Ein Projekt mit Mbappé im Mittelpunkt
Die nächste Version von Real Madrid nimmt Gestalt an, und Kylian Mbappé soll dabei im Mittelpunkt stehen.
Laut Peter Smith in der Analyse von Sky Sports zu José Mourinhos Prioritäten bei Real Madrid besteht eine von Mourinhos größten Aufgaben darin, eine Formel zu finden, die es Madrid ermöglicht, das Beste aus Mbappé herauszuholen und gleichzeitig seine Zahlen in Trophäen umzuwandeln.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Mbappé hat individuell nicht versagt. Sky Sports merkt an, dass er in seinen ersten beiden Saisons im Verein 86 Tore erzielt hat. Das Problem ist, dass diese Tore bisher nur den europäischen Supercup und den FIFA-Interkontinental-Pokal eingebracht haben, während Madrid zwei Saisons ohne eine große Trophäe geblieben ist.
Für Mourinho besteht die Herausforderung daher nicht nur darin, Mbappé Tore schießen zu lassen. Es geht darum, eine Teamstruktur aufzubauen, in der seine Tore die Grundlage einer siegreichen Mannschaft bilden.
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Mehr Raum, weniger Zeit als reine Nummer neun
Wie Sergio López de Vicente in AS‘ Artikel über Madrids „Ökosystem“ für Mbappé berichtet, ist es der Plan des Vereins, den Franzosen zur „Achse“ des Projekts zu machen. Die Idee ist, ein Umfeld zu schaffen, das es ihm ermöglicht, den Ball öfter außerhalb des Strafraums zu erhalten, mit Raum zum Laufen und Platz für Schüsse von der Strafraumgrenze.
Das wäre eine subtile, aber wichtige Änderung. Anstatt Mbappé hauptsächlich als feste Nummer neun einzusetzen, will Madrid ihn in Positionen sehen, in denen seine Beschleunigung und sein Abschluss natürlicher genutzt werden können.
Mourinho erwägt Berichten zufolge seine bekannte 4-2-3-1-Formation. In dieser Aufstellung könnte Vinícius Júnior aus einer etwas tieferen Rolle starten, während Jude Bellingham höher spielen und Präsenz im Strafraum bieten könnte, wenn Mbappé sich aus der zentralen Stürmerzone entfernt.
Ziel ist es nicht, Mbappés Einfluss zu verringern. Es geht darum, ihm mehr Möglichkeiten zu geben, Gegnern wehzutun.
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Mbappé akzeptiert, dass er sich ohne Ball verbessern muss
Der Plan erfordert auch etwas von Mbappé selbst. Seine Defensivarbeit und sein Engagement ohne Ball wurden in Madrid hinterfragt, und der französische Stürmer hat nun eingeräumt, dass er sich in diesem Bereich verbessern muss.
„Ich muss in der Defensive einen Schritt nach vorne machen. Ich war schon immer anspruchsvoll mit mir selbst und ich denke, ich muss mich in diesem Aspekt verbessern. Es ist wichtig für die Mannschaft und ich werde es tun, angefangen bei dieser Weltmeisterschaft“, sagte Mbappé.
Dieses Eingeständnis ist wichtig für Mourinho. Seine besten Teams basierten in der Regel auf kollektiver Disziplin, Kompaktheit und einer gemeinsamen defensiven Verantwortung. Wenn Mbappé das Gesicht von Madrids neuem Projekt sein soll, muss er auch dieser kollektiven Anforderung gerecht werden.
Es ist eine Sache, um einen Superstar herum zu bauen. Es ist eine andere, sicherzustellen, dass der Superstar hilft, die Struktur zusammenzuhalten.
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Verpflichtungen mit sportlicher und persönlicher Logik
Madrids Sommertransfers scheinen auch zum umfassenderen Mbappé-Plan zu passen.
AS beschreibt die Ankunft von Ibrahima Konaté und Bernardo Silva als Teil eines Umfelds, das ihn auf und neben dem Platz unterstützen kann. Konaté ist ein französischer Teamkollege, während Bernardo Mbappé seit ihrer gemeinsamen Zeit in Monaco kennt.
Denzel Dumfries wird ebenfalls als weiterer Spieler mit einer engen Beziehung zum französischen Lager erwähnt, teilweise durch seine Verbindung zu Marcus Thuram. Der Punkt ist nicht nur taktisch. Madrid scheint eine Kabinenstruktur zu schaffen, in der sich Mbappé unterstützt, verstanden und zentral fühlt.
Das bedeutet nicht, dass der Kader fertig ist. Madrid wird voraussichtlich noch nach mindestens einem weiteren Innenverteidiger und einem Mittelfeldspieler suchen, wobei Enzo Fernández und Matheus Fernandes zu den Namen gehören, die mit dem Mittelfeld in Verbindung gebracht werden.
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Eine riesige Saison für Mourinho und Mbappé
Der Druck ist offensichtlich. Madrid baut nicht um ein junges Talent herum. Sie bauen um einen der prägendsten Spieler seiner Generation herum, in einem Verein, in dem individuelle Brillanz am kollektiven Erfolg gemessen wird.
Mbappé hat bereits Tore geliefert. Jetzt braucht Madrid ihn, um Titel zu liefern.
Für Mourinho ist dies eine der zentralen Fragen seiner Rückkehr ins Bernabéu. Kann er einen Kader voller großer Persönlichkeiten vereinen, Madrids Schärfe wiederherstellen und Mbappé von einer statistischen Größe zum Anführer eines siegreichen Systems machen?
Die Antwort wird weit mehr als Madrids Taktik definieren. Sie könnte die zweite Ära Mourinhos definieren.
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