Ein Sieg, der einen Feiertag wert ist
Ecuadors Sieg über Deutschland bei der Weltmeisterschaft 2026 wurde nicht nur mit Gesängen, Flaggen und Straßenfesten gefeiert. Er bescherte dem Land auch einen unerwarteten freien Tag.
Nachdem Ecuador im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, Deutschland nach Rückstand mit 2:1 besiegt hatte, verkündete Präsident Daniel Noboa, dass der Freitag ein gesetzlicher Feiertag sein würde.
Laut dem Bericht von Ekstra Bladet über Ecuadors Feierlichkeiten nach dem Spiel teilte Noboa die Entscheidung kurz nach dem Schlusspfiff auf X mit und lobte die Spieler und den Trainerstab dafür, dem Land einen Moment nationaler Freude beschert zu haben.
„Dank an die Spieler und den Trainer, die trotz der Kritik, der Angriffe und der schwierigen Zeiten, die sie durchgemacht haben, es geschafft haben, wieder aufzustehen und diesem Land diese Freude zu bringen. Morgen ist Feiertag. Es lebe Ecuador“, schrieb Noboa.
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Die Ankündigung verdeutlichte die Bedeutung des Moments. Ecuador war mit Druck in das Spiel gegangen und brauchte ein Ergebnis gegen eine der traditionellen Großmächte des internationalen Fußballs. Am Ende des Abends hatten sie nicht nur Deutschland besiegt, sondern sich auch einen Platz in der K.-o.-Phase gesichert.
Vom frühen Rückschlag zum späten Ruhm
Ecuadors Gruppenphase hatte schlecht begonnen. Sie verloren ihr Eröffnungsspiel mit 0:1 gegen die Elfenbeinküste, spielten dann 0:0 gegen Curaçao, wodurch ihre Hoffnungen vor dem Deutschland-Spiel am seidenen Faden hingen.
Die Situation wurde nach nur zwei Minuten noch schwieriger, als Leroy Sané Deutschland in Führung brachte. Ecuadors Antwort erfolgte umgehend. Nilson Angulo erzielte in der neunten Minute den Ausgleich, das erste Tor seines Landes im Turnier, und machte das Spiel wieder zu einem echten Wettkampf.
Wie Ronald Blum in dem Bericht der Associated Press über Ecuadors Sieg über Deutschland berichtete, kam der entscheidende Moment in der 77. Minute, als Gonzalo Plata den Ball nach einer von Kevin Rodríguez verlängerten Ecke an Manuel Neuer vorbeistocherte.
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Das Tor versetzte Ecuadors Spieler, Betreuer und Fans in Feierlaune. Es vollendete auch eine Aufholjagd, die nach den ersten beiden Spielen des Teams unwahrscheinlich schien.
Ein Land im Fußballfieber
Der Sieg brachte Ecuador auf vier Punkte und beförderte sie als eines der besten drittplatzierten Teams weiter. Es war erst das zweite Mal in der WM-Geschichte des Landes, dass sie die Gruppenphase überstanden, und das erste Mal seit 2006.
Für Ecuador erklärt dieser Kontext die Stärke der Reaktion. Dies war nicht nur ein Überraschungssieg über Deutschland. Es war die Rettung einer Kampagne, die kurz vor dem Zusammenbruch stand.
Gonzalo Plata beschrieb die emotionale Bedeutung des Moments nach dem Spiel.
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„Das Leben ist jetzt anders. Wir haben viel gelitten“, sagte er. „Wir haben in den ersten beiden Spielen zu viel gelitten. Wir hätten uns gewünscht, die Qualifikation viel früher zu sichern, aber jetzt gehen wir hungriger voran, wissend, dass wir alles geben müssen.“
Die Stimmung im Stadion spiegelte diese Erleichterung wider. Mehr als 80.000 Menschen besuchten das Spiel im MetLife Stadium, wobei Ecuadors gelbe Trikots große Teile der Menge dominierten.
K.-o.-Träume statt Überlebensängste
Ecuador hatte sich darauf vorbereitet, zu ihrem Trainingsstützpunkt in Columbus, Ohio, zurückzukehren, anstatt nach Südamerika heimzufliegen. Nun wird die Weltmeisterschaft für das Team weitergehen.
Ihr Gegner in der Runde der letzten 32 steht noch nicht fest, aber der Sieg über Deutschland hat die Stimmung des Turniers für die Mannschaft von Sebastián Beccacece bereits verändert. Ein Team, das nach zwei schwierigen Spielen kritisiert worden war, nimmt nun Schwung mit in die K.-o.-Runde.
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Für Deutschland war die Niederlage in praktischer Hinsicht weniger schmerzhaft, da sie sich bereits als Gruppensieger qualifiziert hatten. Für Ecuador bedeutete sie alles.
Der Feiertag mag nur einen Tag dauern. Die Erinnerung an den Sieg wird viel länger bleiben.
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