Der Beitrag erschien am 11. August, am Ende von zwei aufreibenden Wochen, in denen eines von Fabrizio Romanos „Here we go“ öffentlich von einem konkurrierenden Reporter zerpflückt worden war.
„Ich werde die Arbeit im Transfermarkt-Bereich wohl nicht mehr lange so weitermachen wie jetzt: Es ist Zeit, den Ansatz zu ändern, die Perspektive…“
Romano sagte nicht, dass er den Journalismus verlässt. Er kündigte an, mehr zu erklären, sobald das Sommertransferfenster am 3. September schließt.
Der Streit um Diomande, der den Beitrag prägte
Am 26. Juli setzte Romano ein „Here we go“ zu Yan Diomande ab und teilte seinen Followern mit, Real Madrid habe mit RB Leipzig einen Transfer für den ivorischen Flügelspieler bei einer Ablösesumme von mehr als 100 Millionen Euro abgeschlossen. Innerhalb weniger Stunden widersprach Florian Plettenberg von Sky Germany öffentlich.
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„Wenn es bereits eine vollständige Einigung zwischen RB Leipzig und Real Madrid gegeben hätte, müsste es doch möglich sein, die genaue Ablösesumme zu nennen, oder?“
Plettenberg fügte hinzu, dass RB Leipzig, Real Madrid und das Lager des Spielers ihm allesamt weiterhin sagten, der Transfer sei nicht abgeschlossen. Romano konterte auf derselben Plattform.
„Keine Sorge, Diomande geht zu Real Madrid, so wie Klopp nach Deutschland gegangen ist.“
Der Schlagabtausch weitete sich auf Verweise auf private Nachrichten, Follower-Zahlen und die journalistischen Standards des jeweils anderen aus. RB Leipzigs Sportdirektor Marcel Schäfer teilte anschließend allgemein gegen die Transferpresse aus.
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„Ein oder zwei sogenannte Transferexperten hatten bereits vor sieben bis zehn Tagen berichtet, dass etwas ‚done‘ oder ‚Here we go‘ sei. Das ist schlicht nicht der Fall“, sagte Schäfer gegenüber Reportern.
Der Transfer kam letztlich zustande. Real Madrid gab die Verpflichtung von Diomande am 6. August bekannt, rund elf Tage nach Romanos ursprünglichem „Here we go“, wobei Sky Sports die Ablösesumme auf bis zu 120 Millionen Pfund bezifferte.
Wie das Kürzel zufällig entstand
Romano ist 33 Jahre alt und hat nach eigenen Angaben zweistellige Millionenzahlen an Followern auf X und Instagram. Gegenüber Interviewern hat er erklärt, das „Here we go“ sei nie eine Strategie gewesen.
„Ich habe einfach immer wieder über Manchester United getwittert… eines Tages war es vorbei, endgültig abgeschlossen, und ich sagte: ‚Okay, here we go.'“
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Fans hätten ihn daraufhin, wie er erzählt hat, gebeten, den Satz für ihre eigenen Vereine zu verwenden. Er habe sich eine Regel dazu auferlegt: Das Kürzel kommt erst dann, wenn die Unterschriften geleistet oder so gut wie geleistet sind, und nur, wenn direkte Quellen bei beiden Vereinen und im Lager des Spielers dies bestätigen. Moderne Transfers mit mehreren Agenturen, Drittparteien-Klauseln und gestaffelten Vertragsunterlagen machen es schwieriger, diese Linie zu halten, wie der zeitliche Ablauf bei Diomande zeigte.
Woran er weiterhin festhalten möchte
Selbst in einem Beitrag, der eine Kursänderung ankündigte, schrieb Romano keinen Nachruf auf das Ressort. Er beschrieb den Reiz jener Geschichte, der er seit einem Jahrzehnt hinterherjagt.
„Das Adrenalin der Breaking Story, die Exklusivität, der Überraschungsfaktor, von überhaupt keinen Gerüchten bis zum abgeschlossenen Transfer… nun, das wird für mich immer unerreicht bleiben.“
Ob er seinen Output reduziert, die Plattform wechselt oder sich ganz aus dem Transferressort zurückzieht: Die Details folgen laut Romano nach dem 3. September, wenn das Sommertransferfenster schließt.
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