Al-Hilal wird aus Interesse konkret
Was zunächst wie ein weiteres Sommergerücht wirkte, hat sich inzwischen zu einer echten Transfersituation entwickelt. Laut BBC Sport hat Arsenal Gespräche mit Al-Hilal über Martinelli geführt, während Mikel Arteta dem brasilianischen Nationalspieler klargemacht haben soll, dass er den Klub verlassen darf. Der saudische Verein hat zudem signalisiert, mehr als die 45 Millionen Pfund zahlen zu wollen, die Arsenal zuvor von Galatasaray geboten wurden. BBC Sport: Al-Hilal eröffnet Gespräche über Martinelli
Martinelli lehnte einen Wechsel zu Galatasaray zuvor ab, weil er nicht in die Türkei wechseln wollte. Bei Al-Hilal sieht die Situation anders aus. Berichte auf Grundlage von Informationen von The Athletic besagen, dass der 25-Jährige einem Wechsel nach Saudi-Arabien offen gegenübersteht, auch wenn bislang weder zwischen den Vereinen noch mit dem Spieler eine Einigung erzielt wurde. UOL: Al-Hilal verhandelt mit Arsenal über Martinelli
Arsenal soll rund 60 Millionen Pfund verlangen. Martinellis Vertrag läuft bis Juni 2027, zusätzlich besitzt der Klub eine Option auf ein weiteres Jahr, weshalb die Londoner nicht gezwungen sind, einem niedrigeren Angebot kurzfristig zuzustimmen.
Sein Status hat sich drastisch verändert
Besonders auffällig ist, wie schnell sich Martinellis Position verändert hat. Er kam 2019 als weitgehend unbekannter Teenager von Ituano nach London und wurde zu einem der prägenden Gesichter von Artetas Neuaufbau. Insgesamt absolvierte er bislang 278 Pflichtspiele für Arsenal und erzielte 62 Tore.
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Auch in der vergangenen Saison war Martinelli keineswegs bedeutungslos. BBC Sport berichtet von 53 Einsätzen und elf Treffern in allen Wettbewerben während Arsenals Meisterschaftssaison. Trotzdem stand er weder beim Community Shield gegen Manchester City noch beim 3:0 zum Premier-League-Auftakt gegen Coventry im Kader. BBC Sport: Ian Wright fordert mehr Respekt für Martinelli
Der Umgang mit Martinelli hat bereits deutliche Kritik ausgelöst. Arsenal-Legende Ian Wright sagte bei Sky Sports: „Die Art, wie Martinelli momentan behandelt wird, macht mich wirklich unwohl.“ Zudem erklärte Wright, der Brasilianer verdiene für seine Leistungen im Klub „mehr Respekt“.
Arsenals Offensive entwickelt sich weiter
Ein Teil der Erklärung liegt im immer stärkeren Konkurrenzkampf. Arsenal hat die Offensive weiter umgebaut, und Neuzugang Christos Tzolis bietet Arteta eine zusätzliche Möglichkeit auf der linken Seite. Martinelli besitzt dadurch nicht mehr den nahezu automatischen Stellenwert früherer Jahre.
Für Arsenal entsteht daraus eine schwierige, aber finanziell attraktive Entscheidung. Ein Verkauf für rund 60 Millionen Pfund wäre ein enormer Gewinn für einen Spieler, der 2019 für vergleichsweise wenig Geld aus Brasilien kam. Gleichzeitig würde die Einnahme kurz vor Ende des Transferfensters weiteren Spielraum schaffen.
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Für Martinelli stellt sich eine andere Frage. Mit 25 Jahren beginnt eine Phase, in der regelmäßige Spielzeit besonders wichtig ist, gerade angesichts des harten Konkurrenzkampfs in der brasilianischen Nationalmannschaft.
Noch gibt es keinen abgeschlossenen Transfer, und Martinelli versucht Berichten zufolge nicht, seinen Abschied zu erzwingen. Nach zwei Kaderstreichungen und konkreten Gesprächen mit Al-Hilal wirkt seine Zukunft bei Arsenal jedoch erstmals ernsthaft unsicher.
Aus einem unwahrscheinlichen Transfer ist eine sehr reale Möglichkeit geworden.
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