Zinedine Zidane

Zidanes Ernennung zum Frankreich-Trainer stößt auf unerwartete Gehaltshürde von 450.000 €

Zidanes erwartete Ernennung zum Frankreich-Trainer stößt auf eine unerwartete Gehaltsobergrenze von 450.000 €, die eine Ausnahmegenehmigung erfordern könnte.

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Die erwartete Ernennung von Zinedine Zidane zum französischen Nationaltrainer ist auf ein unerwartetes politisches Hindernis gestoßen, da ein Gesetzesentwurf droht, die Höhe der Gehälter, die der französische Fußballverband seinen Angestellten zahlen darf, zu beschränken.

Der ehemalige Trainer von Real Madrid bleibt der klare Favorit, um Didier Deschamps zu ersetzen, der vor über einem Jahr bestätigte, dass er nach der Weltmeisterschaft 2026 zurücktreten würde.

Deschamps‘ Amtszeit ist jedoch noch nicht ganz beendet. Frankreich bestreitet noch ein Spiel um Platz drei gegen England, bevor seine 14-jährige Amtszeit offiziell endet.

Zidane hat seit seinem Abschied von Real Madrid im Jahr 2021 nicht mehr trainiert, doch Berichte haben ihn immer wieder als Deschamps‘ wahrscheinlichen Nachfolger genannt. FFF-Präsident Philippe Diallo hat erklärt, er wisse, wer der nächste Trainer sein werde, ohne den Namen öffentlich zu nennen.

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Gesetzesentwurf schafft Gehaltsproblem

Das Hindernis entstand aus einem französischen Gesetzesentwurf zur Organisation, Verwaltung und Finanzierung des Profisports.

Ein gemeinsamer Ausschuss von Senatoren und Mitgliedern der Nationalversammlung einigte sich am 8. Juli darauf, dass die jährlichen Bruttogehälter von Führungskräften und Angestellten delegierter Sportverbände generell auf 450.000 € begrenzt werden sollten.

Laut einem Bericht von L’Équipe über den potenziellen Zidane-Vertrag basiert diese Zahl auf der maximalen Vergütung, die dem Vorsitzenden bestimmter staatlicher Unternehmen zusteht.

Die Maßnahme würde für den FFF gelten und somit den Nationaltrainer sowie potenziell einige Mitglieder seines Stabs betreffen.

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Die Gehaltsobergrenze ist jedoch noch nicht Gesetz geworden. Der gemeinsame Ausschuss hat sich auf den Wortlaut geeinigt, doch der vollständige Gesetzesentwurf muss noch von beiden Kammern des Parlaments förmlich genehmigt und im Amtsblatt Frankreichs veröffentlicht werden.

Regierung könnte Ausnahmegenehmigung erteilen

Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf stellt kein absolutes Verbot von Gehältern über 450.000 € dar.

Der FFF könnte eine Ausnahmegenehmigung beim französischen Sportministerium beantragen, die es ihm ermöglichen würde, Zidane ein deutlich höheres Gehaltspaket anzubieten. L’Équipe berichtet, dass eine solche Genehmigung als wahrscheinlich gilt, falls der Verband sie beantragt.

Ohne eine Ausnahmegenehmigung läge die Obergrenze Berichten zufolge fast zehnmal niedriger als die Gesamtvergütung, die Deschamps erhielt.

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Diese Diskrepanz macht es unwahrscheinlich, dass Zidane einen Standardvertrag unter der vorgeschlagenen Grenze akzeptieren würde, insbesondere angesichts seiner Erfolgsbilanz und seines internationalen Profils.

Der 54-Jährige gewann in seinen beiden Amtszeiten bei Real Madrid drei Champions-League-Titel in Folge und zwei spanische Meisterschaften. Seit seinem Abschied vom spanischen Klub hat er auch mehrere Angebote abgelehnt, während er auf die Verfügbarkeit der Position in Frankreich wartete.

Ministerin hält Zidane für eine gute Wahl

Sportministerin Marina Ferrari deutete an, dass sie Zidane positiv bewerte, als sie auf France 2 zu Deschamps‘ Nachfolger befragt wurde.

Sie bezeichnete ihn als „eine gute Wahl“ für die Nationalmannschaft, betonte jedoch, dass die Auswahl des nächsten Trainers nicht in ihrer Verantwortung liege.

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„Wissen Sie, es ist nicht Sache des Sportministers, eine Position zur Wahl des Nationaltrainers einzunehmen“, sagte Ferrari, wie von L’Équipe zitiert.

Ihr Ministerium könnte sich dennoch direkt einmischen, indem es jeden Antrag auf Überschreitung der Gehaltsobergrenze genehmigt.

Das schafft eine ungewöhnliche Situation, in der die Regierung den Trainer nicht formell auswählen würde, aber die finanziellen Bedingungen, die dem FFF zur Verfügung stehen, beeinflussen könnte.

FFF steht vor heikler Entscheidung

Es gibt noch einen weiteren möglichen Weg für den Verband.

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Sollten Zidane und der FFF bereits einen Vertrag unterzeichnet haben, könnte die vorgeschlagene Grenze die Vereinbarung möglicherweise nicht beeinflussen. Der Verband hat es abgelehnt zu bestätigen, ob ein Deal abgeschlossen wurde.

Die Parteien könnten den Vertrag theoretisch vor der formellen Verabschiedung des Gesetzes abschließen, doch L’Équipe merkt an, dass dies als Versuch interpretiert werden könnte, die neuen Vorschriften zu umgehen.

Berichte Anfang 2026 deuteten darauf hin, dass Zidane bereits eine mündliche Vereinbarung getroffen hatte, den Job zu übernehmen. Er hat das Coaching Frankreichs lange als Ambition beschrieben, während Deschamps ihn zuvor als den „natürlichen“ und „erwarteten“ Nachfolger bezeichnete.

Die Gehaltsfrage scheint daher eher die offizielle Bekanntgabe zu verzögern, als Zidanes Ernennung gänzlich zu verhindern.

Frankreichs bevorzugter Nachfolger ist klar. Die verbleibende Frage ist, ob der FFF seine Unterschrift sichern kann, ohne zuvor die Regierung um Erlaubnis zu bitten.

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