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Trumps Iran-Konflikt zwingt Formel 1 zu historischem Malaysia-Notfallplan

Der Große Preis von Bahrain wird wegen der militärischen Lage im Nahen Osten in Malaysia ausgetragen. Für Mercedes, Audi und die übrigen Teams entsteht dadurch ein brutaler Dreifachblock, während Katar…

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Donald Trumps Konfrontation mit dem Iran hat nun auch den Kalender der Formel 1 grundlegend verändert.

Der ursprünglich in Bahrain geplante Grand Prix wird vom 2. bis 4. Oktober auf dem Sepang International Circuit in Malaysia ausgetragen.

Das Rennen behält offiziell den Namen Großer Preis von Bahrain, obwohl es auf einer Strecke stattfindet, die seit 2017 nicht mehr zum Formel-1-Kalender gehörte.

Nach der offiziellen Mitteilung der Formel 1 und der FIA steht die Vereinbarung noch unter dem Vorbehalt letzter Verträge und der Zustimmung des Motorsport-Weltrats.

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Die ungewöhnliche Lösung soll verhindern, dass Bahrain sein Rennen vollständig verliert, ohne Teams und Mitarbeiter in ein weiterhin unsicheres Gebiet zu schicken.

Drei Rennen in drei Wochen

Für Mercedes, Audi und die anderen Teams bedeutet der neue Termin eine erhebliche logistische Belastung.

Die Formel 1 fährt zunächst vom 24. bis 26. September in Aserbaidschan. Bereits eine Woche später folgt das Rennen in Malaysia, bevor der gesamte Tross direkt zum Grand Prix von Singapur weiterzieht.

Autos, Ersatzteile und Ausrüstung müssen innerhalb weniger Tage über mehrere Zeitzonen transportiert werden.

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Die sportlichen Auswirkungen könnten ebenfalls erheblich sein. In der entscheidenden Phase der Weltmeisterschaft erhalten die Teams kaum Zeit, technische Probleme zu analysieren oder neue Teile zwischen den Rennen zu produzieren.

Sepangs hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit erhöhen zusätzlich die körperliche Belastung für Fahrer und Mechaniker.

Bahrain und Saudi-Arabien fielen im April aus

Bahrain und Saudi-Arabien sollten ursprünglich im April zwei aufeinanderfolgende Rennen austragen.

Formula 1 entschied gemeinsam mit der FIA und den Veranstaltern, beide Termine wegen der Lage im Nahen Osten nicht durchzuführen.

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In der damaligen offiziellen Erklärung zur Absage betonte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem, dass die Sicherheit der Formel-1-Gemeinschaft Vorrang habe.

Saudi-Arabien wurde bislang nicht wieder in den Kalender aufgenommen.

Bahrain rettet seinen Grand Prix nun durch das ungewöhnliche Abkommen mit Malaysia.

Trump stoppt Angriffe nur vorläufig

Die Kalenderkrise entstand während der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran.

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Trump ordnete neue Angriffe auf iranische Ziele an und drohte mit weiteren Attacken auf Infrastruktur, falls Teheran Schiffe oder amerikanische Einrichtungen angreifen sollte.

Der Präsident hat die US-Angriffe inzwischen vorläufig ausgesetzt und auf diplomatische Gespräche verwiesen.

Die Lage bleibt dennoch instabil.

Laut dem Bericht der Associated Press über die jüngsten US-Operationen wurden neben militärischen Einrichtungen auch Brücken, Kommunikationssysteme und Energieanlagen getroffen.

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Weitere Angriffe in Saudi-Arabien, Jordanien und anderen Teilen der Region zeigen, dass eine dauerhafte Entspannung nicht garantiert ist.

Katar und Abu Dhabi bleiben im Kalender

Die Formel 1 hat erklärt, dass alle übrigen Rennen wie geplant stattfinden sollen.

Katar ist für den 27. bis 29. November vorgesehen. Das Saisonfinale in Abu Dhabi folgt vom 4. bis 6. Dezember.

Beide Rennen sind wirtschaftlich und sportlich von großer Bedeutung.

Die Verantwortlichen beobachten die Sicherheitslage jedoch weiterhin. RACER berichtete über die laufenden Gespräche zwischen Formel 1, Regierungen und Veranstaltern.

Bislang gibt es keine offizielle Entscheidung gegen Katar oder Abu Dhabi. Das Beispiel Bahrain zeigt aber, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.

Teure Abhängigkeit vom Golf

Die Formel 1 hat ihre wirtschaftliche Präsenz im Nahen Osten über viele Jahre ausgebaut.

Neben hohen Veranstaltungsgebühren fließt Geld aus der Region über Sponsoren, Fluggesellschaften, Ölkonzerne und Staatsfonds in den Sport.

Der Financial Times zufolge standen durch die ursprünglichen Ausfälle in Bahrain und Saudi-Arabien rund $100 Millionen an Veranstaltergebühren auf dem Spiel.

Die Golfstaaten haben zur finanziellen Expansion der Formel 1 beigetragen.

Der aktuelle Konflikt zeigt nun die Kehrseite dieser Strategie.

Trumps Entscheidungen haben nicht nur Ölpreise, Luftverkehr und internationale Politik beeinflusst.

Sie schicken den Großen Preis von Bahrain nun nach Malaysia.

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