Vancouver wird am 2. Juli 2026 ein Achtelfinalspiel der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ausrichten, das für die Schweiz und Algerien von immenser historischer Bedeutung ist. Der Sieger dieses mit Spannung erwarteten Spiels trifft auf Kolumbien oder Ghana, doch für diese beiden Nationen ist der unmittelbare Preis das Beenden jahrzehntelanger oder sogar noch nie dagewesener Durststrecken in der K.o.-Phase.
Laut dem Opta-Supercomputer geht die Schweiz als leichter Favorit in die Partie, mit einer 49,8%igen Chance auf einen Sieg innerhalb von 90 Minuten. Ihre Geschichte in wichtigen K.o.-Spielen ist jedoch eine deutliche Warnung, da sie nur eines ihrer letzten 12 solcher Spiele in der regulären Spielzeit gewonnen haben (5 Unentschieden, 6 Niederlagen). Die Schweizer sind seit 1938 nicht mehr aus einer K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft ausgeschieden und haben in 88 Jahren sieben aufeinanderfolgende Eliminierungen erlebt, wobei fünf ihrer letzten neun wichtigen K.o.-Spiele ins Elfmeterschießen gingen, von denen vier mit einer Niederlage endeten.
Schweizer Stärke und historische Hürden
Die Schweizer Mannschaft von Murat Yakin meisterte eine anspruchsvolle Gruppe B, erholte sich von einem 1:1-Unentschieden gegen Katar und besiegte Bosnien-Herzegowina sowie Co-Gastgeber Kanada, wodurch sie ihre Gruppe mit drei Punkten Vorsprung anführte. Entscheidend für ihren Erfolg war das Aufkommen junger Talente und die konstante Leistung ihres Kapitäns.
Johan Manzambi, ein 20-Jähriger aus Freiburg, war eine Offenbarung und erzielte bei seiner WM-Premiere drei Tore aus drei Torschüssen. Nur Thomas Müller (5 im Jahr 2010) und Kylian Mbappé (4 im Jahr 2018) haben in diesem Jahrhundert mehr WM-Tore als U21-Spieler erzielt.
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Der Schweizer Kapitän Granit Xhaka, der vor seinem 150. Länderspiel steht, dominierte das Mittelfeld in der Gruppenphase, spielte die meisten linienbrechenden Pässe (53) und gewann 24 Mal den Ball, nur übertroffen von Rodrigo Bentancur (29).
Die Schweiz strebt nun drei aufeinanderfolgende WM-Siege an, eine Leistung, die ihr noch nie zuvor gelungen ist, um endlich ihre historischen Schwierigkeiten in der K.o.-Phase zu überwinden.
Algeriens dramatische Reise und ein bekanntes Gesicht
Algeriens Weg ins Achtelfinale war dramatischer, sie sicherten sich ihren Platz als eines der acht besten drittplatzierten Teams. Nach einer 0:3-Niederlage gegen Argentinien und einem 2:1-Sieg gegen Jordanien spielten sie in ihrem letzten Gruppenspiel der Gruppe J ein packendes 3:3-Unentschieden gegen Österreich, wobei beide Teams letztendlich weiterkamen. Ein Höhepunkt ihrer Gruppenphase war Riyad Mahrez‘ Tor gegen Österreich, das eine bemerkenswerte Aktion mit 110 Pässen abschloss, die über fünf Minuten dauerte.
Die Wüstenfüchse müssen sich ihren eigenen historischen Dämonen stellen. Sie sind noch nie aus einer K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft ausgeschieden und sind seit ihrem ersten Spiel im Jahr 1982 in neun WM-Spielen gegen europäische Gegner sieglos (4 Unentschieden, 5 Niederlagen). Dieses Spiel bietet auch ein interessantes Trainer-Wiedersehen, da Algerien von Vladimir Petkovic, Murat Yakins direktem Vorgänger bei der Schweiz, geführt wird.
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Kapitän Riyad Mahrez, 35-jährig, hat seine ersten WM-Tore erzielt und hält nun mit drei Torbeteiligungen einen neuen nationalen Rekord.
Bayer Leverkusens Spielmacher Ibrahim Maza, Spitzname ‚Mazadona‘, absolvierte die meisten Dribblings (13) in der Gruppenphase, darunter perfekte sechs von sechs gegen Österreich.
Während die Schweiz beide früheren Freundschaftsspiele gewonnen hat (2:1 im Jahr 1983 und 2:0 im Jahr 1986), wird dies das erste Pflichtspiel zwischen den beiden Nationen sein. Opta Analyst gibt Algerien eine 27,4%ige Chance, das Spiel in die Verlängerung zu bringen, und eine 22,8%ige Chance, innerhalb von 90 Minuten zu gewinnen. Insgesamt hat die Schweiz eine 63,05%ige Chance auf das Weiterkommen, verglichen mit Algeriens 36,95%. Für beide Teams bietet Vancouver eine beispiellose Gelegenheit, neue Geschichte zu schreiben.
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