Ehemaliger PGMOL-Chef: Der VAR hätte den Siegtreffer von City nicht anerkennen dürfen
Der Sieg von Manchester City über Arsenal hat das Titelrennen in der Premier League weiter verschärft, doch ein Großteil der Aufmerksamkeit nach dem Spiel richtete sich eher auf eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung als auf das Ergebnis selbst.
Der ehemalige PGMOL-Chef Keith Hackett hat infrage gestellt, ob das Siegtor von City hätte zählen dürfen, und argumentiert, dass ein Foul im Vorfeld der Szene sowohl von den Schiedsrichtern als auch vom VAR übersehen wurde.
Gegenüber Football Insider erklärte Hackett, dass die entscheidende Szene zwischen Erling Haaland und Gabriel Magalhães hätte geahndet werden müssen. Bei einer Hereingabe in den Strafraum lieferten sich beide Spieler einen intensiven Zweikampf, wobei Haaland offenbar am Trikot von Gabriel zog, bevor er traf.
„Es ist klar, dass dieses Halten durch Haaland die Fähigkeit des Arsenal-Spielers beeinträchtigt hat, den Ball zu verteidigen, der schließlich im Netz landete“, sagte Hackett. „Vielleicht hat es der Schiedsrichter nicht gesehen, aber der VAR hätte es erkennen müssen: Tor aberkannt, Freistoß für Arsenal. Erstaunlich, dass das übersehen wurde.“
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Der Vorfall wurde während des Spiels selbst nicht umfassend kritisiert, da sich die Aufmerksamkeit vielmehr auf andere strittige Szenen richtete. Die Entscheidung von Schiedsrichter Anthony Taylor, Gabriel nach einem Zusammenstoß mit Haaland nicht des Feldes zu verweisen, sorgte für erhebliche Diskussionen. Ebenso eine frühere Szene, in der Kai Havertz unter dem Druck von Abdukodir Khusanov zu Boden ging – eine Situation, die von den Offiziellen weiterlaufen gelassen wurde.
Haaland hingegen wies nach dem Spiel gegenüber Sky Sports jede Kontroverse um sein Tor zurück. Mit Blick auf sein körperbetontes Duell mit Gabriel stellte er die Szene als Teil der Intensität des Spiels dar.
„Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich glücklich – es war ein großartiger Moment für mich und ein wichtiger Sieg“, sagte er. „Es ist immer so, viel Kampf und solche Dinge – was soll man sagen? Natürlich habe ich diesen Zweikampf in diesem entscheidenden Moment gewonnen, weil ich das Tor erzielt habe. Ich denke, es war ein großartiges Tor, ein entscheidender Moment, und am Ende gewinnen wir.“
Die Aussagen des Stürmers unterstreichen, wie zentral das körperliche Duell zwischen den beiden Spielern über das gesamte Spiel hinweg war.
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Abgesehen von der Kontroverse hat das Ergebnis erhebliche Auswirkungen auf das Titelrennen. City liegt nun nur noch drei Punkte hinter Arsenal und hat zudem ein Spiel weniger absolviert – eine Gelegenheit, die es der Mannschaft von Pep Guardiola ermöglichen könnte, beim Spiel gegen Burnley die Tabellenführung zu übernehmen.
Angesichts der geringen Abstände an der Spitze dürften Entscheidungen wie diese weiterhin genau unter die Lupe genommen werden, je näher die Saison ihrem Ende kommt.
Quellen: Football Insider, Sky Sports.
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