Novak Djokovic hat in seltener Offenheit eingeräumt, dass sein Körper sich nicht mehr so erholt wie früher.
Der 24-malige Grand-Slam-Sieger erklärte in der Sendung CBS Mornings, dass ihn die körperlichen Belastungen von mehr als zwei Jahrzehnten an der Weltspitze daran gehindert hätten, im Wimbledon-Halbfinale auf Augenhöhe mit Jannik Sinner zu spielen.
„Der Körper reagiert inzwischen anders – und das ist einfach Biologie“, sagte Djokovic dem US-Sender.
„Der Verschleiß nach mehr als 20 Jahren auf höchstem Niveau fordert einfach seinen Tribut“, fügte er hinzu.
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Sinner besiegte ihn am Freitag, dem 10. Juli, mit 6:4, 6:4 und 6:4. Der Italiener musste im gesamten Match keinen einzigen Breakball abwehren. Auf die Frage nach den Gründen verwies Djokovic direkt auf die vorherige Runde.
„Ich konnte mich für das Halbfinale einfach nicht vollständig erholen und war nicht so frisch, wie ich es gerne gewesen wäre.“
Gleichzeitig betonte er:
„Das soll Sinners Leistung keineswegs schmälern. Er hat das Turnier verdient gewonnen.“
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Die fünfstündige Kraftprobe forderte ihren Preis
Drei Tage zuvor hatte Djokovic Félix Auger-Aliassime auf dem Centre Court mit 7:6, 3:6, 6:3, 6:7 und 7:6 nach einem Super-Tiebreak im fünften Satz besiegt.
Die Partie dauerte fünf Stunden und 15 Minuten und war damit das längste Wimbledon-Viertelfinale der Geschichte. Gespielt wurde am Dienstag, dem 7. Juli. Bereits im ersten Satz zog sich Djokovic eine Verletzung zu, spielte die Begegnung jedoch zu Ende.
Ihm war damals bereits bewusst, welchen Preis dieser Sieg kosten könnte.
„Ich wünschte, es wäre schon das Finale gewesen. Dann müsste ich mir keine Gedanken darüber machen, wie sich mein Körper morgen anfühlen wird. Aber natürlich bin ich glücklich“, sagte er nach dem Viertelfinalsieg. Zwei Tage zur Erholung reichten letztlich nicht aus.
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Jedes kleine Prozent zählt
Mit 39 Jahren, so Djokovic, gehe es im Duell mit der jungen Generation inzwischen um jedes noch so kleine Detail.
„Ich versuche, jedes zusätzliche Prozent herauszuholen, um auch weiterhin auf höchstem Niveau mit den jungen Spielern mithalten zu können“, erklärte er bei CBS Mornings.
Auf die Frage nach seinem größten Rivalen antwortete er ohne zu zögern:
„Ich selbst.“
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Sinner verteidigte seinen Titel schließlich am Sonntag, dem 12. Juli, erfolgreich. Er besiegte Alexander Zverev mit 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3 und 6:4 und gewann damit seinen zweiten Wimbledon-Titel sowie seinen fünften Grand-Slam-Triumph.
Jagd auf Grand-Slam-Titel Nummer 25
Im Gespräch mit CBS blickte Djokovic außerdem auf die US Open voraus. Dort möchte er seinen fünften Titel in New York und gleichzeitig seinen 25. Grand-Slam-Erfolg feiern.
Die besondere Atmosphäre in New York sei einer der Hauptgründe dafür, dass er weiterhin auf höchstem Niveau antrete.
„Für mich sind die US Open der unterhaltsamste und aufregendste Grand Slam“, sagte er.
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„Einer der wichtigsten Gründe, warum ich noch immer spiele, ist die Energie der Zuschauer.“



