Lewis Hamilton betrat am Freitag das Fahrerlager am Hungaroring mit einem historischen Meilenstein: Als erster Formel-1-Fahrer überhaupt werden ihm Jahreseinnahmen von 100 Millionen US-Dollar zugeschrieben.
Forbes führt ihn auf Platz zehn der Liste der bestbezahlten Sportler des Jahres 2026. Damit ist Hamilton der einzige Motorsportler in den Top Ten, die ansonsten von Box, Fußball, Basketball, Baseball und Golf geprägt werden.
Nach Angaben des Magazins entfielen 70 Millionen US-Dollar seiner Einnahmen auf den Rennsport und weitere 30 Millionen auf Geschäfte außerhalb der Strecke. Berücksichtigt wurden Einnahmen zwischen dem 1. Mai 2025 und dem 1. Mai 2026. Cristiano Ronaldo kehrte mit insgesamt 300 Millionen US-Dollar an die Spitze des Rankings zurück.
Der Sonderfall Schumacher
Hamilton ist der erste Formel-1-Fahrer, der nominal die Marke von 100 Millionen US-Dollar in einem Jahr überschreitet, wie Sportico bereits im März bei der Berechnung dieses Meilensteins festhielt. Inflationsbereinigt hatte Michael Schumacher diese Größenordnung allerdings schon zu seiner erfolgreichsten Ferrari-Zeit erreicht.
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Forbes bezifferte Schumachers Gesamtpaket im Jahr 2004 auf 80 Millionen US-Dollar aus Gehalt und Werbeverträgen. Rund 40 Millionen entfielen auf sein Ferrari-Gehalt und weitere 40 Millionen auf Sponsoren – inflationsbereinigt entspricht das heute deutlich mehr als 100 Millionen US-Dollar.
Den größten Anteil an Hamiltons Rekordeinnahmen macht zwar sein Ferrari-Vertrag aus. Entscheidend ist jedoch vor allem, dass er zusätzlich 30 Millionen US-Dollar abseits der Rennstrecke verdient – ein Niveau, das ihn klar von früheren Formel-1-Stars unterscheidet.
Der Brite arbeitet unter anderem mit Dior, EA, Lululemon und Rimowa zusammen. Außerdem war er Executive Producer von Apples F1: The Movie und sorgte in diesem Jahr mit seinen Auftritten in den Skims-Kampagnen von Kim Kardashian auch außerhalb des Motorsports für Aufmerksamkeit.
Ein schwieriges erstes Ferrari-Jahr
Die Rekordeinnahmen folgten auf eine Saison, die Hamilton wohl am liebsten vergessen würde. 2025 belegte er in der Fahrerwertung nur den sechsten Platz – sein schwächstes Ergebnis seit 19 Jahren. In seiner ersten Saison für Ferrari blieb ihm zudem ein Podiumsplatz verwehrt. Laut Forbes fährt Hamilton wirtschaftlich dennoch „der Konkurrenz davon“.
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Sportlich sieht die Lage 2026 deutlich besser aus. Vor dem Großen Preis von Ungarn liegt Hamilton auf Rang zwei der Fahrerwertung. Mit 159 Punkten hat er 45 Zähler Rückstand auf Mercedes-Nachwuchstalent Kimi Antonelli. Ferrari belegt in der Konstrukteurswertung ebenfalls Platz zwei und liegt 73 Punkte hinter Mercedes.
100 Millionen gegen 2 Millionen
Finanziell trennen die beiden Titelkonkurrenten allerdings Welten. Antonellis Grundgehalt bei Mercedes wird auf 2 Millionen US-Dollar geschätzt. Damit gehört er zu den schlechter bezahlten Fahrern im Feld. Erfolgsprämien können seine Einnahmen auf der Rennstrecke allerdings auf bis zu 14 Millionen US-Dollar erhöhen.
Auch seine persönlichen Sponsoren – darunter Adidas, IWC und Monster Energy – bringen ihm weitere Millionen ein. Im Vergleich zu Hamilton bewegen sich diese Summen jedoch in einer ganz anderen Größenordnung.
Antonelli ist 19 Jahre alt, bestreitet seine zweite Formel-1-Saison und hat bereits sechs Siege aus zehn Rennen eingefahren. Hamilton ist 41 Jahre alt, siebenmaliger Weltmeister und besitzt das höchste jemals erzielte Jahreseinkommen eines Formel-1-Fahrers.
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Im Kampf um den WM-Titel spielt das Bankkonto allerdings keine Rolle.
Die ersten Trainings am Hungaroring beginnen am Freitag. Der Start des Rennens erfolgt am Sonntag um 15 Uhr Ortszeit. Direkt nach der Zielflagge verabschieden sich die Fahrer in die Sommerpause.
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