Messis Interview aus dem Dezember sorgt in Buenos Aires erneut für Schlagzeilen – ein Satz erklärt warum

Monate nach dem Gespräch wird eine Aussage des Argentiniers völlig neu interpretiert und steht nun wieder im Mittelpunkt der Debatte.

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Acht Tage nach Argentiniens 0:1-Niederlage gegen Spanien im WM-Finale im MetLife Stadium ist das Interview, auf das sich südamerikanische Medien derzeit immer wieder beziehen, nicht aus dem Juli – sondern aus dem Dezember.

Das ausführliche ESPN-SportsCenter-Exklusivinterview mit Lionel Messi, das vor dem MLS-Cup-Finale von Inter Miami am 6. Dezember aufgezeichnet wurde, wird seit Tagen erneut intensiv analysiert.

Messis Lob für Pep Guardiola wird als eigenständiger Clip verbreitet. Seine Aussage, er wolle seine Zukunft „Tag für Tag“ angehen, wird immer wieder zitiert. Und ein einziger Satz darüber, das Turnier notfalls von der Tribüne aus zu verfolgen, wirkt im Nachhinein fast wie eine Prophezeiung.

„Für mich ist Guardiola einzigartig“

Am häufigsten wird in argentinischen und brasilianischen Medien Messis Einschätzung seines früheren Trainers beim FC Barcelona aufgegriffen.

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Als er gefragt wurde, wo Pep Guardiola in der Rangliste der besten Trainer einzuordnen sei, wollte Messi ihn nicht einfach nur als „den Besten“ bezeichnen – stattdessen wählte er ein anderes Wort.

„Für mich ist Guardiola einzigartig. Es gibt außergewöhnlich gute Trainer, aber er hat etwas Besonderes. Für mich ist er der Beste von allen“, sagte Messi laut der spanischen Transkription, die ESPN Mexiko veröffentlichte.

Anschließend erklärte er, was Guardiola aus seiner Sicht so besonders macht.

„Wenn es darum geht, Spiele zu lesen, vorzubereiten und mit den Spielern zu kommunizieren, ist er unglaublich komplett. Er ist der Beste.“

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Guardiola habe seine Fußballphilosophie überall erfolgreich umgesetzt.

„Er ist in andere Länder gegangen und hat dort weiter Titel gewonnen. Es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern darum, wie seine Mannschaften gespielt haben.

Beim FC Bayern hat er zwar nicht die Champions League gewonnen, aber die Art verändert, wie in Deutschland Fußball gespielt wird. Dasselbe hat er später mit Manchester City in England geschafft.“

Messi erinnerte sich außerdem daran, dass er Guardiola während seiner Zeit in Barcelona mehrfach um Freigabe bat, um nach Argentinien reisen zu können.

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„Ich hatte – in Anführungszeichen – Diskussionen mit Pep, weil ich manchmal nicht wegwollte oder die Termine nicht passten.

Aber er hat mich immer verstanden, mich gehen lassen und mir die Erlaubnis gegeben“, sagte Messi laut dem argentinischen Medium Hoy Día. „Das hat mich sehr inspiriert.“

Der Satz, der heute wie eine Prophezeiung wirkt

Sieben Monate vor der Weltmeisterschaft wurde Messi gefragt, ob er überhaupt dabei sein werde. Seine damalige Antwort wird inzwischen überall zitiert.

„Ich hoffe, dass ich dabei sein kann. Ich würde sehr gerne dabei sein. Ich werde das Tag für Tag angehen, ehrlich und realistisch.“

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Besonders dieser Satz wird in Lateinamerika derzeit immer wieder hervorgehoben: „Im schlimmsten Fall werde ich das Turnier live von der Tribüne aus verfolgen – und auch das wäre etwas Besonderes.“

Am Ende war Messi tatsächlich dabei. Er absolvierte jede K.-o.-Runde und beendete das Turnier mit acht Toren und vier Vorlagen, ehe Ferran Torres mit seinem Treffer in der 106. Minute Argentiniens Titelverteidigung beendete.

„Día a día“ – „Tag für Tag“ – ist inzwischen der Ausdruck, mit dem argentinische Analysten beschreiben, wie Messi mit der Niederlage umgeht.

Keine Antwort auf die Zeit nach dem Fußball

Trotz der intensiven Analyse des Interviews bleibt ein Thema außen vor: Messi sprach nicht darüber, wie sein Leben nach dem Fußball aussehen könnte.

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Auch hier blieb er bei derselben Formulierung, die er seit zwei Jahren verwendet: Tag für Tag.

„Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt denke ich im Moment nicht darüber nach. Das erscheint mir noch ziemlich weit weg. Wie ich schon gesagt habe, lebe ich von Tag zu Tag und konzentriere mich auf die Gegenwart“, sagte Messi laut Berichten von Marca, die nach dem Finale erneut veröffentlicht wurden.

Zumindest seine Vereinssituation ist eindeutig: Messis Vertrag bei Inter Miami läuft bis zum Ende der MLS-Saison 2028.

Nach denselben Berichten wünscht sich der argentinische Fußballverband, dass Messi mindestens bis zur Copa América 2028 für die Nationalmannschaft weiterspielt. Öffentlich festgelegt hat er sich bislang jedoch nicht.

Das sagte Messi nach dem Finale

Zur Pressekonferenz nach dem Endspiel erschien Messi nicht. Seine einzigen öffentlichen Worte seit der Niederlage veröffentlichte er auf Instagram – in einer Botschaft vom 20. Juli.

„Der Schmerz ist riesig und diese Wunde wird lange brauchen, um zu heilen“, schrieb er. Er gratulierte Spanien, bedankte sich bei seinen Teamkollegen und vermied jede Aussage über seine Zukunft. Kein Zeitplan, kein Rücktritt, keine Zusage für die Copa América 2028.

Genau deshalb wird das Interview aus dem Dezember immer wieder hervorgeholt. Solange Messi sich nicht erneut äußert, bleibt „día a día“ die wichtigste Aussage, an der sich Südamerika orientiert.

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