Gianni Infantino

Rücktrittsforderungen gegen Infantino wegen „skandalöser“ Disziplinarentscheidungen bei der Weltmeisterschaft

FIFA-Präsident Infantino sieht sich Rücktrittsforderungen wegen inkonsistenter WM-Disziplinarentscheidungen gegenüber, insbesondere Baloguns Sperre vs. Quans…

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FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht sich wachsendem Druck und Rücktrittsforderungen ausgesetzt, inmitten von Vorwürfen inkonsistenter Disziplinarentscheidungen während der laufenden Weltmeisterschaft. Die Kontroverse rührt hauptsächlich von der unterschiedlichen Behandlung von Rotsperren für Folarin Balogun aus den USA und Jarell Quansah aus England her, was scharfe Kritik von prominenten Persönlichkeiten des Fußballs hervorruft.

Der erste Zündfunke entstand, als Folarin Balogun aus den USA in einem WM-Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina die Rote Karte sah. Daraufhin soll US-Präsident Donald Trump „Druck auf Infantino ausgeübt haben“, um Balogun das Spielen zu ermöglichen. Die FIFA setzte Baloguns Ein-Spiel-Sperre daraufhin für 12 Monate aus, wodurch er am folgenden Spiel gegen Belgien teilnehmen konnte, das die USA mit 4:1 verloren.

Die Quansah-Kontroverse und Englands Einspruch

Im krassen Gegensatz dazu erhielt Jarell Quansah aus England in der Partie seiner Nation gegen Mexiko die Rote Karte. Quansah wurde für zwei Spiele gesperrt, eine Entscheidung, die angesichts des Präzedenzfalls Balogun Empörung ausgelöst hat. Standard.co.uk berichtet, dass die FA Quansahs Sperre intern angefochten hatte, in der Hoffnung auf eine ähnliche Behandlung, doch ihre Bemühungen blieben erfolglos.

Die Auswirkungen für England sind erheblich, da Quansah nun entscheidende K.o.-Spiele verpassen wird:

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  • Englands Viertelfinalbegegnung mit Norwegen
  • Ein mögliches Halbfinalduell gegen Argentinien oder die Schweiz

Diese wahrgenommene Ungleichbehandlung hat zu einer weit verbreiteten Verurteilung durch Experten geführt. Im Gespräch bei Netflix‘ „The Rest Is Football“, wie von TalkSport berichtet, erklärte der ehemalige englische Kapitän Gary Lineker: „Ich denke, seine Position bei der FIFA ist jetzt fast unhaltbar.“ Lineker, der in zwei Turnieren 10 WM-Tore für England erzielte, war bis zu diesem Sommer, als Harry Kane ihn mit 14 Toren übertraf, der erfolgreichste Torschütze der Nation in diesem Wettbewerb.

Experten beklagen die Inkonsistenz der FIFA

Das Gefühl des Unglaubens wurde von Alan Shearer geteilt, der ebenfalls bei „The Rest Is Football“ zu Gast war. „Die FIFA hat sich das alles selbst zuzuschreiben“, erklärte Shearer. „Wie um alles in der Welt bekommt Quansah jetzt zwei Spiele, Balogun bekam eine Sperre ausgesetzt und aufgehoben, doch Quansah muss jetzt, falls England weiterkommt, zwei Spiele verpassen. Es ist absolut skandalös. Ein sehr schlechtes Bild.“

Die Kontroverse wird durch weitere Disziplinarmaßnahmen während des Turniers noch verstärkt. Der südafrikanische Mittelfeldspieler Themba Zwane wurde für drei Spiele gesperrt, nachdem er im Eröffnungsspiel gegen Mexiko vom Platz gestellt worden war. Laut TalkSport haben die restlichen 12 Spieler, die bei der Weltmeisterschaft Rote Karten erhielten, entweder eine Ein-Spiel-Sperre während des Turniers verbüßt oder werden ihre Sperren beim nächsten Spiel ihrer Nation abschließen, was Baloguns ausgesetzte Sperre zu einer klaren Anomalie macht.

Der GiveMeSport-Artikel über die Kontroverse unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit, wobei Kritiker argumentieren, dass die inkonsistente Anwendung der Regeln durch die FIFA die Integrität des Wettbewerbs und die Autorität ihres Präsidenten untergräbt.

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