Jorge Martin hatte Marc Marquez überholt und sich beim Großen Preis von San Marino am Sonntag gerade vom Feld absetzen können, als sein Unterarm nachgab. Der Aprilia-Pilot fiel von der Spitze auf Platz fünf zurück, verlor pro Runde fast eine Sekunde auf die Führenden und überquerte die Ziellinie 14 Sekunden hinter dem Sieger Marquez.
Der Weltmeister von 2024 beschrieb, wie er Runde für Runde die Kontrolle über das Motorrad verlor.
„Ich bekam zunächst Probleme beim Bremsen, dann beim Öffnen des Gases, und jede Runde wurde es schlimmer und schlimmer“, sagte Martin nach dem Rennen. „Am Ende konnte ich nichts mehr tun; ich hatte die Kontrolle über das Motorrad komplett verloren.“
Durch den Einbruch übernahm Marquez die WM-Führung. Der Spanier liegt nun mit 274 Punkten gleichauf mit Martin, hat aber dank fünf Saisonsiegen gegenüber Martins einem nach der Zählweise die Nase vorn. Noch beim Assen-Wochenende Ende Juni hatte Martin ein Polster von 40 Punkten gehabt, 193 zu 153.
Lesen Sie auch: Zlatan Ibrahimovic ist zurück in Milanello. Doch das Sagen hat er dort nicht mehr
Untersuchung in Barcelona am Mittwoch
Martin unterzog sich zuletzt 2019 einer Arm-Pump-Operation und war seither beschwerdefrei. Misano sei nach eigener Aussage ohnehin eine Strecke, auf der er die Beschwerden freitags regelmäßig spüre und sich dann wieder erhole, doch an diesem Wochenende verschärfte sich das Problem, statt nachzulassen, und blockierte seinen rechten Unterarm zur Rennmitte vollständig. Am Mittwoch stellt er sich in Barcelona Spezialisten für die obere Extremität vor, anschließend reist er für den Österreich-Lauf nach Spielberg.
„Unters Messer zu gehen kann immer mit Komplikationen einhergehen, und das muss sorgfältig abgewogen werden“, sagte Martin gegenüber Reportern. In den neun Wochen zwischen Misano und dem Saisonfinale in Valencia im November stehen acht Rennen im Kalender.
Österreich wird der erste Test
Das Wochenende auf dem Red Bull Ring vom 18. bis 20. September liefert den ersten Aufschluss darüber, ob sich der Arm von Rennen zu Rennen managen lässt. Hält er stand, kämpft Martin weiter. Hält er nicht, öffnet sich unmittelbar nach Österreich das Zeitfenster für einen Eingriff, noch vor dem Großen Preis von Japan in Motegi am 4. Oktober.
Martin sprach offen aus, was auf dem Spiel steht.
Lesen Sie auch: „Kid Messi" will weg von Man United: Auf zu Real Madrid?
„Es könnte die große Frage sein, ob ich diese Meisterschaft verliere oder nicht“, sagte er Reportern in Misano.
Er verwies zudem auf das, was ihm andere Fahrer darüber berichtet haben, wie sich die Beschwerden Jahre nach einer Operation entwickeln können.
„Ich hatte 2019 Arm Pump und wurde damals daran operiert. Seither hatte ich keine Probleme mehr. Aber ich weiß von anderen Fahrern, dass die Probleme Jahre später zurückkamen“, sagte Martin gegenüber Speedweek.
Seine nächste Beurteilung ist die Konsultation am Mittwoch in Barcelona; das nächste Rennen steigt am Freitag auf dem Red Bull Ring.
Lesen Sie auch: Ryder Cup 2027: Team Europa besucht Adare Manor frühzeitig und ist zufrieden mit dem, was es sieht
Lesen Sie auch: Harry Potters Oliver Phelps wechselt mit bizarrem Sport-Move den Beruf



