Zwei Messungen am Straßenrand, 0,91 mg/l und 0,89 mg/l, beide nahe dem Doppelten des italienischen Alkohol-Grenzwerts von 0,5 mg/l. Die Polizei in Mailand zog Daniel Maldini den Führerschein noch vor Ort ein.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag, den 13. September, gegen 5:15 Uhr morgens an der Piazza Caneva in Mailand. Maldini war mit drei Mitfahrern in einem Porsche Carrera unterwegs und missachtete laut Polizei die Vorfahrt eines aus der Gegenrichtung kommenden Volkswagen Golf. Fünf weitere Personen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren waren beteiligt. Alle wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Maldini wurde noch am selben Morgen aus dem Fatebenefratelli entlassen.
Der 24-Jährige hatte nur wenige Stunden zuvor per Strafstoß den Siegtreffer erzielt, beim 2:1-Sieg von Cagliari in der Serie A bei Atalanta in Bergamo am Samstag, den 12. September.
Die Erklärung von Cagliari am Montagmorgen
Erste italienische Berichte, allen voran in der Gazzetta dello Sport, deuteten darauf hin, dass Maldini auch bei einem vorläufigen Drogentest im Krankenhaus positiv gewesen sei. Cagliari wartete bis Montagmorgen mit einer Antwort.
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„Alle durchgeführten Tests haben negative Ergebnisse geliefert“, teilte der Klub mit und fügte hinzu, dass Maldini am Nachmittag ins Training zurückkehren werde.
Der zunächst positive Vorabtest am Straßenrand wurde mit anderen Worten durch die vollständige toxikologische Analyse nicht bestätigt. Bestehen bleiben der Alkoholwert und der eingezogene Führerschein. Maldini wurde wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt.
Der FIGC-Kodex und das Oktober-Aufgebot
Diese Unterscheidung ist für Italiens Trainer Roberto Mancini und für die Länderspielpause im Oktober von Bedeutung. Nach dem Ethikkodex des italienischen Fußballverbands sollen sich Spieler in einer Weise verhalten, die mit dem Trikot vereinbar ist, und ein eingezogener Führerschein nach einem Unfall mit einem Alkoholwert von 0,91 mg/l ist die Art von Vorfall, die Kandidaten schon zuvor aus der Squadra Azzurra herausgehalten hat.
Maldini, A-Nationalspieler Italiens, galt nach seinem Elfmeter in Bergamo als Kandidat für Mancinis nächstes Aufgebot. Italienische Medien berichten, der Vorfall „könne mit dem Ethikkodex der Nationalmannschaft kollidieren“ und die Tür vorerst verschließen. Weder die FIGC noch Mancini haben sich öffentlich positioniert.
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Cagliari hat bislang keine Disziplinarmaßnahmen gegen den Spieler bekanntgegeben. Auf Vereinsebene wird laut Berichten aus Sardinien über eine „erhebliche“ interne Geldstrafe beraten.
Mancini nominiert diese Woche sein Aufgebot vor Italiens Nations-League-Spielen im Oktober.
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