Gianni Infantino hat öffentliche Unterstützung von den Fußballverbänden Katars und Marokkos erhalten, nachdem er den umstrittenen Vorschlag für das FIFA Forward Enterprise zurückgezogen hatte. Beide Organisationen stellten die Entscheidung als Versuch dar, die Einheit im Weltfußball zu wahren, und bekräftigten ihre Unterstützung für den FIFA-Präsidenten. Keiner der Verbände befürwortete eine Wiederbelebung des Projekts; ihre Unterstützung galt Infantino und seiner Entscheidung, es aufzugeben.
Katar lobt Rückzug und unterstützt Infantino
Laut einem Bericht der Qatar News Agency über die Erklärung der QFA sagte QFA-Präsident Scheich Hamad bin Khalifa bin Ahmed Al-Thani, der Vorschlag enthalte prüfenswerte Ideen, doch die Einheit unter den nationalen Verbänden der FIFA müsse Vorrang haben. Die Erklärung fügte hinzu, dass die QFA „die unermüdlichen Bemühungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zur Förderung des Fußballs weltweit voll und ganz unterstützt“. Katars Position war daher eine der Unterstützung für den Rückzug und Infantinos fortgesetzte Führung, anstatt für den aufgegebenen kommerziellen Plan.
Die Intervention war besonders bemerkenswert, da Katar zur Asian Football Confederation gehört, die den Prozess rund um den Vorschlag kritisiert hatte. Laut der offiziellen Erklärung der AFC wurde die Konföderation nicht konsultiert und zeigte sich enttäuscht, dass der Plan öffentlich wurde, bevor er über die etablierten Governance-Kanäle geprüft werden konnte. Die Kritik der AFC konzentrierte sich auf den Mangel an Konsultation, während die QFA noch weiter ging, indem sie Infantino explizite persönliche Unterstützung anbot.
Marokko stellt Einheit und Entwicklung an erste Stelle
Der Präsident des Königlich Marokkanischen Fußballverbandes, Fouzi Lekjaa, schlug einen ähnlichen Ton an, begrüßte die Entscheidung und hob den Wert der FIFA-Entwicklungsprogramme hervor, insbesondere in Afrika. Laut einem Bericht von Le360 über die Erklärung der FRMF erklärte der Verband: „Angesichts unterschiedlicher Ansichten über eine Reform, trotz ihrer Bedeutung, muss die Einheit der globalen Fußballfamilie an erster Stelle stehen.“ Lekjaa bezeichnete Infantinos Rückzug als eine weise Entscheidung, die den Zusammenhalt unter den FIFA-Mitgliedsverbänden über den umstrittenen Vorschlag stellte.
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Die FRMF bekräftigte auch ihre Unterstützung für Infantino und für Initiativen zur weltweiten Entwicklung des Fußballs. Ihre Erklärung legte besonderen Wert auf den Schutz der Fortschritte, die durch FIFA-Förderprogramme in Afrika erzielt wurden, anstatt das private Investitionsmodell hinter dem FIFA Forward Enterprise zu verteidigen. Marokkos Unterstützung ist zusätzlich bedeutsam, da es die Weltmeisterschaft 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten wird.
Ähnliche Botschaften aus unterschiedlichen Positionen
Die beiden Erklärungen waren nicht identisch, stützten sich aber auf eng verwandte Themen. Katar betonte die globale Einheit und Infantinos fortgesetzte Bemühungen, den Sport zu fördern, während Marokko sich stärker auf den Schutz der Entwicklungsarbeit der FIFA in Afrika konzentrierte. Beide Verbände stellten den Rückzug dennoch als verantwortungsvolle Führung dar und boten dem Präsidenten eine wichtige öffentliche Unterstützungserklärung.
Katar war Gastgeber der Weltmeisterschaft 2022, während Marokko sich darauf vorbereitet, das Turnier 2030 auszurichten. Ihre prominenten Positionen innerhalb der FIFA machen ihre Unterstützung politisch wertvoll in einer Zeit, in der Infantino Widerstand von anderen Teilen des Fußball-Establishments erfährt. Die Unterstützung von zwei einflussreichen Verbänden beseitigt jedoch nicht die umfassenderen Bedenken hinsichtlich Transparenz und Entscheidungsfindung innerhalb der FIFA.
Breiterer Streit bleibt ungelöst
Laut der offiziellen Reaktion der UEFA auf den Rückzug wurde der Vorschlag von ihren 55 nationalen Verbänden einstimmig abgelehnt und von mehreren Verbänden und Konföderationen anderswo bekämpft. Die UEFA begrüßte das Scheitern des Plans, erklärte jedoch, dass die aktuelle FIFA-Führung ihr Vertrauen verloren habe, und forderte eine grundlegende Untersuchung, wie der Vorschlag vorangetrieben worden war. Die Erklärungen aus Katar und Marokko offenbaren daher eine wachsende politische Spaltung um Infantino, anstatt die Kontroverse zu beenden.
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