Emiliano Martinez hat die Spekulationen um die Zukunft von Johan Manzambi angeheizt, nachdem er den Schweizer Mittelfeldspieler offenbar zu einem möglichen Wechsel zu Aston Villa befragt hatte.
Der Austausch fand nach Argentiniens 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Schweiz im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Kansas City statt. Als Martinez Manzambi nach dem Schlusspfiff begrüßte, schien der argentinische Torhüter zu fragen: „Gehst du zu Villa?“
Laut einem Bericht mit Aufnahmen des Gesprächs wurde die kurze Frage von den Fans schnell als Zeichen dafür interpretiert, dass Martinez mehr über Villas Transferpläne wusste, als öffentlich bekannt gegeben worden war.
Es handelte sich jedoch nicht um eine offizielle Bestätigung. Weder Aston Villa noch Freiburg hatten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Einigung bekannt gegeben.
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Manzambi verfolgte das Viertelfinale von der Seitenlinie
Manzambi kam gegen Argentinien tatsächlich nicht zum Einsatz. Der 20-Jährige fiel mit Knieproblemen aus, nachdem er auch den Achtelfinalsieg der Schweiz über Kolumbien verpasst hatte.
FIFAs Vorschau auf die Viertelfinalvorbereitungen der Schweiz bestätigte, dass der Mittelfeldspieler nicht zur Verfügung stand, und korrigierte damit die Annahme, Martinez habe ihn angesprochen, nachdem sie sich auf dem Spielfeld gegenübergestanden hatten.
Argentinien zog schließlich nach Verlängerung ein, wobei Tore von Julián Álvarez und Lautaro Martinez den Widerstand der Schweiz brachen. Das Ergebnis schickte den Titelverteidiger in ein Halbfinale gegen England.
Obwohl er die letzten beiden Spiele der Schweizer Kampagne verpasste, entwickelte sich Manzambi zu einem der Durchbruchsspieler des Turniers. Er erzielte in seinen ersten vier Einsätzen drei Tore und gab zwei Vorlagen und etablierte sich als wichtige Figur in Murat Yakins Mannschaft.
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Villa überholt Newcastle im Transferpoker
Newcastle schien den Transfer zunächst unter Kontrolle zu haben.
Der Verein erzielte eine mündliche Einigung mit Freiburg über rund 51,5 Millionen Pfund, wobei der Deal voraussichtlich nach dem Ende der Schweizer WM-Kampagne abgeschlossen werden sollte. Manzambi hatte auch persönliche Bedingungen mit Newcastle besprochen, obwohl er noch keine endgültige Zusage gemacht hatte.
Wie in The Guardians ursprünglichem Bericht über Newcastles Einigung beschrieben, hätte die vorgeschlagene Ablösesumme einen Rekordverkauf für Freiburg dargestellt.
Aston Villa erneuerte daraufhin sein Interesse und gilt nun als Manzambis bevorzugtes Ziel.
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Laut Sky Sports‘ Transfer-Update bot Villa an, das 49-Millionen-Pfund-Paket zu erreichen, das Newcastle mündlich mit Freiburg vereinbart hatte. Die Möglichkeit, in der Champions League zu spielen, soll Manzambis Präferenz beeinflusst haben.
Villa nähert sich daher dem Mittelfeldspieler, aber die endgültige Ablösesumme bleibt ungewiss. Einige Berichte beziffern das Gesamtpaket auf rund 60 Millionen Pfund, einschließlich potenzieller Boni. Ein Transfer in dieser Größenordnung würde die Summe übertreffen, die Villa an Everton für Amadou Onana gezahlt hat, und zum Rekordtransfer des Vereins werden.
Onana-Verletzung erhöht Villas Bedarf
Villas Bemühungen wurden dringlicher, nachdem Onana im Länderspieleinsatz eine schwere Knieverletzung erlitten hatte.
Der belgische Mittelfeldspieler riss sich das vordere Kreuzband und wird voraussichtlich mehrere Monate ausfallen. Manzambis Fähigkeit, auf mehreren Mittelfeldpositionen zu spielen, würde Unai Emery eine weitere Option während Onanas Genesung bieten.
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Er ist nicht in jeder taktischen Hinsicht ein direkter Ersatz. Onana ist hauptsächlich ein defensiver Mittelfeldspieler, während Manzambi sich wohler fühlt, den Ball nach vorne zu treiben, zwischen den Linien zu agieren und Chancen in fortgeschrittenen Bereichen zu kreieren.
Diese Vielseitigkeit ist eine der Eigenschaften, die ihn für Premier-League-Klubs attraktiv gemacht haben.
Villa hat seine Qualität bereits gesehen
Manzambi traf bereits im Mai im Europa-League-Finale auf Aston Villa, als Freiburg von Emerys Mannschaft mit 3:0 geschlagen wurde.
Obwohl Freiburg Schwierigkeiten hatte, klare Chancen zu kreieren, kam Manzambi mit einem Kopfball, der von Martinez pariert wurde, dem Tor nahe, bevor die Abseitsfahne gehoben wurde. Villas Scouting-Abteilung hatte daher die Möglichkeit, ihn direkt vor seinem WM-Durchbruch zu bewerten.
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Seine Saison 2025/26 endete Berichten zufolge mit sieben Toren und neun Vorlagen in 47 Einsätzen in allen Wettbewerben. Seine WM-Leistungen stärkten dann seinen Ruf, insbesondere nachdem er als Einwechselspieler zweimal gegen Bosnien und Herzegowina getroffen hatte.
Yakin lobte die kontinuierliche Entwicklung des Mittelfeldspielers in einem während des Turniers veröffentlichten FIFA-Profil.
„Er ist ein sehr wertvoller und wichtiger Spieler für uns. Er steigert seine Leistung ständig und ist ein Teamplayer“, sagte der Schweizer Trainer.
Manuel Akanji hob auch Manzambis Kreativität und seine Fähigkeit hervor, in schwierigen Situationen unerwartete Momente zu schaffen.
Martinez gießt Öl ins Spekulationsfeuer
Martinez‘ Frage hat unweigerlich die Überzeugung gestärkt, dass ein Deal kurz bevorsteht.
Der Torhüter ist seit 2020 bei Villa und bleibt dem Verein eng verbunden, trotz anhaltender Spekulationen über seine eigene Zukunft. Sein Gespräch mit Manzambi war möglicherweise nicht mehr als ein leichtfertiger Hinweis auf die bereits kursierenden Transferberichte.
Es sollte daher nicht als Beweis dafür gewertet werden, dass Verträge unterzeichnet wurden.
Die verfügbaren Berichte deuten dennoch in dieselbe Richtung. Newcastle hatte eine Einigung mit Freiburg, Villa stieg mit dem Angebot von Champions-League-Fußball in das Rennen ein, und Manzambi soll nun einen Wechsel nach Birmingham bevorzugen.
Martinez‘ Drei-Wort-Frage schloss den Transfer nicht ab, aber sie gab den Fans von Aston Villa einen weiteren Grund zu glauben, dass eines der führenden jungen Talente der Weltmeisterschaft bald auf dem Weg zum Villa Park sein könnte.



