Naomi Osaka hat das bisher deutlichste Zeichen gesetzt, dass sie wieder eine ernstzunehmende Anwärterin auf höchstem Niveau ist.
Die ehemalige Weltranglistenerste schlug die topgesetzte Aryna Sabalenka auf dem Centre Court mit 6:2, 7:6 und erreichte damit zum ersten Mal in ihrer Karriere das Viertelfinale in Wimbledon.
Laut The Guardian zeigte Osaka eine überzeugende Leistung gegen die größte Schlagfrau im Damentennis, schlug 21 Winner und acht Asse auf dem Weg zu einem Zwei-Satz-Sieg.
Osaka bleibt auf dem Centre Court gelassen
Das Match begann für Osaka unter Druck, doch sie fand schnell ihren Rhythmus.
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Nachdem sie sich aus einer schwierigen Anfangsphase befreit hatte, durchbrach sie Sabalenkas Aufschlag früh und übernahm die Kontrolle über den ersten Satz mit aggressiven Grundschlägen und präzisen Aufschlägen. Sabalenka fand hingegen nicht ins Spiel und wurde erneut gebreakt, bevor Osaka den ersten Satz in etwas mehr als einer halben Stunde beendete.
Der zweite Satz war enger, doch Osaka blieb gefasst, als das Match in den Tiebreak ging.
Sabalenka hatte den Ruf, solche Momente auf Grand-Slam-Niveau zu dominieren, doch Osaka ließ sich von der Situation nicht beirren. Sie schlug stark auf, griff früh in den Ballwechseln an und beendete den Tiebreak mit der Souveränität einer Spielerin, die sich auf Rasen zunehmend wohlzufühlen schien.
Zitiert von The Guardian sagte Osaka: „Es ist lange her, dass ich so viel Spaß auf dem Platz hatte, daher bedeutet es mir sehr viel, es hier zu tun.“
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Sie fügte hinzu: „Vor diesem Match hatte ich dreimal in Folge gegen Aryna verloren, was wirklich ärgerlich war. Ich wollte das Blatt wenden und ich bin wirklich froh, dass ich die Gelegenheit dazu hatte.“
Sabalenkas Frustration kocht über
Für Sabalenka war die Niederlage ein schmerzhaftes und unerwartetes Ausscheiden.
Die Belarussin wirkte nie ganz wohl gegen Osakas Tempo und Präzision. Ihre Frustration wurde im Laufe des Matches immer deutlicher, Fehler unterliefen ihr in entscheidenden Momenten, während Osaka mit jedem Spiel an Selbstvertrauen gewann.
Laut Sky Sports brachte Osakas Sieg sie ins Viertelfinale, wo sie auf die an Nummer 10 gesetzte Karolina Muchova treffen wird.
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Sabalenka gab danach zu, dass Osaka einfach auf einem höheren Niveau gespielt hatte.
Zitiert von The Guardian, sagte sie: „Sie hat mich überrollt. Ich hatte das Gefühl, sie spielte auf einem unglaublichen Niveau.“
Sie fasste ihren eigenen Nachmittag auch mit brutaler Ehrlichkeit zusammen: „Ich habe es dieses Jahr vermasselt. Nächstes Jahr werde ich versuchen, es besser zu machen.“
Ein großer Schritt in Osakas Comeback
Für Osaka war dies mehr als ein Sieg in der vierten Runde.
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Sie hat vier Grand-Slam-Titel gewonnen, doch Wimbledon war nie ihr stärkstes Turnier. Vor diesem Jahr war sie im All England Club nie über die dritte Runde hinausgekommen.
Das änderte sich mit einer der besten Leistungen ihres Comebacks.
Laut The Guardian dankte Osaka auch ihrem Team und Trainer Tomasz Wiktorowski dafür, dass sie ihr geholfen hatten, sich an Rasen zu gewöhnen, einen Belag, der ihr in der Vergangenheit oft unangenehm schien.
Ihre verbesserte Bewegung und die Bereitschaft, früh anzugreifen, machten den Unterschied gegen Sabalenka. Anstatt von der Power der Weltranglistenersten zurückgedrängt zu werden, hielt Osaka dagegen und lenkte die Bälle oft mit präziserem Timing um.
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Muchova wartet im Viertelfinale
Osakas Belohnung ist ein Viertelfinale gegen Karolina Muchova.
Laut Sky Sports erreichte Muchova das Viertelfinale, nachdem sie Barbora Krejcikova mit 7:5, 5:7, 6:3 geschlagen hatte.
Das Damen-Tableau hat sich nun dramatisch geöffnet. Sabalenka ist ausgeschieden, Iga Swiatek ist raus, und Elena Rybakina wurde ebenfalls eliminiert.
Osaka hat indes in diesem Jahr noch keinen Satz abgegeben.
Nach Jahren der Ungewissheit, Verletzungspausen und Fragen, ob sie an die absolute Spitze zurückkehren könnte, fühlte sich ihre Leistung gegen Sabalenka wie ein Statement an.
Wimbledon hat plötzlich eine weitere ernstzunehmende Anwärterin.



