Donald Trump meint, Fußball sollte in den USA „Football“ heißen
Eine kurze Bemerkung von Donald Trump bei einer hochrangigen internationalen Veranstaltung hat eine langjährige Debatte darüber neu entfacht, wie Amerikaner den beliebtesten Sport der Welt bezeichnen und ob die Vereinigten Staaten ihn die ganze Zeit über falsch benannt haben.
Während der Auslosung der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Washington am 5. Dezember stellte Trump die Logik hinter dem Begriff „Soccer“ infrage und deutete an, dass das Problem eher damit zusammenhängen könnte, wie Amerikaner den American Football bezeichnen, als mit dem globalen Spiel selbst.
Globales Augenmerk auf den Sport in den USA
Die Äußerungen fielen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Vereinigten Staaten darauf vorbereiten, die Weltmeisterschaft 2026 gemeinsam mit Kanada und Mexiko auszurichten – ein Turnier, das das Wachstum des Fußballs in Nordamerika voraussichtlich weiter beschleunigen wird.
Die Auslosungsveranstaltung brachte FIFA-Funktionäre, internationale Delegierte und politische Persönlichkeiten zusammen und rückte den Sport sowie seine kulturellen Unterschiede ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
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Von dem Kommentator Acyn geteilte Aufnahmen zeigten Trump, wie er sich an das Publikum wandte und darüber nachdachte, wie der Sport in den USA im Vergleich zum Rest der Welt bezeichnet wird.
Infragestellung eines langjährigen Namenskonflikts
In seinen Ausführungen wies Trump auf das hin, was er als Widerspruch in der amerikanischen Terminologie bezeichnete.
„Aber wenn man sich anschaut, was mit Football in den Vereinigten Staaten, mit Soccer in den Vereinigten Staaten passiert ist … dann scheinen wir es nie [Football] zu nennen, weil wir einen kleinen Konflikt mit etwas anderem haben, das ebenfalls Football heißt“, sagte er.
Sein Kommentar griff eine bekannte Trennlinie auf: In den meisten Ländern bezeichnet „Football“ das globale Spiel unter der Aufsicht der FIFA, während Amerikaner den Begriff für eine völlig andere Sportart verwenden.
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Die Debatte richtet sich auf die NFL
Anstatt vorzuschlagen, dass Amerikaner die internationale Terminologie übernehmen sollten, deutete Trump an, dass das Namensproblem möglicherweise bei der National Football League (NFL) selbst liege.
„Aber wenn man darüber nachdenkt, sollte es nicht eigentlich so heißen … das ist Football, daran besteht kein Zweifel. Wir müssen uns einen anderen Namen für die NFL einfallen lassen“, fügte er hinzu. „Wenn man darüber nachdenkt, ergibt das wirklich keinen Sinn.“
Die Bemerkung fiel beiläufig und war nicht als politischer Vorschlag gemeint, brachte jedoch eine provokante Wendung in eine bekannte Diskussion.
Eine Debatte mit historischen Wurzeln
Der Unterschied in der Terminologie reicht mehr als ein Jahrhundert zurück, als sich verschiedene Formen des Footballs in den Vereinigten Staaten und in Europa unterschiedlich entwickelten. Der Begriff „Soccer“ entstand ursprünglich in Großbritannien als Kurzform von „Association Football“, geriet dort jedoch außer Gebrauch, während er in den USA weiterhin üblich blieb.
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Heute besteht diese sprachliche Kluft fort, auch wenn die Popularität des Fußballs in den Vereinigten Staaten weiter zunimmt – angetrieben durch wachsende Profiligen, internationale Stars und die bevorstehende Weltmeisterschaft.
Eine kulturelle Realität, die sich kaum ändern dürfte
Trotz Trumps Vorschlag ist eine Umbenennung der NFL äußerst unwahrscheinlich. American Football dominiert die nationale Sportszene, und die Liga ist fest als eine der wirtschaftlich mächtigsten Organisationen der Welt etabliert.
Dennoch verdeutlichen die Kommentare einen anhaltenden kulturellen Gegensatz: Während der Fußball in den USA an Bedeutung gewinnt, spiegelt die verwendete Sprache weiterhin eine einzigartig amerikanische Perspektive wider.
Mit der näher rückenden Weltmeisterschaft 2026 dürfte dieser Kontrast sowohl auf dem Spielfeld als auch in der Art und Weise, wie über den Sport gesprochen wird, noch sichtbarer werden.
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Quellen: Acyn, Aufnahmen der FIFA-Veranstaltung
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