Cori Coco Gauff

Gauff sendet vor den US Open ein gewaltiges Signal

Coco Gauff findet ihre beste Form genau zum richtigen Zeitpunkt. Die 22-Jährige besiegte Jessica Pegula mit 6:2, 6:4, gewann zum zweiten Mal in Cincinnati und verlor nach dem Auftaktsatz ihres…

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Gauff übernimmt sofort die Kontrolle

Im rein amerikanischen Finale wurde schnell deutlich, wer besser in die Partie fand.

Gauff attackierte Pegulas Aufschlag früh, verteidigte extrem beweglich und zwang ihre Gegnerin immer wieder zu einem zusätzlichen Schlag. Laut dem Guardian-Bericht über das Cincinnati-Finale setzte sie sich schließlich mit 6:2, 6:4 durch und gewann das Turnier zum zweiten Mal.

Der erste Satz verlief überraschend deutlich. Gauff kontrollierte viele der langen Ballwechsel und spielte ihre eigenen Aufschlagspiele wesentlich ruhiger als in einigen schwierigen Phasen der vergangenen Saison.

Pegula steigerte sich im zweiten Durchgang und machte das Finale enger. Doch immer dann, wenn wichtige Punkte anstanden, fand Gauff häufiger die bessere Lösung.

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Der Sieg war ihr erster Titel im Jahr 2026 und bereits ihr vierter Triumph bei einem WTA-1000-Turnier.

Zehn Sätze in Folge gewonnen

Gauffs Woche begann alles andere als perfekt.

Liudmila Samsonova gewann den ersten Satz ihres Duells und setzte die Amerikanerin sofort unter Druck. Danach veränderte sich das gesamte Turnier.

Von diesem Moment bis zum Finale gewann Gauff zehn Sätze hintereinander.

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Das ist vor den US Open besonders bemerkenswert. Cincinnati bringt fast ausschließlich Spiele gegen hochklassige Gegnerinnen, gleichzeitig müssen die Spielerinnen darauf achten, sich unmittelbar vor dem letzten Grand Slam des Jahres nicht körperlich komplett zu entleeren.

Gauff gelang beides.

Ihre Geschwindigkeit und Defensive waren weiterhin außergewöhnlich, doch vor allem der eigene Aufschlag wirkte stabiler. Genau dieser Schlag war während des vergangenen Jahres zu einem der wichtigsten Projekte in ihrem Spiel geworden.

Auch die Parallele zur Vergangenheit ist auffällig. 2023 gewann Gauff bereits Cincinnati und holte wenige Wochen später bei den US Open ihren ersten Grand-Slam-Einzeltitel.

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Nun wiederholt sich zumindest der erste Teil.

Der Aufschlag wurde grundlegend verändert

2025 gehörte Gauffs Aufschlag zu ihren größten Problemen.

Vor allem die Zahl der Doppelfehler wurde in engen Matches gefährlich. Unter Druck konnte aus einem einzelnen Fehler schnell eine komplette Serie werden.

Vor den US Open 2025 holte sie deshalb den Biomechanik-Experten Gavin MacMillan in ihr Team. Gemeinsam begann man, die gesamte Bewegung zu überarbeiten.

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Es ging nicht nur um einen etwas anderen Ballwurf. Ziel war eine Bewegung, die technisch einfacher reproduzierbar ist, wenn Nervosität und Druck steigen.

Cincinnati lieferte nun ein wichtiges Ergebnis dieser Arbeit.

Gauff serviert keineswegs fehlerfrei. Entscheidend ist vielmehr, dass einzelne schlechte Aufschläge wesentlich seltener ein komplettes Servicegame zerstören.

Das verändert ihre Möglichkeiten enorm. Ihre Defensive gehört ohnehin zu den besten auf der Tour, die Rückhand hält selbst gegen enormes Tempo stand und kaum eine Spielerin verwandelt defensive Positionen schneller in eigene Angriffe.

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Wenn der Aufschlag nicht mehr regelmäßig kostenlose Punkte verschenkt, wird es deutlich schwieriger, Schwächen in ihrem Spiel zu finden.

Cincinnati verändert ihre Ausgangslage in New York

Der Zeitpunkt des Titels ist nahezu perfekt.

Gauff reist jetzt als Cincinnati-Siegerin nach New York. Laut dem offiziellen Zeitplan der US Open beginnt das Hauptfeld im Einzel am 30. August. Zwischen Finale und Grand-Slam-Start bleibt damit weniger als eine Woche.

Regeneration wird deshalb einen großen Teil ihrer Vorbereitung bestimmen.

Sportlich hat Gauff in Ohio jedoch mehrere wichtige Fragen beantwortet. Sie gewann ihren ersten Titel des Jahres, holte nach dem verlorenen Auftaktsatz zehn Sätze in Folge und besiegte Pegula im Finale in zwei Sätzen.

2023 führte ihr Cincinnati-Titel direkt zum größten Erfolg ihrer jungen Karriere in New York.

Drei Jahre später reist sie wieder mit derselben Trophäe zu den US Open, diesmal mit deutlich mehr Erfahrung und einem stabileren Aufschlag.

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