England kehrt in das Stadion zurück, das noch immer eine der schmerzhaftesten Erinnerungen in der Fußballgeschichte des Landes birgt.
Am Montagmorgen um 02:00 Uhr dänischer Zeit trifft die Mannschaft von Thomas Tuchel im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt auf Mexiko. Es ist ein Achtelfinale der Weltmeisterschaft, das für sich genommen schon genug Druck mit sich bringt, aber der Schauplatz verleiht ihm eine tiefere Bedeutung.
Für England ist das Aztekenstadion nicht nur ein weiterer berühmter Austragungsort.
Es ist der Ort, an dem Diego Maradona 1986 die Fußballgeschichte veränderte.
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Kane rettete England spät
Laut L’Équipe erreichte England das Achtelfinale nach einem 2:1-Sieg über die DR Kongo, wobei Harry Kane in der letzten Viertelstunde zwei Tore erzielte.
Es war kein einfacher Nachmittag für England.
Die DR Kongo ging früh in Führung und zwang Tuchels Team, lange Zeit dem Rückstand hinterherzulaufen. England erspielte sich Chancen, doch das Spiel begann gefährlich zu werden, bevor Kane schließlich den Durchbruch schaffte.
Wie Sky Sports berichtete, drehte Kanes später Doppelpack die Partie und bescherte England ein Achtelfinal-Duell mit Co-Gastgeber Mexiko.
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England überlebte. Nun wird die Bühne weitaus symbolischer.
Ein Stadion, das England nie vergessen hat
Das letzte Mal, dass England ein WM-Spiel im Aztekenstadion bestritt, war am 22. Juni 1986.
An diesem Tag traf England im Viertelfinale auf Argentinien, in einem Spiel, das zu einem der berühmtesten aller Zeiten wurde. Es war nicht nur ein Fußballspiel. Es wurde zu einem Stück Sportfolklore.
In der 51. Minute stand es noch 0:0, als Maradona den englischen Torhüter Peter Shilton um einen losen Ball herausforderte. Der argentinische Kapitän nutzte seine Hand, um ihn ins Netz zu befördern.
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Das Tor zählte.
Argentinien führte 1:0, und der Moment wurde bald weltweit als die „Hand Gottes“ bekannt.
Vier Minuten, die alles veränderten
Maradona war noch nicht fertig.
Vier Minuten später zeigte er die andere Seite seines Genies. Er startete in seiner eigenen Hälfte, trug den Ball durch die englische Mannschaft, umspielte Shilton und erzielte eines der meistgefeierten Tore in der WM-Geschichte.
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Es wurde als das „Tor des Jahrhunderts“ bekannt.
Gary Lineker verkürzte in der 81. Minute für England, doch Argentinien hielt den 2:1-Sieg fest. England war ausgeschieden. Argentinien gewann das Turnier, und Maradonas Platz in der Fußballmythologie wurde dauerhaft.
Für England war die Erinnerung anders.
Es war Kontroverse, Brillanz und Ausscheiden am selben Nachmittag.
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Mexiko birgt eine andere Gefahr
Dieses Mal ist Maradona nur ein Geist im Hintergrund.
Englands eigentliches Problem ist Mexiko.
Die Gastgeber werden die Zuschauer, die Stadt und die Höhenlage hinter sich haben. Das Aztekenstadion war schon immer einer der anspruchsvollsten Austragungsorte im Fußball, und England wird sowohl mit dem Anlass als auch mit den Bedingungen zurechtkommen müssen.
Hinzu kommt der Druck, in einem K.o.-Spiel gegen eine Gastnation anzutreten. Mexiko wird dies als Chance sehen, seine eigene berühmte Azteken-Nacht zu gestalten, und nicht nur Englands alte Wunden aufzufrischen.
Für Tuchel wird die Botschaft klar sein. England kann sich keinen weiteren langsamen Start wie gegen die DR Kongo leisten.
Eine Chance, eine neue Erinnerung zu schreiben
Die Vergangenheit wird England ins Stadion folgen, ob die Spieler es wollen oder nicht.
Fans wissen, was dort geschah. Gegner wissen, was dort geschah. Jede Erwähnung des Aztekenstadions und Englands im selben Satz führt immer noch zu Maradona zurück.
Doch diese Generation hat ihr eigenes Spiel zu bestreiten.
Kane hat England bereits durch eine gefährliche K.o.-Runde gezogen. Gegen Mexiko haben er und seine Teamkollegen die Chance, eine alte Schmerzquelle in etwas Neues zu verwandeln.
Die „Hand Gottes“ wird immer zum Aztekenstadion gehören.
England kehrt nun dorthin zurück, in der Hoffnung, dass das nächste Kapitel endlich ihnen gehört.



