Gavi versuchte trotz Schmerzen weiterzuspielen
Barcelona war überzeugend in die neue Liga-Saison gestartet, als sich die Aufmerksamkeit kurz vor der Halbzeit plötzlich auf Gavi richtete. Laut dem AS-Bericht über Gavís Verletzung gegen Elche wurde der 22-Jährige etwa in der 40. Minute am rechten Bein getroffen, als er versuchte, den Ball zurückzuerobern. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Schlag aussah, wurde schnell beunruhigender, weil der Mittelfeldspieler deutlich zu humpeln begann.
Gavi versuchte zunächst weiterzuspielen, doch Hansi Flick erkannte das Problem und schickte Pedri zum Aufwärmen. Wenig später legte sich Gavi auf den Rasen und wurde von Barcelonas Mannschaftsarzt Ricard Pruna untersucht, bevor er ausgewechselt wurde. Seine Reaktion sorgte sofort für Unruhe, weil erneut dasselbe Knie betroffen war, das ihn bereits lange außer Gefecht gesetzt hatte.
Flick macht vorsichtig Hoffnung
Das erste Update nach dem Spiel fiel deutlich positiver aus, als die Bilder zunächst vermuten ließen. Laut dem Bericht von Cadena SER über Flicks Aussagen nach dem Spiel soll Gavi am Montag per MRT untersucht werden, um die genaue Ursache festzustellen. Flick bestätigte Beschwerden im Knie, zeigte sich aber vorsichtig optimistisch.
„Wir glauben, dass es weniger schlimm ist, als wir befürchtet hatten“, erklärte der Barcelona-Trainer nach dem 5:0-Sieg. Gleichzeitig betonte er, dass zunächst das Ergebnis der Untersuchung abgewartet werden müsse. Am Montagmorgen hatte Barcelona noch keine endgültige medizinische Diagnose veröffentlicht.
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Die Vorgeschichte macht jeden Zwischenfall größer
Dass jede Szene mit Gavís rechtem Knie sofort Alarm auslöst, hat einen klaren Grund. Barcelonas offizieller medizinischer Bericht vom November 2023 bestätigte damals einen vollständigen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie eine Verletzung des Außenmeniskus. Gavi hatte sich beim spanischen Nationalteam gegen Georgien verletzt.
Nach einer Operation kehrte er erst im Oktober 2024 wieder in den Barcelona-Kader zurück, 336 Tage nach der Verletzung.
Diesmal sind die Umstände andere. Das Problem entstand nach einem direkten Kontakt, und Flicks erste Einschätzung fiel wesentlich optimistischer aus. Bis das MRT ausgewertet ist, wird Barcelona dennoch keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Aus einem Abend mit fünf Toren ist damit zugleich ein banges Warten auf die Diagnose eines der wichtigsten Mittelfeldspieler geworden.
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