Das größte Turnier der FIFA ist auch zu ihrer größten Geldmaschine geworden.
Der globale Fußballverband wird voraussichtlich Einnahmen von 15 Milliarden US-Dollar nach der Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko bekannt geben. Die gemeldete Zahl liegt deutlich über der ursprünglichen Prognose der FIFA und ihrer später revidierten Schätzung.
Der endgültige Betrag ist noch nicht in einem öffentlich zugänglichen, geprüften Finanzbericht erschienen, aber die Mitgliedsverbände wurden Berichten zufolge von FIFA-Präsident Gianni Infantino vor dem WM-Finale über die Erhöhung informiert.
Einnahmen übertreffen ursprüngliches Ziel deutlich
Laut Nick Ames und Matt Hughes vom The Guardian bereitet sich die FIFA darauf vor, Einnahmen von 15 Milliarden US-Dollar bekannt zu geben, rund 4 Milliarden US-Dollar über ihrem ursprünglichen Ziel von 11 Milliarden US-Dollar.
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Die FIFA erhöhte ihre Prognose daraufhin auf etwa 13 Milliarden US-Dollar, doch die kommerzielle Leistung des Turniers scheint selbst diese revidierte Zahl übertroffen zu haben.
Der ursprüngliche Haushalt des Dachverbandes für den Finanzzyklus 2023–2026 sah Gesamteinnahmen von 11 Milliarden US-Dollar vor. Aus Fernsehrechten wurden 4,26 Milliarden US-Dollar erwartet, während Marketingvereinbarungen auf 2,69 Milliarden US-Dollar geschätzt wurden.
Ticketverkäufe und Hospitality sollten ursprünglich weitere 3,1 Milliarden US-Dollar einbringen.
Katar-Vergleich bedarf der Korrektur
Die Behauptung, die Weltmeisterschaft 2022 habe 7,5 Milliarden US-Dollar generiert, ist nicht ganz korrekt.
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Laut offiziellem Finanzbericht der FIFA für den Zyklus 2019–2022 erwirtschaftete die Organisation über den gesamten Vierjahreszeitraum 7,57 Milliarden US-Dollar.
Davon stammten 6,31 Milliarden US-Dollar aus Rechten und Einnahmen im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft in Katar. Das Turnier 2022 generierte allein aus Ticketverkäufen und Hospitality 929 Millionen US-Dollar.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da Zahlen für einzelne Turniere und vollständige Vierjahres-Finanzzyklen oft austauschbar dargestellt werden. Ein endgültiger Vergleich mit 2026 wird die geprüften Bilanzen der FIFA erfordern, um genau aufzuzeigen, wie die neuen Einnahmen zugewiesen wurden.
Ticketmarkt befeuert Finanzboom
Die erweiterte Weltmeisterschaft bot der FIFA erheblich mehr zu verkaufendes Inventar. Der Wettbewerb wuchs von 32 auf 48 Teams und von 64 auf 104 Spiele, wodurch zusätzliche Übertragungsinhalte, Sponsoringmöglichkeiten und Millionen weitere verfügbare Tickets geschaffen wurden.
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Hospitality und der offizielle Wiederverkaufsmarkt spielten Berichten zufolge eine große Rolle dabei, die Einnahmen über die Erwartungen hinaus zu steigern.
Die FIFA erhob eine Gebühr von 15 Prozent sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer, wenn Tickets über ihre Plattform weiterverkauft wurden. Das bedeutete, dass die Organisation 300 US-Dollar an Gebühren aus dem Weiterverkauf eines einzelnen 1.000-US-Dollar-Tickets einnehmen konnte.
Hospitality-Pakete für das Finale zwischen Spanien und Argentinien wurden kurz vor dem Spiel noch für bis zu 34.500 US-Dollar pro Person beworben.
FIFA plant bereits weitere Expansion
Der finanzielle Erfolg kommt zu einem Zeitpunkt, da die FIFA erwägt, die Weltmeisterschaft noch weiter zu vergrößern.
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Laut Reuters, veröffentlicht von Al Jazeera, hat Infantino bestätigt, dass ein Vorschlag zur Erweiterung des Turniers 2030 von 48 auf 64 Teams von den zuständigen FIFA-Komitees geprüft wird.
Es wurde noch keine Entscheidung getroffen, was bedeutet, dass eine Weltmeisterschaft mit 64 Teams ein Vorschlag und kein bestätigtes Format bleibt.
Nach den außergewöhnlichen Einnahmen, die in Nordamerika erzielt wurden, hat die FIFA nun jedoch ein starkes finanzielles Argument dafür, weitere 16 Teams hinzuzufügen und die Anzahl der Spiele möglicherweise erneut zu erhöhen.
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