Paris St-Germain trifft am 30. Mai in Budapest, Ungarn, im UEFA Champions League-Finale auf Arsenal. Dies ist PSGs zweite aufeinanderfolgende Teilnahme am europäischen Endspiel. Die französischen Meister, die im Finale der letzten Saison Inter Mailand überzeugend mit 5:0 besiegten, stellen eine gewaltige Herausforderung für Arsenal dar, das nach zwei Jahrzehnten erstmals wieder in einem Champions League-Finale steht.
Eine neue Ära für Paris St-Germain
Unter der geschickten Führung von Trainer Luis Enrique hat PSG eine tiefgreifende Transformation durchgemacht. Der Verein, einst geprägt von der individuellen Brillanz und den vermeintlichen Egos von „Superstars“ wie Lionel Messi, Kylian Mbappé und Neymar, wurde akribisch zu einer kohärenten, hoch pressenden Einheit umgebaut, die sich auf kollektiven Einsatz und defensive Stabilität konzentriert.
Dieser Wandel ist nicht unbemerkt geblieben. Steven Gerrard, ehemaliger Liverpool-Kapitän und TNT Sports-Experte, lobte Enriques Einfluss: „Vor ein paar Jahren hatten sie Primadonnen, Egos im Team, aber [Luis Enrique] hat das nicht mitgemacht. Er hat sie beiseitegeschoben und ein Team aufgebaut, das auf Arbeitsmoral und Prinzipien basiert. Dieses Team könnte jahrelang dominieren. So gut sind sie.“
PSGs Weg ins Finale umfasste einen dominanten 4:0-Gesamtsieg über Liverpool im Viertelfinale, wodurch sie zum zweiten Mal in Folge einen Sieg an der Anfield Road sicherten. Ihr Halbfinal-Duell gegen Bayern München unterstrich ihre Stärke zusätzlich, wobei PSG mit einem 6:5-Gesamtergebnis als Sieger hervorging.
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Im Rückspiel bereitete Khvicha Kvaratskhelia in der dritten Minute ein frühes Tor für Ousmane Dembélé vor und zeigte damit die Offensivkraft, die unter Enrique aufgeblüht ist. Dembélé, einst als „teurer Fehlgriff beim FC Barcelona“ beschrieben, soll unter der Anleitung des spanischen Trainers zu einem „Ballon d’Or-Gewinner“ geworden sein.
Stärke auf dem gesamten Spielfeld
Der aktuelle PSG-Kader verfügt über eine Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und aufstrebenden Talenten. Der brasilianische Innenverteidiger Marquinhos, 31, der 2013 von der Roma zu PSG kam, verankert die Abwehr zusammen mit Willian Pacho.
Das Mittelfeldtrio Vitinha, Fabián Ruiz und João Neves sorgt für Kreativität und Härte, wobei Ruiz den entscheidenden Pass zum Halbfinaltor von Dembélé lieferte. Youngster wie der 20-jährige Désiré Doué, zusammen mit den Angreifern Bradley Barcola und Khvicha Kvaratskhelia, verleihen dem Kader zusätzliche Tiefe und Dynamik.
Trotz ihrer überwältigenden Stärke identifizierte der ehemalige Liverpool-Verteidiger Stephen Warnock in der Sendung BBC Match Of The Day eine potenzielle Schwachstelle in ihrer Rüstung. „Es ist sehr schwierig, PSG in Budapest nicht als Sieger zu sehen. Sie sind in jedem Bereich so stark. Die einzige Schwäche, die ich wirklich im Team sehe, ist ihr Torhüter Matvei Safonov.“
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Arsenals gewaltige Herausforderung
Mikel Artetas Arsenal, mit den erwarteten Flügelspielern Bukayo Saka und Leandro Trossard, steht vor einer monumentalen Aufgabe bei ihrer Rückkehr in Europas prestigeträchtigstes Event.
Sie müssen ein PSG-Team überwinden, das nicht nur den zweiten Titel in Folge anstrebt, sondern auch als eines der komplettesten Teams der jüngeren Vergangenheit gilt. Während das Finale näher rückt, werden alle Augen auf Budapest gerichtet sein, um zu sehen, ob Arsenal die Quoten trotzen kann oder ob Luis Enriques revitalisiertes PSG eine weitere Champions League-Krone sichern wird.
Quellen: www.bbc.com, www.bbc.co.uk
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