten, wurden Screenshots früherer Gespräche mit Verbandsfunktionären in die rechtlichen Mitteilungen aufgenommen. Ein Funktionär soll die Angelegenheit als „Ryans persönliches Problem“ abgetan haben, eine Behauptung, der die Frau Berichten zufolge entgegenhielt, dass der Verband aufgrund ihrer Anstellung bei der Delegation zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Vorfalls involviert sei. Ein anderer Funktionär bestätigte, dass der Generalsekretär informiert worden sei und die Angelegenheit von entsprechendem Personal bearbeitet werde.

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Offizielle Reaktionen und laufende Ermittlungen

Die neuseeländische Polizei hat bestätigt, dass die Angelegenheit seit April untersucht wird. Es wurden jedoch keine Anklagen gegen Mendes bekannt gegeben, und der Vorwurf ist vor Gericht nicht bewiesen worden.

Sowohl New Zealand Football als auch die FIFA haben Erklärungen zu der anhaltenden Situation abgegeben. New Zealand Football erklärte: „Wir verstehen, dass diese Angelegenheit bei der neuseeländischen Polizei liegt, daher wären sie besser in der Lage, sich zu der Situation zu äußern.“

Die FIFA betonte in einer Erklärung gegenüber O Globo die Ernsthaftigkeit, mit der sie solche Vorwürfe behandelt: „Die FIFA nimmt jeden Vorwurf von Fehlverhalten äußerst ernst und hat einen klaren Prozess für jeden im Fußball, der einen Vorfall melden möchte. Grundsätzlich ist es wichtig zu verstehen, dass unabhängige Justizorgane sich nicht zu Vorwürfen äußern, die sie erhalten haben oder auch nicht, noch dazu, ob laufende Ermittlungen in den angeblichen Fällen stattfinden. Jegliche Informationen, die sie teilen möchten, werden nach ihrem Ermessen mitgeteilt. Die FIFA steht in Kontakt mit den neuseeländischen Behörden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Kommentare abgeben können.“

Mendes hat Kap Verde in allen drei Gruppenspielen als Kapitän angeführt und der drittkleinsten Nation in der Geschichte der Weltmeisterschaft nach Unentschieden gegen Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien zum Weiterkommen verholfen. Er ist derzeit nur einen Einsatz von seinem 100. Länderspiel entfernt. Kap Verde soll am Freitag, den 3. Juni, im Achtelfinale der Weltmeisterschaft im Miami-Stadion gegen Argentinien antreten.

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