Barcelona verbrachte den Großteil des Sommers mit der Jagd nach Julian Alvarez. Als dieses Vorhaben an Atletico Madrids Verkaufsverweigerung scheiterte, schwenkten Hansi Flick und Sportdirektor Deco auf einen weiteren argentinischen Nationalspieler um, diesmal in Italien. Diese Tür schließt sich ebenso schnell.
Inters Position lautet, dass Lautaro unter keinen Umständen vor Ende des Transferfensters verkauft wird, und der amtierende Serie-A-Meister sieht seinen Kapitän als unantastbar an. Die italienische und spanische Berichterstattung ist weitgehend zum selben Schluss gekommen, auch wenn katalanische Medien angedeutet haben, der Spieler selbst sei offen für den Wechsel.
Deco traf Camano in Madrid
Deco führte in Madrid Gespräche mit Lautaros Berater Alejandro Camano, wie Gerard Romero von Jijantes berichtet. Das Lager des Beraters wurde als aufgeschlossen beschrieben, und der argentinische Angreifer gilt nun als Flicks Wunschkandidat für die Schlussphase des Transferfensters.
„Es wird ein sehr schwieriger Deal, aber Lautaro ist Barças Priorität Nummer eins, und der Klub wird in den letzten Tagen des Transferfensters alles Mögliche unternehmen“, sagte Romero bei Jijantes.
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Inters Haltung ist, dass jeder Interessent das Gespräch direkt mit dem Klub aufnehmen muss. Es liegt kein formelles Angebot auf dem Tisch, über das man beraten könnte.
Die 120-Millionen-Euro-Klausel wurde gestrichen
Lautaro unterschrieb vor zwei Jahren eine Vertragsverlängerung, die ihn bis 2029 an Inter bindet. In dieser Verlängerung strichen Klub und Spieler die 120-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel, die im vorherigen Vertrag kurzzeitig bestanden hatte, und verschlossen damit den einzigen Weg, über den Barcelona einen Transfer ohne Inters Mitwirkung hätte erzwingen können.
Damit ist jeder Vorstoß aus Katalonien auf eine verhandelte Ablöse angewiesen, deren Festlegung Inter nicht interessiert, und auf ein Gehalt, das Barcelona in ein Gehaltslimit einpassen müsste, das in diesem Sommer wiederholt zum Problem geworden ist. Selbst ein Angebot deutlich über dem Marktwert würde die Gespräche nur eröffnen, nicht abschließen.
Das Bild wird durch widersprüchliche Berichte verkompliziert. Eine italienische Lesart der Lage besagt, dass Barcelonas Kontakt nie über eine erste Anfrage hinausging: „Barcelona hat sich nach Lautaro Martinez‘ Situation erkundigt. Das Interesse hat sich nie zu etwas Ernsthaftem entwickelt, sondern blieb bei einer ersten Anfrage stehen, ohne Bewegung in Richtung offizieller Verhandlungen.“
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Atletico sagte zuerst Nein
Die Alternative sollte eigentlich Alvarez sein. Atletico wies den Vorstoß den Sommer über öffentlich und wiederholt zurück, und Diego Simeone machte Anfang des Monats die Haltung des Klubs deutlich.
„Ich denke, die Situation ist sehr klar. Der Klub hat eine Entscheidung getroffen, die (CEO) Miguel Angel (Gil Marin) sehr gut erklärt hat“, sagte Simeone am 8. August vor Journalisten.
Barcelona wurde nun von zwei Klubs bei zwei Offensiv-Wunschkandidaten abgewiesen, wobei nur noch wenige Tage im Transferfenster verbleiben.
Lautaros Fokus liegt auf dem Scudetto
Lautaro selbst ist darauf fokussiert, für Inters Serie-A-Titelverteidigung fit zu sein, die am Samstag, den 22. August, im San Siro gegen Monza beginnt. Anstoß in Mailand ist um 18:30 Uhr MESZ, Cristian Chivu wird sich am Freitagnachmittag in Appiano Gentile den Medien stellen.
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Ernsthaftes Interesse Barcelonas am Argentinier ist nicht neu. Bereits vor der COVID-19-Pandemie führten die Klubs ähnliche Gespräche. Da sich das Transferfenster in wenigen Tagen schließt und kein formelles Angebot auf Inters Tisch liegt, dürfte Lautaro am Samstag in den Farben der Nerazzurri auflaufen.
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