Der ehemalige Trainer von Manchester United, Ruben Amorim, im Gespräch für einen überraschenden Posten in der Premier League
Die Suche von Crystal Palace nach einem neuen Trainer könnte Rúben Amorim trotz seiner jüngsten Schwierigkeiten bei Manchester United einen schnellen Weg zurück in die Premier League eröffnen.
Oliver Glasner wird voraussichtlich am Ende der Saison Selhurst Park verlassen, nachdem er eine erfolgreiche Amtszeit hingelegt hat, die unter anderem den FA-Cup-Sieg im Jahr 2025 umfasste. Während Palace beginnt, die Zukunft zu planen, berichtet TeamTalk, dass Amorim zu den Kandidaten gehört, die als Nachfolger des Österreichers in Betracht gezogen werden.
Eine Rückkehr nach England würde für den portugiesischen Trainer eine schnelle Wende bedeuten, da er seit Januar ohne Verein ist.
Schwieriger Abschied, starker Ruf
Amorims Zeit bei Manchester United endete enttäuschend. Der Klub rutschte auf den 15. Platz in der Premier League ab und unterlag im Finale der Europa League Tottenham, was schließlich zu seiner Entlassung mitten in der Saison führte.
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Seitdem hat Interimscoach Michael Carrick die Leistungen stabilisiert: United klettert in der Tabelle nach oben und kämpft inzwischen um einen Platz unter den ersten drei, der die Qualifikation für die Champions League sichern würde.
Dennoch bleibt Amorims allgemeiner Ruf intakt. Sein Erfolg bei Sporting CP, wo er zwei Meistertitel in der Primeira Liga gewann, etablierte ihn als einen der vielversprechendsten jungen Trainer Europas. Diese Bilanz weckt weiterhin das Interesse von Vereinen, die bereit sind, über seine kurze Zeit in Old Trafford hinwegzusehen.
Konkurrenz und offene Fragen
Amorim ist nicht der einzige Kandidat, den Palace in Betracht zieht. TeamTalk bringt den Klub auch mit Bournemouth-Trainer Andoni Iraola in Verbindung – der seinen Posten voraussichtlich nach Ablauf seines Vertrags verlassen wird – sowie mit Brentford-Coach Thomas Frank, dem ehemaligen Tottenham-Stürmer Robbie Keane und Coventry-City-Trainer Frank Lampard.
Gerade Lampard könnte sich nach dem Aufstieg von Coventry in die Premier League als komplizierte Option erweisen, und es ist unklar, ob er so bald zu einem Wechsel bereit wäre.
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In den vergangenen Monaten wurde Amorim zudem mit Positionen bei Benfica und Juventus in Verbindung gebracht. Damals hieß es, dass er eine sofortige Rückkehr ins Trainergeschäft nicht priorisiere, doch das Interesse von Palace könnte ihn dazu bewegen, seine Haltung vor der neuen Saison zu überdenken.
Dennoch bleiben Fragen hinsichtlich seines Umgangs mit der Förderung junger Spieler. Während seiner Zeit bei United wurde Amorim dafür kritisiert, aufstrebenden Talenten nur begrenzt Chancen eingeräumt zu haben. Zur Erklärung seiner Sichtweise sagte er:
„[Harry] Amass hat derzeit Schwierigkeiten in der Championship. Chido [Obi] ist nicht immer Stammspieler bei den U21.“
Sein Umgang mit Kobbie Mainoo geriet besonders in die Kritik, zumal der Mittelfeldspieler seit seiner Wiedereingliederung unter Carrick überzeugt hat. Der Kommentator Richard Keys gehörte zu den Kritikern und sagte:
„Es war lächerlich, dass Amorim ihn so ignoriert hat. Oder hatte ich von Anfang an recht – war das Ignorieren von Mainoo nur ein weiterer Versuch, entlassen zu werden und 10 Millionen Pfund zu kassieren?“
Da erwartet wird, dass mehrere Vereine in diesem Sommer ihre Trainerstäbe neu aufstellen, könnte Amorims nächster Schritt entscheidend sein. Ob er in die Premier League zurückkehrt oder sich anderswo für einen Neuanfang entscheidet – seine nächste Station dürfte maßgeblich beeinflussen, wie seine Zeit in England letztlich bewertet wird.
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Quelle: TeamTalk
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