Gregory Rodrigues möchte nach dem größten Sieg seiner UFC-Karriere keinen Umweg mehr akzeptieren. Der Brasilianer fordert entweder den früheren Mittelgewichts-Champion Dricus Du Plessis oder Superstar Khamzat Chimaev.
„Warum sollte ich zurückblicken?“, fragte Rodrigues auf der Pressekonferenz nach seinem Sieg gegen Anthony Hernandez. Seine Botschaft war eindeutig: Der nächste Gegner soll aus den ersten drei Plätzen der Gewichtsklasse kommen.
Rodrigues gewann den Hauptkampf von UFC Sacramento einstimmig nach Punkten. Die Wertungen lauteten 49:46 sowie zweimal 48:47.
Fünf Runden verändern seine Position
Rodrigues war bereits als gefährlicher Knockout-Kämpfer bekannt. Sieben seiner elf UFC-Siege endeten vorzeitig durch Schläge.
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Die entscheidende Frage lautete, ob „Robocop“ seine offensive Arbeitsrate auch über 25 Minuten aufrechterhalten kann. Hernandez galt aufgrund seines Tempos, seiner Ausdauer und seines Wrestlings als geeigneter Gegner, um genau diese Schwäche zu testen.
Rodrigues bestand die Prüfung. Laut den veröffentlichten Kampfstatistiken landete er 174 signifikante Treffer und erzielte drei Niederschläge. Hernandez kam auf 90 signifikante Treffer.
Der Amerikaner gewann die dritte Runde auf allen drei Punktrichterzetteln. Rodrigues reagierte jedoch im vierten Durchgang und kontrollierte große Teile der Schlussphase.
Beide Kämpfer erhielten für das Duell einen Fight-of-the-Night-Bonus in Höhe von jeweils 100.000 Dollar.
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Chimaev wäre der größte mögliche Test
Direkt nach dem Kampf forderte Rodrigues zunächst Du Plessis heraus. Auf der Pressekonferenz fügte er Chimaev als zweite bevorzugte Möglichkeit hinzu.
Wie MMA Fighting berichtete, erwartet der Brasilianer nach vier Siegen in Folge eine Chance, in die Top Drei vorzudringen.
Ein Duell mit Chimaev würde zwei vollkommen unterschiedliche Ansätze verbinden. Rodrigues verfügt über gefährliche Schlagkraft und eine starke brasilianische Jiu-Jitsu-Ausbildung. Chimaev versucht dagegen häufig, seine Gegner früh mit aggressivem Ringen zu überfordern.
Du Plessis wäre ebenfalls ein logischer Gegner. Der Südafrikaner war bereits Champion und befindet sich weiterhin in unmittelbarer Nähe eines neuen Titelkampfes. Der Sieger eines solchen Duells könnte einen überzeugenden Anspruch auf die nächste Chance gegen den aktuellen Titelträger anmelden.
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Hernandez erhebt einen Betrugsvorwurf
Nach dem Kampf beschuldigte Hernandez seinen Gegner, während mehrerer Bodenkampfsequenzen in seine Handschuhe gegriffen zu haben.
Schiedsrichter Herb Dean sprach eine Warnung aus, zog Rodrigues jedoch keinen Punkt ab. Hernandez erklärte zudem, dass er bereits mit Schulterproblemen in den Kampf gegangen sei und sich früh am Bein verletzt habe.
Die Vorwürfe wurden von MMA Fighting dokumentiert. Gleichzeitig übernahm Hernandez die Verantwortung für seine Niederlage und erkannte die Härte sowie Schlagkraft seines Gegners an.
Rodrigues hat seinen Teil erledigt
Die verschiedenen Ranglisten bewerteten Rodrigues vor dem Kampf unterschiedlich. MMA Fighting führte ihn auf Platz 15, während er in anderen Übersichten bereits näher an den Top Ten stand.
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Nach einem Sieg gegen einen deutlich höher eingestuften Gegner spielt diese Differenz kaum noch eine Rolle. Rodrigues wird einen großen Sprung machen und besitzt nun vier Siege in Folge.
Die UFC kann ihn gegen einen weiteren aufstrebenden Kandidaten antreten lassen. Sie kann aber auch sofort testen, ob sein Anspruch realistisch ist, und ihm Du Plessis oder Chimaev geben. Nach Sacramento hat Rodrigues genügend Argumente geliefert, um die zweite Möglichkeit zu verlangen.
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